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Der Goldpreis steigt u.steigt

Dieses Thema im Forum "Edelmetalle" wurde erstellt von Goldnase, 6. Januar 2003.

  1. Rex Danny

    Rex Danny

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    ...das Vertrauen der Wissenden..jetzt wirds ja richtig philosophisch hier.
     
  2. stunti

    stunti

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    Wahrscheinlich sehen wir die Tiefs nicht mehr, aber noch nie in all den Jahren, in denen ich das Ganze jetzt beobachte, klafften Realität und Kursgeschehen eklatanter auseinander als es jetzt der Fall ist. Wer sich mit Fundamentaldaten beschäftigt und das verfolgt, wird mir zustimmen (müssen). Diese völlig abgedrehte Ignoranz der Realität gegenüber wird sich noch rächen.

    Wenn die Mehrheit der "Marktteilnehmer" ernsthaft glaubt, dass das Vertrauen in die Notenbanken und die naive Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff für die breite Masse mittel- bis langfristig den Jahrhunderteinbruch bei Arbeitslosenzahlen und einen historischen Wirtschaftseinbruch rund um den Erdball aufwiegt, dann werden sich viele noch wundern.

    Ich habe in den letzten 10 Jahren lernen müssen, dass "don't fight the FED" tatsächlich das Motto der Stunde war, aber das hier ist was anderes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2020
  3. Rex Danny

    Rex Danny

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    ....das Kursgeschehen an den Börsen hatte noch nie etwas mit der Realität
    In der Wirtschaft zu tun. Sonst wäre es viel zu einfach.

    Es werden Zukunft, Erwartung, Hoffnung alles gehandelt, nur keine momentanen
    Zustände. Es kann sehr gut sein, daß die Kurse wieder fallen, wenn die
    Firmen im Tagesgeschäft erste wirkliche Erfolge vermelden.

    Das ist es was es spannend macht und was die wenigsten checken.

    Die bleiben dann lieber beim Gold. Wenn das Vreneli über 300 Euro kostet.
     
  4. hh1969

    hh1969 Moderator...und seit über 18 Jahren hier an Board. Mitarbeiter

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    Korrekt. Das "Problem" ist einfach, dass die Welt sich keine hohen Zinsen mehr leisten kann und über kurz oder lang zinslos werden wird - mit wenigen Ausnahmen. Das Ausfallrisiko für Anleihen wird durch deren Aufkäufe komplett auf die jeweilige Notenbank abgewälzt. So können sich die Staaten verschulden bis zum geht-nicht-mehr, die Notenbanken kaufen die ganzen Junk-Bonds auf. Auf der anderen Seite werden die Unternehmen gepampert, wo es nur geht, damit es nur ja nicht zu Pleiten kommt. Beste Beispiele aktuell TUI, Lufthansa usw..

    Alles das führt dazu, dass zum Beispiel Altersvorsorge (wenn überhaupt) ausschließlich in Wertpapieren Sinn macht. Hinzu kommt, dass es woanders für's Geld nichts gibt. Corona befeuert die anti-inflationäre Tendenz noch.

    Die Altersvorsorge der US-Amerikaner ist so gut wie ausschließlich auf Aktien aufgebaut - die können sich einen dauerhaft schwächelnden Dow oder S&P 500 gar nicht leisten. Und unser DAX als Marionette des Dow folgt ihm ohnehin mehr oder weniger blind.

    Nun haben wir die scheinbar paradoxe Situation, dass die meisten Aktieneinzelwerte trotz DAX-Stand von aktuell rund 11000 zum Teil erheblich teurer sind als vor dem Absturz im März 2020.

    Dass wir die alten Tiefs nicht mehr sehen, war mir klar, als ich die Reaktion der Märkte im April auf die Arbeitslosenzahlen diesseits und vor allen Dingen jenseits des Atlantiks gesehen habe. Ergo scheint Corona nun in den Kursen eingepreist zu sein. Die einzige Gefahr sehe ich momentan in einer möglichen zweiten Welle - so sie denn kommt.

    Diejenigen, für die Unternehmensbeteiligungen Teufelszeug sind, suchen ihr Heil in Edelmetallen.

    Funfact: In den üblichen Mainstreammedien lese ich nichts vom nahezu 6%igen Anstieg heute - wette aber, dass der umgekehrte Fall überall zu lesen wäre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2020
  5. stunti

    stunti

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    Das habe ich auch nicht geschrieben, sondern, dass der Unterschied noch nie so groß war wie aktuell ;)
    Hoffnung kann die Börse weit tragen, aber Hoffnungen werden früher oder später von der Wirklichkeit eingeholt und die sieht mittelfristig so düster aus wie nie.
     
  6. Rex Danny

    Rex Danny

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    ..ich weiß nicht obs tatsächlich so düster aussieht.

    Die Asiaten scheinen sich schon wieder zu berappeln, über 7 Milliarden Menschen
    Auf dem Planeten wollen konsumieren. Sollen die alle Gold kaufen?

    Die Zahlen vieler Firmen sind weniger schlecht als erwartet. Wir haben es mit einem
    Exogenen wirtschaftlichen Problem zu tun, keinem endogenen. Das sollte hoffentlich
    Zeitlich begrenzt sein. Ich sehe das größte Problem ähnlich wie hh1969 in
    Einem erneuten Lock Down.

    Das raffen hier in unserem Land etliche , egomanische
    Anti Corona Maßnahmen Demonstranten scheinbar überhaupt nicht.
    Das versteh ich nun mal gar nicht. Italienische Verhältnisse wären auch hier denkbar
    gewesen. Wie muß man drauf sein das zu ignorieren?

    Düster wird's wahrscheinlich für die Umwelt.....auch ein großes Thema.
     
  7. stunti

    stunti

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    Das sehe ich mit Blick auf die allermeisten harten Fakten tatsächlich komplett anders und damit bin ich nicht alleine. Am eindrucksvollsten illustriert das für mich folgender Vergleich:
    Innerhalb von 5 Wochen sind in den USA mehr Jobs vernichtet worden als in den vorangegangenen 11 Jahren des Booms insgesamt an neuen Stellen geschaffen wurden, gleichzeitig stand der DOW auf einem Niveau, was er vor 6 Monaten hatte - diese Differenz ist gruselig.
    Nahezu sämtliche Wirtschaftsdaten weisen historische Einbrüche auf, so wie die BIP-Einbrüche historisch sein werden die noch folgen.
    All das lässt sich eine Zeit lang mit Worten(der FED) und Hoffnung(auf die FED und den Impfstoff) ignorieren, aber die harte Realität wird nach dem zweiten Quartal folgen, dazu wird es sehr wahrscheinlich nicht mal eine zweite Welle brauchen (die erste ist in den USA ja noch nicht mal durch, egal was Trump behauptet). Falls die kommt und entsprechend des Verlaufs vergangener Pandemien größer als die erste ausfallen wird, dann stehen wir so oder so vor ganz anderen Problemen als die Frage nach der Höhe von Aktienkursen.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und bin der Meinung, dass der einzige Fall, der dieses Kursniveau nachhaltig(!) wird rechtfertigen können, die schnelle Einführung eines flächendeckenden Impfstoffes ist. Das wäre wünschenswert, ist aber aus nüchtern medizinischer Sicht höchst unwahrscheinlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2020
  8. hh1969

    hh1969 Moderator...und seit über 18 Jahren hier an Board. Mitarbeiter

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    Ich glaube nicht, dass es einen Impfstoff geben wird. Den gibt es zum Beispiel gegen Ebola oder AIDS auch nicht. Es weiß auch niemand, ob das Virus vielleicht mutiert und es hinterher so sein wird wie bei Hase und Igel. Ein Medikament wäre schon hilfreich, dass die Letalität unter 1% drückt.

    Letzten Endes ist für die Märkte - so scheint es - das Gröbste bei Corona erst mal durch. Bis auf einige Staaten, deren Anführer (Trump, Bolsonaro) bis heute nichts begriffen haben, sinken überall die Neuinfektionen. Es wird sicherlich immer mal wieder hier und da Ausbrüche geben. Das muss man dann aber regional handhaben und hoffentlich kontrollieren können. Die nächste Erkältungssaison so ab Oktober dürfte aber nochmals spannend werden. Wenn es da wieder flächendeckend und in vielen Staaten gleichzeitig ausbricht - dann gute Nacht.
     
  9. stunti

    stunti

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    Dass es nicht zwingend einen Impfstoff geben wird, ist völlig richtig, das HI-Virus, Ebola usw sind Beispiele dafür. Leider wird das von den Allermeisten nicht wahrgenommen und die Börsen gehen fest davon aus, dass auf absehbare Zeit ein Impfstoff zur Verfügung steht - bleibt das aus in Kürze (in Kürze, nicht in zwei Jahren!), platzt diese Hoffnung wie eine Seifenblase. Dann stehen nur noch die Notenbanken zwischen einem zweiten Absturz...

    Ein Medikament was die Letalität drückt oder den allerschwersten Fällen hilft (so wie mglw. Remdesivir) wird "der Wirtschaft" keine Linderung bringen - denn erkranken werden die Menschen weiterhin und dann muss der Betrieb und damit die Lieferkette unterbrochen werden, völlig egal ob der Mensch am Ende stirbt oder nicht.
    Wirklich den Schrecken nehmen würde nur ein hochwirksames Medikament, welches innerhalb kürzester Zeit die Infektion ohne besondere Nebenwirkungen beendet - davon sind wir, lt. Experten, so meilenweit entfernt, wie wir nur sein können.

    Fest steht:
    a) das Virus wird bleiben und seine Kreise ziehen
    b) ein hochwirksames Medikament ist weit entfernt
    c) ein flächendeckend verfügbarer Impfstoff ohne größere Nebenwirkungen ist wahrscheinlich noch weiter entfernt
    d) eine Durchimmunisierung des größten Teils der Bevölkerung wird sehr, sehr lange dauern und zieht unweigerlich ständig wechselnde "Lockdown-Bedingungen" nach sich

    ...damit ist der mittelfristige Ausblick für alle Beteiligten für meine Begriffe ausreichend umrissen. Insofern tue ich mich schon alleine damit schwer, dass "Corona" vollumfänglich eingepreist ist. Ich glaube vielmehr, dass das wahre Ausmaß sich den meisten erst noch offenbaren wird.
     
  10. tiusz

    tiusz

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    die Letalität sagt doch im moment nur aus wieviel Leute von den positiv getesteten verstorben sind.
    wieviel Menschen in D wirklich den Corona Virus haben ist doch unbekannt.
    es wurden bis jetzt ungefähr 1,1 Mio Personen getestet , davon ca 73000 positiv , was 6,6% entspricht .
    ob das nun eine Welle ist ?
    ganz am Anfang sagte das RKI das sich bis zu 80% der Bevölkerung mit Corona anstecken wird , wovon wir noch weit entfernt sind bei im moment 6,6%
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2020
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