Dichte-Liste

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Dichte gleich Masse durch Volumen - die Größe des Objektes ist eindeutig wichtig!
Nein, sorry dass ich hier widersprechen muss, denn das ist falsch.
Dazu müsstest etwas mehr über Mathematik und Messtechnik wissen.
Die sich ergebende Toleranz für die Dichte ist von der Toleranz der zwei Messungen abhängig und unwesentlich vom Volumen oder der Masse.
Was Du (falsch) annimmst ist, dass je kleiner (leichter) das Objekt umso größer die Mess-Toleranz. Dies ist nicht der Fall.
Wenn Du einen Stein von 30 Tonnen mit einer Waage misst, welche 10% Toleranz hat ist die Dichte ungenauer bestimmt, als wenn du eine Münze mit einer geeichten Präzisionswaage misst, welche 1 µg Teilung hat und 0,1% Messtoleranz. So ist das halt nun mal.
Es gibt schon einen Faktor, der Vermuten lässt, dass ein kleineres Objekt mit der gleichen Waage ungenauer vermessen wird als ein größeres - nämlich die Toleranzkurve der Waage. es ist nämlich nicht so, dass eine Standard-Waage über den kompletten Bereich immer die gleiche Toleranz hat. Die Waage hat die genaueste Toleranz an 2 Punkten: bei Null und beim Eichpunkt (es gibt auch Waagen mit mehr als einen Eichpunkt). Je näher das Objektgewicht an diese 2 Punkte heranragt, umso kleiner ist die Toleranz der Wägung. Usw. Aber ich befürchte das wird nun etwas zu kompliziert für Dich werden.
Und wie gesagt: In diesem Thread geht es um etwas anderes.
Liebe Grüße
Moni
 
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@Monika_5847,

Dichte ist definiert(!) als Masse pro Volumen.

Wenn du sagst, das ist falsch, hätte dir mein Physiklehrer in der 6. Klasse nur gesagt, "setzen, sechs", und zwar vollkommen zu recht.!

Dein Rumgesülz (sorry ein wohlwollender Ausdruck fällt mir nicht ein) zu Meßungenauigkeiten hat damit nichts zu tun.

Bitte troll doch in einem anderen Forum herum.

Tschüß
 
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Ich denke, hier liegt ein großes Missverständnis vor. Selbstverständlich wird die Dichte eines Körpers als Quotient aus Masse zu Volumen definiert [Quelle: wikipedia]:
1598686309261.png

Aber darum ging es nicht. Es ging darum, dass es für die Messmethode nach der Mohr'schen Waage nahezu irrelevant ist, welche Masse das zu wiegende Objekt hat, um daraus eine Dichte zu bestimmen. Die Dichte lässt sich prinzipiell über drei Methoden bestimmen (es gibt noch mehr):

1) Bei regelmäßigen Körpern mathematisch über entsprechende Längenmessungen.
2) Bei unregelmäßigen Körpern über das Ablesen der verdrängten Flüssigkeit (siehe Anlage "Station_Dichte_Festkoerper.pdf")
3) bei unregelmäßigen Körpern über das Wiegen des Objektes im Wasser mit Hilfe einer Vergleichsmessung. Dazu hatte ich in meinem Phsyikpraktikum ein Versuch mit der sog. Mohr'schen Waage gemacht (siehe Anlage "Praktikumsscript.pdf").

Dabei ist es relativ einfach eine Analysewaage so umzubauen, um damit die Dichte von Münzen nach der Methode nach 3 durchzuführen. Für beispielsweise 20 Heller-Stücke ist die Methode dabei leistungsfähiger als eine Bestimmung über die Leitfähigkeit oder auch RFA. Erstere ist anfällig für minimale Materialverunreinigungen, letzere bestimmt nur die genaue Zusammensetzung der Oberfläche [Manuskript in Bearbeitung].

Wer sich über die Messung der Dichte von Münzen interessiert, dem kann ich Veröffentlichungen von Peter Hammer empfehlen:
  • 1987 Hammer P. - Dichtebestimmung nach der Auftriebmethode und die dabei auftretenden Fehler [Uhren und Schmuck 6, 182,183.185]
  • 2001 Hammer P. et al. - Vergleichende Dichtemessung von Münzmetallen [M&S (7+8), 75-76]
  • 1993 Hammer P. - Metall und Münze, Dt. Verlag für Grundstoffindustrie.

Eine Liste der Dichte von verschiedenen Materialen müsste fast jedes Lehrbuch der Materialkunde, Werkstoffkunde, Baustoffindustrie etc. enthalten. Ich empfehle auch immer wieder einen digitalen Bibliotheks-Zugang zu einer beliebigen Universität. Dort kann man über die Suchfunktionen des Bibliothekenservers praktisch an jegliche Information zu einer aktuellen Fragestellung herankommen. So habe ich mir folgendes Buch heruntergeladen:
  • Horst Czichos et al. - Das Ingenieurwissen - Werkstoffe, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014
Auf Seite 60 ist eine Tabelle "Dichte von Werkstoffen", die über PN gerne bei mir angefragt werden kann.
 

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Gute @navada51 ,

Wenn Du sagst, für die Meßungenauigkeit der Dichtemessung nach einen bestimmten Verfahren sei Masse und Volumen des Testobjekts irrelevant ( es ist egal ob ich einen DDR-5-Pfennig-Alu-Chip oder eine 5-Oz.-Goldmünze nehme), und zum Ergebnis Dichte =X g/ ccm muß ich eine Fehlerungenauigkeit (aufgrund der Meßungenauigkeit) von +-Y hinnehmen und Y sein immer (fast) gleich, so daß das das eine. Hier geht es aber um folgendes:


Dichte gleich Masse durch Volumen - die Größe des Objektes ist eindeutig wichtig!
Direkt Antwort und Zitat des obigen Gitarre:


Nein, sorry dass ich hier widersprechen muss, denn das ist falsch.
...
Und das ist nun wirklich absoluter physikalischer Unsinn.


Im übrigen Frage ich mich wirkllich, ob wir uns hier noch weiter mit der Frage der Antragstellerin auseinandersetzen sollen.
Allein die Idee zur Bestimmung! von Münzen! in einem größeren Lot zunächst die Dichte jeder Münze zu messen um anschließend daraus die Legierungszusammensetzung zu ermitteln und dann zu versuchen die Münze anhand ihrer Legierung zu bestimmen erscheint mir schon mehr als abstrus um nicht direkt zu sagen als Blödfug.
Also entweder Troll oder ... hier will eine einen (Edel)Schrottankauf einrichten und wünscht sich, daß wir die Fleißarbeit für die Zusammenstellung einer benötigten Datenbank abnehmen. Das hat aber mit Numismatik rein gar nichts zu tun . Bezugsquellen wo sie sich ihre Daten zusammenstellen kann hast Du ihr ja genug genannt.

Meiner Meinung nach sollten wir uns lieber wieder mit unseren Münzen und den Münzen unserer Sammlerkollegen und auch den Fragen Unwissender Münchbesitzer zuwenden als uns um sowas wie hier zu kümmer.

Trotzdem, @navada51 , danke für deine wirklich sachdienlichen und guten Ausführungn und Anhänge über die Dichtebestimmungen. (Das ist ernst gemeint und nicht ironisch!)

Gruß
 
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