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Die Euro-Staatsschuldenkrise

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von hh1969, 21. September 2011.

  1. jannys33

    jannys33 Registered User

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    So ganz versteh ich deinen Text nicht.:confused:

    Die ganzen Milliarden die nach Greece geflossen sind, sind gleich weitergeleitet worden zu irgendwelchen Banken, Strom oder Lebensmittel wurden da bestimmt keine von bezahlt.

    Warum sollen Mütter keine Rente bekommen?
     
  2. Euromartin

    Euromartin

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    Hallo jannys33,

    ich beziehe mich nur auf das vor ein paar Tagen im griechischen Parlament
    verabschiedete Notprogramm, über das sich Brüssel (und auch viele deutsche Politiker)
    so aufgeregt haben. Es wird leider immer wieder mit zweierlei Maß gemessen.

    Sowohl Notprogramm als auch Mütterrente sind schlichtweg Geschenke an die Wähler
    von meinem Steuergeld bezahlt.

    Die 200 Mio. adhoc-Unterstützung in Griechenland in Form von Stromzuschuß und
    Essensmarken für diejenigen, die gar nichts mehr haben, halte ich dabei aber für wesentllich sinnvoller.

    Erstens trifft es (voraussichtlich) die wirklich Bedürftigen und zweitens spart die
    brave deutsche Omi das Geld mehrheitlich doch nur, anstatt es in den Konsum zu stecken.
    Volkswirtschaftlich betrachtet also ziemlich dämlich, weil nicht konsumwirksam.

    Und dafür verbrät Deutschland wohl um die vier bis sechs Milliarden Euro jährlich
    zusätzlich. Hätte man stattdessen einfach die Steuerfreibeträge erhöht, würde das
    Geld seinen Weg in den WIrtschaftskreislauf viel schneller finden. An Schuldenabbau
    auch hierzulande wagen wir ja schon gar nicht mehr zu denken.



    Grüße

    Euromartin
     
  3. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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  4. Schlesier

    Schlesier

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  5. Schlesier

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  6. lorry62

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    Ohne an dieser Stelle ne politische Diskussion lostreten zu wollen:

    Griechenlands Regierung führt die übrige EU schon ziemlich am Nasenring durch die Manege. Und wenn dann getroffene Vereinbarungen damit kommentiert werden: "Wir halten uns da sowieso nicht dran" (O-Ton Varoukakis), darf man sich darüber schon gewaltig ärgern.

    Ob dann der Ton immer der richtige ist, steht auf einem anderen Blatt, hat aber nicht unmittelbar mit "Hetze" zu tun
     
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  7. stempelglanz87

    stempelglanz87

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    Die neugewählte griechische Regierung versucht mit ihrem Auftreten dem Land ein bisschen Würde und Souveränität zurückzugeben. Jahrelang hat die sog. Troika das Land am Nasenring durch die Manege gezogen. Privatisierung, Verarmung allerorten. Umverteilung von unten nach oben. Das waren die Rezepte gegen die Schuldenkrise. Ist erstens asozial und hilft zweitens nicht einmal. Und die Eliten der großen Volksparteien haben schön mitgeholfen. Und jetzt kommt die nächste Medienkampagne, die Griechen sollen doch endlich mit Reformen in die Socken kommen. Die Regierung ist noch keine drei Monate im Amt. Wie lächerlich und geistig arm das alles ist.
     
  8. lorry62

    lorry62

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    Also alles die Schuld der "bösen Reichen" ?

    Und gibt´s dann auch keinen Unterschied zwischen der "bösen reichen EU" und den "harmlosen / unbekannten Reichen (Steuerhinterziehern)" ?

    Stellt sich gerade die Frage warum die erste Reform nicht darin bestand, die griechischen Steuerhinterzieher an den Allerwertesten zu kriegen.
    Von keiner griechischen Regierung (auch der aktuellen) wurde/wird bestritten, dass nachweislich zig Milliarden Steuern nicht gezahlt worden sind bzw. gezahlt werden.

    Was im übrigen auch interessant ist: die Reformen, die in Italien, Spanien und Irland gemacht worden sind, entsprechen weitestgehend dem, was auch mit Griechenland vereinbart worden ist.

    Ergebnisse:

    Griechenland zeigt allen die lange Nase und verlangt in immer kürzeren Abständen neues Geld.
    Ansonsten keine strukturellen Änderungen, noch nicht einmal ernsthafte Verhandlungsbereitschaft, sondern ein Auftreten, dass eher an Erpressung denken läßt.

    Oder wie soll man diese Meldung von heute sonst verstehen:
    Griechische Regierung:"Wir zahlen die fälligen 450 Millionen nicht zurück solange keine weiteren 9 Milliarden nicht geflossen sind").


    Portugal will Hilfskredite vorzeitig zurückzahlen - SPIEGEL ONLINE

    Portugal ist mittlerweile so gut aufgestellt, dass es seine Hilfen schon jetzt vorfristig tilgt;

    Irland hat schon fast alles zurückgezahlt.


    Für Spanien gilt im wesentlichen das gleiche: Die Rückzahlungen haben bereits begonnen (ebenfalls vorfristig), außerdem hat Spanien derzeit von allen Ländern, die EH-Hilfen bekommen haben, derzeit mit die besten volkswirtschaftlichen Zahlen und auch die Arbeitslosenzahlen sind rückläufig.

    Haben diese Länder ihre Würde bzw. Souveränität verloren ?


    Außerdem interessant: Spanien und Irland haben aus dem ESM jeweils 26,0 Milliarden bekommen (und auch nicht mehr gebraucht), während Griechenland aktuell bei über 160 (!) Milliarden liegt. Außerdem aktuell sind noch weitere ca. 13 Milliarden fest zugesagt.


    Dann darf man schon mal die Frage stellen, warum ein Land es nicht schafft, was drei andere jetzt schon vorgemacht haben.

    Und zwar ohne sich indirekt als mehr oder weniger asozialer Erbsenzähler hinstellen lassen zu müssen, der nur gegen andere eine Hetzjagd veranstaltet.

    Wenn ich schuld an einer "Hetzkampagne" bin, weil ich die aktuelle Haltung der Griechen für inakzeptabel halte, stelle ich mal die Frage, wer denn gerade die "Hetzkampagne" vom Zaun bricht, die sich gegen die Länder richtet, die die 160 Milliarden aufbringen bzw. aufgebracht haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2015
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  9. lorry62

    lorry62

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    Nicht gaaaanz richtig - die Alternative zum Sparen ist nicht nur der Konsum, sondern auch die Investition. Wenn bei den Banken Omas Sparguthaben liegen, können diese Mittel (statt das Oma sie "verfrißt") auch als Investitionskredite zur Verfügung gestellt werden.

    Und bei den aktuellen Zinsen kann man heute (übertrieben formuliert) gar nicht genug Fremdkapital für seine Investitionen verwenden...
     
  10. Silberheini

    Silberheini

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    Ich kann die Worte des slowakischen Ministerpräsidenten schon nachvollziehen, wenn er sagt, dass es den slowakischen Bürgern schwer zu vermitteln sei, wenn die Slowakei für Kredite mitbürgen soll, die es Griechenland ermöglichen, seinen Mindestlohn, der derzeit mit 586 Euro im Monat bereits deutlich über dem slowakischen Mindestlohn von 380 Euro liegt, auf 751 Euro anzuheben.
     
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