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Deutscher Bund / Frust beim Münzkauf

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von B555andi, 12. Januar 2018.

  1. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Zusammen,

    ich muss mal kurz meinem Ärger mal Luft machen....

    Es kommt ja ab und an vor, dass man als Käufer von seinem Widerrufsrecht bei Käufen über das Internet Gebrauch macht.

    Als Münzsammler habe ich auch schon einige Stücke zurückgeschickt, weil meist die "Realität" dem (aufgehellten und/oder aufgehübschten) Angebotsbild nicht standhalten konnte. Dies ist in der Regel unproblematisch und die Rückabwicklung des Kaufes läuft zumeist problemlos.

    Mein jetziger "Fall" hat mich aber massiv auf die Palme gebracht.

    Vorgeschichte: bereits im November hatte ich bei dieser Firma eine teure Münze erworben. Nach zweieinhalb Wochen habe ich dann per EMail nachgefragt, ob man schon Gelegenheit hatte, mir die Münze zuzusenden. Die Antwort war, dass leider die Sekretärin, die sich um den Versand kümmert, momentan in Urlaub sei und erst in der kommenden Woche der Versand erfolgen könne. Die Münze kam jedoch nicht zu mir. Bei einem Telefonat mit der Firma (das Sekretariat ist offenbar mit mehreren Personen besetzt) wurde dann festgestellt, dass man nicht meine bei den shops hinterlegte Adresse verwendet hatte, sondern im "System" eine alte Kundenadresse, bei der ich bereits vor 15 Jahren umgezogen war. Ok, es war dann ein ganz schöner Aufwand, bis das Stück dann endlich bei mir ankam. Irgendein Wort der Entschuldigung o.ä. hatte ich nicht gehört.

    Nun, eigentlich wollte ich dort auch nicht mehr einkaufen. Im Dezember hatte ich dann doch wieder eine (teure) Münze bei denen entdeckt und dieses Mal über ebay gekauft. Anfang dieses Jahres meine Rückfrage, ob die Münze bereits auf dem Weg zu mir sei? Zufälligerweise wäre wieder einmal die Sekretärin, die sich um den Versand kümmert, in Urlaub, und die Zusendung könne erst in der kommenden Woche erfolgen.

    Ich habe (bevor mir die Münze zugeschickt werden konnte) am 4. Januar den Kauf widerrufen und um Rücküberweisung der Kaufsumme gebeten. Am 5. Januar bekam ich eine Mail, in welcher der Mitarbeiter der Firma nachfragt, ob ich denn nun die Münze nicht mehr wolle? "Leider" hätte er die Rechnung bereits ausgedruckt und die Münze für den Versand vorbereitet. 10 Minuten später habe ich ihm per mail geantwortet und nochmals meinen Widerruf bestätigt sowie um Rücküberweisung der Kaufsumme gebeten.

    Jetzt folgt der Hammer: Heute (12. Januar) erhalte ich eine Sendung. Inhalt: eine Rechnung und vermutlich die Münze (die Verpackung der Münze habe ich natürlich nicht geöffnet).

    Die Münze geht jetzt mit meinem dritten Widerruf per eingeschriebenen Wertbrief zurück zum Händler. Verbunden mit einer Fristsetzung und Ablehnungsandrohung, was die Rücküberweisung der Kaufsumme betrifft.

    Mann Mann Mann...
     
  2. Seltengast

    Seltengast Moderator Mitarbeiter

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    Andreas, ich wünsche dir viel Glück mit der Rückwicklung. Diese Hinhaltetaktik mit der Sekretärin scheint bei dieser Firma ja Standard zu sein... :(

    Du kannst mir den Namen des Unternehmens gerne per PN zusenden...
     
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  3. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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    Auch ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, dass Du problemlos und zügig dein Geld zurück erhältst!

    Gerne darfst Du auch mir die Firma per PN mitteilen.
     
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  4. Fusselbär

    Fusselbär

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    Viel Glück bei der Rückabwicklung und ein dickes Fell.
    Dein Fall erinnert mich an die Anfangszeit meiner Münzsammlerschaft. Bei einer Firma 2 Stücke bestellt (die jeweils mit Bild der betreffenden Münzen angeboten wurden) und bezahlt. 1. Nachfrage nich 2 Wochen wann denn die Stücke kommen. Da kam auch "verzögerung wegen Urlaub". Nach 5 Wochen wieder nachgefragt, da wurde mir dann mitgeteilt, das eine gar nicht mehr da wäre und man versucht Ersatz zu beschaffen. Ich soll doch noch etwas Gedult haben.
    Die hatte ich dann nicht mehr. Ich habe dann auf die Lieferung der einen noch verbliebenen Münze gedrungen, sowie auf Rückerstattung des Geldes von der zweiten. Beides ist dann auch schnell erfolgt und ich habe dort nie wieder was bestellt. Ist übrigens ein Doppelname der Firma, klingt ähnlich wie Kapitän + Made.
     
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  5. stroop

    stroop

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    Hört sich exakt nach meiner schlechten Erfahrung bei Au**num an... Da kauf ich auch ganz sicher nicht mehr... Da war dann auch ständig der versendende Mitarbeiter erkrankt und deswegen müsse man warten, bis der wieder da ist etc. pp.
     
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  6. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Wenn man Zahlungsschwierigkeiten hat, ist es kein Wunder das das Personal erkrankt...
    Wahrscheinlich ist es aber nur der Stress für eine Geschäftsleitung zu arbeiten, die zwar fleißig Mails schreiben kann aber nicht in der Lage ist, eine Münze zu verschicken...
    Ich würde mit so einem Laden keine Geschäftsbeziehungen unterhalten wollen. Oder höchstens auf Rechnung, nicht mit Vorkasse...
     
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  7. navada51

    navada51

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    Ich hatte auch einmal in einem Online-Shop gearbeitet. Ich hatte nie gelogen, hingehalten oder dergleichen, sondern immer offen mit den Kunden kommuniziert. Bezogen auf diesem Beispiel: "Wir haben versehentlich eine Münze eingestellt, die wir nicht haben. Möchten Sie, dass wir Ihnen eine Münze vergleichbarer oder besserer Erhaltung zu diesem Preis besorgen oder möchten Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen? Ich habe Vorkehrungen getroffen, dass dies nicht mehr vorkommen wird. Ich möchte mich persönlich für diesen Fauxpax und die Ihnen damit entstandenen Unannhemlichkeiten entzschuldigen!"
     
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  8. Fusselbär

    Fusselbär

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    Florian, so wie du es beschreibst ist es für mich dann wieder in Ordnung! Da würde ich mir nicht verarscht vorkommen, sondern mir denken Fehler macht jeder mal.
     
  9. navada51

    navada51

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    Ja, es gibt aber dann auch wieder Kunden, die das - durchaus zu Recht - nicht so gelassen sehen...
     
  10. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Ich möchte Euch heute ein kleines Update geben.

    Zunächst ist vielleicht noch wichtig, dass es sich bei dem Münzhändler nicht um einen kleinen 1 oder 2 Mannbetrieb handelt, sondern um eine Firma, die Auktionen organisiert und nebenbei(?) auch mit Münzen handelt. Personell sollten die eigentlich gut aufgestellt sein...

    Ich habe also die Rücksendung (Münze in ihrem nicht geöffneten Umschlag) am vergangenen Samstag zur Post gegeben. Beigefügt habe ich ein Schreiben, in dem ich nochmals eine Widerrufserklärung abgegeben und um Rücküberweisung des Kaufbetrages gebeten habe. Gleichzeitig habe ich eine Frist (die Morgen abläuft) bis zur Rücküberweisung gesetzt, um die Firma wirksam in Verzug zu setzen. Des Weiteren habe ich mitgeteilt, dass ich nach Verstreichen der Frist die Sache einem Anwalt übergeben werde.

    Ebenfalls am Samstag habe ich über EMail die Firma über Rücksendung, nochmaligen Widerruf und die Fristsetzung für die Rücküberweisung informiert. Dabei habe ich mich dazu hinreißen lassen, das Verhalten (Münze knapp eine Woche nach Widerruf zuzusenden mit dem Hinweis (im Vorfeld beim Widerruf), leider sei die Rechnung bereits geschrieben und die Münze für den Versand vorbereitet) als "ungeheuerlich" bezeichnet.

    Daraufhin meldete sich noch am selben Tag ein (namenloser) Kollege meines bisherigen Ansprechpartners per Mail. Es handelte sich offensichtlich um einen Fachmann für Deeskalationsstrategien... Zuerst forderte er mich auf "Ganz ruhig bleiben!". Diese Formulierung/Forderung führt in den seltensten Fällen dazu, dass sich der Betreffende tatsächlich beruhigt. Meist steigt der Blutdruck weiter an. Dann eine wichtige Information "es geht nicht um Leben und Tod!". Das war für mich sehr hilfreich und mir bis zu diesem Moment so noch nicht bewusst. Dann wird die seltsame Argumentation wiederholt "mein Kollege hatte es schon vorbereitet". Mit "es" meint er wohl den Versand. Bin ich eigentlich auf dem falschen Dampfer, wenn ich meine, dass es einen Unterschied zwischen "Versand vorbereiten" und "Versand durchgeführt" gibt? Zwischen meinen Widerrufen, dem Kontakt mit dem zuständigen Mitarbeiter und der tatsächlichen Zusendung der Münze lagen ein paar Arbeitstage...

    Zum Schluss noch die Aufforderung "senden sie die Münze einfach zurück und gut ist".

    Wieder einmal kein einziges Wort des Bedauerns. Bei mir kommt das als überheblicher Befehlston an. Na ja....

    Überflüssig zu erwähnen, dass die Münze jetzt nun bereits seit einigen Tagen im Besitz der Firma ist und ich bis dato keine Rücküberweisung erhalten habe. Ob die zuständige Sekretärin wieder in Urlaub ist? Ich berichte weiter...
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2018
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