Die Euro-Staatsschuldenkrise

Raphael

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Nur haben die Banken ein neues Problem: Die Investoren holen sich die nötigen Gelder nicht mehr bei der Bank, sie sind oft selber "flüssig" (sogenannte gefüllte Kriegskasse)
 
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Nur haben die Banken ein neues Problem: Die Investoren holen sich die nötigen Gelder nicht mehr bei der Bank, sie sind oft selber "flüssig" (sogenannte gefüllte Kriegskasse)


... die haben mehr als ein Problem.
Bei dem vielen Geld was gedruckt wird , stellt sich bald die Frage : Wohin mit den ganzen Zaster?

Griechenland würde es ja gerne nehmen, aber die wollen nicht nach den Spielregeln der anderen spielen.
Das ganze wird in einer großen Inflation enden, ich hoffe dies nicht-befürchte es aber.

Oder man veranstaltet mal wieder den ein oder anderen Krieg, einen gemeinsamen Feind hat man ja schon auserkoren.
 
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Schlesier;933723 ... Das ganze wird in einer großen Inflation enden schrieb:
Eine zunehmende Inflation ist durchaus möglich - ist aber auch bis einem gewissen Grade gewollt. Aktuell liegt im Euroraum die Inflationsrate unter 1,5 %; eine Rate von ca. 2 % bis 2,5 % wird aber von der EZB (und allen anderen Beteiligten) angestrebt. raten in der Höhe sind auch sinnvoll (lässt sich auch Inder Rückschau auf weltwirtschaftliche Entwicklungen nahweisen).

Wenn´s gar keine Inflation oder sogar ne Deflation (also negative Inflationsraten) gibt, ,macht das auch jede Menge Probleme. Und Deflation zu "bekämpfen" ist schwieriger als Inflation in den griff zu kriegen (siehe z.B. Japan iun den 90er Jahren; gilt bis heute als das "verlorene Jahrzehnt")
 

jeggy

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Nun ist mal wieder Ebbe in der Kasse und was passiert? Die EZB erhöht die ELA (Emergency Liquidity Assistance) mal eben um 400 Millionen Euro. Das ist Staatsfinanzierung noch nicht mal durch die Hintertür, sondern durch den Vorgarten. Da Deutschland für rund 27% der EZB-Verbindlichkeiten haftet, fließen die Gelder, obwohl der Bundestag dies eigentlich an Bedingungen geknüpft hat.
Das ist doch nur recht und billig. In einem Staatenbund bzw. vor allem in dessen Binnenmarkt
kann es nur Gewinner geben, wenn es auch Verlierer gibt, Gewinner gewinnen ja vor allem
auf Kosten anderer und nicht vor allem, weil sie Gewinn aus dem Nichts schöpfen - diese Tatsache
wird von Menschen, die gedanklich nichts ausser Opportunismus zulassen, sehr gerne übersehen.
Verlierer aus dem System zu kicken bedeutet jedoch nichts anderes, als dass man am Ast sägt,
auf dem man sitzt. Da ändern auch irgendwelche Bundestagsbedingungen nichts daran.

Ich pfeife auf die EU in der jetzigen Form.
Das tu ich unter anderem aus opportunistischen Beweggründen schon seit deutlich über 10 Jahren ;)
 

jeggy

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Helikopter-Ben meint: Deutschland ist ein Problem
Germany's trade surplus is a problem | Brookings Institution,
insbesondere die zu positive Aussenhandelsbilanz.

Also, Deutschland, hier ist was zu tun ist:
  1. Mehr in öffentliche Infrastruktur investieren
  2. Lohnniveau der Arbeiterschaft erhöhen
  3. Steuererleichterungen, Bau-, Handels- und Dienstleistungsvorschriften
    und Finanzregulierungen weniger streng gestalten.
 

Raphael

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Hallo jeggy

Sei froh, dass du in einem demokratischen Land lebst. Für die Wiederholung solch blasphemischer Sprüche wärst du in Deutschland sofort mit der Verbannung "belohnt" worden :D Schäuble kennt da kein Pardon!
 

hh1969

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Nicht totzukriegen, das Thema. Und die nächste Lunte brennt bereits:

Deutsche-Bank-Ökonom fordert 150 Mrd-EU-Programm zur Bankenrettung

Berlin, 10. Jul (Reuters) - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank fordert ein 150 Milliarden Euro schweres EU-Programm zur Bankenrettung. "Man wird nicht umhinkommen, ein größeres Programm zur Rekapitalisierung der Banken aufzulegen", sagte David Folkerts-Landau der "Welt am Sonntag". Die USA hätten dies 2008 mit einem mehrere hundert Milliarden Dollar unfassenden Plan vorgemacht. Für Europa müsse es nicht so viel Geld sein. "Mit 150 Milliarden Euro lassen sich die europäischen Banken rekapitalisieren."

In Europa drohe den Banken eine langsame, langfristige Abwärtsspirale. Die Institute säßen auf notleidenden Krediten im Volumen von zwei Billionen Euro. Die EZB-Strafzinsen belasteten die Finanzindustrie, und die niedrigen Aktienkurse machten es sehr schwer, frisches Eigenkapital am Markt zu besorgen. "Wir erleben Krisen in immer kürzeren Abständen. Und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo Wachstum herkommen soll."

Besondere Aufmerksamkeit erfordere Italien, sagte Folkerts-Landau. Dort steige die Schuldenquote weiter, und die Banken des Landes hätten notleidende Kredite von 350 Milliarden Euro in ihren Büchern. "Aber das dürfte eher eine Untergrenze sein."

Die neue EU-Bankenrichtlinie erlaube eine gewisse Flexibilität, erklärte der Ökonom. "So dürfen Staaten den Instituten unter bestimmten Voraussetzungen und für eine sehr limitierte Zeitspanne Kapital zur Verfügung stellen." Die Richtlinie verlange aber, dass zunächst die privaten Eigentümer und Gläubiger für acht Prozent der Zahlungsverpflichtungen aufkämen, bevor der Staat einspringen dürfe.


Da gehen unsere nächsten Steuermilliarden hin. EU sage ich da nur....
 
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