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Die globale Verödung der Münz-Materialien

Dieses Thema im Forum "Münzneuheiten aus aller Welt" wurde erstellt von redlock, 4. Mai 2016.

  1. redlock

    redlock

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    Weder die Größe der australischen Cent Münzen (zu groß), noch deren Material (zu teuer) ist zeitgemäß. Die Neuseeländer haben es vor ein paar Jahren vorgemacht. Jetzt ist halt Australien dran. Wenn die Produktion eines 5c Stücks 6c kostet, läuft halt was falsch.
    Bin mal gespannt, wann das 50c Stück ''überarbeitet'' wird.
     
  2. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Die Australier sind inzwischen auch fast die einzigen, die so kleine Nominale noch aus Vollmatrial Cu-Ni herstellen. Die meisten anderen machen das Zeug aus beschichtetem Stahl.
    Aber mich wundert der angeblich so hohe Kostenaufwand von 6 Cents schon. Was kosten denn dann die US Nickels in der Produktion?
     
  3. redlock

    redlock

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    Im Fiskaljahr 2014: 8,09 Cent pro Münze. Yup, die US Mint macht heftig Verlust mit der gegenwärtigen 5 Cent Münze.
    Siehe Seite 2 unten:
    http://www.usmint.gov/about_the_mint/PDFs/2014-rd-biennial-report.pdf
     
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  4. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Aber mit den Dimes und Quarters machen sie fette Gewinne.
    Die Herstellung eines Dimes kostet unter 5 Cents und die Herstellung eines Quarters in etwa das gleiche wie ein Nickel.

    Hatten die nicht mal vor ihre Münzen aus anderem Matrial herzustellen? Ich bin sicher, die würden einen Haufen Kohle sparen, wenn sie die Nickels aus galvanisiertem Stahl herstellten.
     
  5. Seltengast

    Seltengast Moderator Mitarbeiter

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    Die globale Verödung der Münz-Materialien ist ein interessantes Diskussions-Thema, was das Thema "Münzneuheiten" sprengen würde. Vielleicht könnte ein Mod die letzten Beiträge entsprechend verschieben?
     
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  6. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Das ist in der Tat ein wichtiges Thema.

    Ich bin der Ansicht, dass sowohl die kanadischen 1 Dollar Münzen, als auch die kanadischen 2 Dollar Münzen leicht noch aus anderen Materialien hergestellt werden können, und nicht aus diesem billigen Stahl-Schicht-Zeug.
    Alleine die Farbe der Messingbeschichteten Münzen wird nach kurzer Zeit im Umlauf extrem unansehnlich.
    Das einzige, was die kanadischen Dollar-Nominale jetzt noch attraktiv macht, sind die teils gelungene Gestaltung und die durchaus ansehnlichen Fälschungssicherheits-Ahornblätter.
    Ich frage mich allerdings, ob das nicht auch mit anderen Metallen gegangen wäre.

    Noch schlimmer finde ich allerdings die kupferbeschichteten Zink-Cents der Amis. Das Zeug haben die Kanadier und andere Länder für ihre kleinsten Nominale teils auch verwendet. Schrecklich. Nicht mal als Smashed Penny (Elongated Coin / Souvenier-Prägung) finde ich die toll, weil im Gegensatz zu den beschichteten Stahlmünzen bei den Zink-Dingern die Kupferschicht aufreißt und man gescheckte Prägungen bekommt.

    Schichtwerkstoffe haben in Form von Magnimat durchaus ihre sinnvollen Gründe.
    Auch bei den Kleinstnominalen habe ich lieber aus Schichtwerkstoff gefertigte Münzen als gar keine (aber bitte Stahl und nicht Zink).
    Die größeren Nominale sollten meines Erachtens aus Buntmetall oder Magnimat-artigem Matrial sein.
    Sieht meist besser aus, klingt besser, hat definierte aber unterschiedliche Materialeigenschaften, macht mehr her.
     
  7. redlock

    redlock

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    Die RCM stand halt unter dem Druck der damaligen konservativen Regierung die Kosten zu senken (bzw. die Gewinne zu verbessern). Da musste eben die metallische Zusammensetzung der Dollar Münzen geändert werden. Da wurde es dann leider das ''Stahl-Schicht-Zeug.''


    In dem oben verlinken pdf steht in der Tat mehr dazu. Ergebnis eines ''Gutachten'' der US Mint:
    Zwar würde die US Mint in der Tat Einsparungen haben (geschätzt $46-57 Mio.) , aber den ''Nutzern'' der Geldstücke würden Kosten in Mrd. Höhe entstehen (geschätzt $2,4-6 Mrd.).
    Mit Blick auf Kanada (die haben den ''Metallwechsel'' durchgezogen) bin ich sehr skeptisch ob die Kosten, die die Lobby errechnet hat, wirklich stimmt.
    Anders ausgedrückt: Die Lobby für den Beibehalt des gegenwärtigen Zustands war erfolgreicher, als die Modernisierer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2016
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  8. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    In Großbritannien haben die das bei den 5 und 10 Pence einfach durchgezogen und die staatlichen Einsparungen von soundsoviel Millionen Euro auf Kosten der Automatenbetreiber, die ein Vielfaches der Kosten hatten, durchgedrückt.
    Wurde von der britischen Wirtschaft sehr kritisiert.
     
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