Die Goldmark fällt und fällt

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Moin!

So langsam kommt einen das Grausen bei der Goldmark:

Waren vor 2 Monaten noch Preise knapp über 300,-- normal, so hält sich der Preis bei eBay derzeit bei unter 260,--, Tendenz: fallend. 250,-- werden zumindest angekratzt.

Damit sind GM und €100,-- annähernd gleichwertig.
 

Raphael

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Hallo tk2507

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So langsam kommt einen das Grausen bei der Goldmark:
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Verstehe ich nicht, erst jetzt können sich viele Sammler die Münze doch leisten, so sind zum Beispiel für einen Schüler 250 € immer noch ein Batzen den sie ohne Unterstützung der Eltern nicht schaffen.

Ich freue mich wenn die Preise für Münzen auf dem Teppich bleiben. Münzen sammeln soll ein Hobby sein, dass der breiten "Masse" zugänglich sein sollte und in keiner Weise elitär sein.
 

Tom 064

Schwabe
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Finde ich auch. Runter mit den Preisen!

Würde mir auch noch ein paar zulegen. Die 1000 € waren doch auch vom DMM publiziert worden, wenn ich mich nicht irre.
 

hegele

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Re: Re: Die Goldmark fällt und fällt

Original geschrieben von Markus V.
Das finde ich sehr gut, sobald mein Limit von 250 € unterschritten wird schlage ich zu und komplettiere meinen Satz :)

Wo sind eigentlich die Experten die Preise von 1000 € bis Jahresende vorhergesagt haben ? Wird ja langsam eng :p
Markus
Für 249 € würde ich Dir auch noch eine Goldmark abgeben.
 
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Auf der Münzbörse heute in Wiesbaden sind vereinzelt auch Goldmärker für 250 Euro verkauft worden.

Gruß Hoinzje
 
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Moin,

bei RTL wurde gestern von momentanen Wert von 600-700€ gesprochen...:D
 
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Original geschrieben von Raphael


Ich freue mich wenn die Preise für Münzen auf dem Teppich bleiben. Münzen sammeln soll ein Hobby sein, dass der breiten "Masse" zugänglich sein sollte und in keiner Weise elitär sein.
Sehe ich genau so !
Bei € 200.-- schlage ich zu, um eine große Lücke zu schließen.

Gruß Cooky:)
 
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Zusammenbruch

Der ganze Schwindel scheint langsam zusammenzubrechen. Wir haben es hier mit dem Phänomen der Übermünzung zu tun. Dieser Begriff beschreibt die Ausgabe von Edelmetallmünzen in großer Zahl zu weit unter dem Materialwert liegendem Nennwert. Solche Stücke werden gemeinhin als Pseudomünzen bezeichnet. Ergebnis ist zunächst ein gewaltiger, den Materialwert übertreffender Marktwert, der immer weiter ansteigt und dem Staat einen großen Münzgewinn einbringt. Händler und Spekulanten verkaufen die Stücke hin und her, dabei den Preis immer höher treibend. Ernsthafte Sammler beteiligen sich angesichts des Charakters der "Münze" als eines reinen Spekulationsstücks an der ganzen Aufregung aber nicht in dem Maße, das nötig wäre, den Höhenflug zu erhalten - oder es sind einfach zu viele Stücke auf den Markt geworfen worden. Das Ergebnis ist das selbe: Die Nachfrage fällt in sich zusammen; die Spekulanten kriegen ihre überteuert gekauften Stücke nicht mehr los; der Preis stürzt; der Staat hat den großen Reibach gemacht. Es ist wie an der Börse: Die TK-Aktien wurden künstlich hochgejubelt. Das ging so lange gut, wie die Leute sich dumm reden ließen. Als die Ersten merkten, daß dem ins Gigantische gesteigerten Kurs keine Deckung gegenüber stand, brach die Chimäre zusammen. Moral: Aktien und Pseudomünzen sind nur für diejenigen eine gute Geldanlage, die den Scheitelpunkt erkennen und den Schrott rechtzeitig abstoßen.

Ralf
 
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Hohe Preise = Schwindel

das ist aber m. E. eine sehr seltsame Gleichung. :confused:

Wer hat denn zum Scheitelpunkt mittels fast schon händeringender Anfragen und Anzeigen den Preis mit heraufgetrieben bzw. oben gehalten ?

Die Antwort lautet: Münzhändler, schon vergessen ?

Die haben sicher nicht zu so hohen Preisen gekauft (~ 350 E), weil sie mit der Goldmark spekulieren wollten, sondern weil sie sonst beim Befriedigen der damaligen Nachfrage nicht nachgekommen wären.

Dass sich das inzwischen wieder beruhigt hat (auch weil der Euro momentan so ziemlich alles andere überstrahlt) sehe ich als eine im Prinzip normale und gesunde Marktentwicklung.

Und das Märchen mit der wahre Wert einer Münze ist sein Materialwert würde ich einmal ganz schnell vergessen, das trifft maximal bei Anlagemünzen (Philarmonikern, Krugerrand,...) zu bzw. bei Münzen die vom Markt absolut nicht akzeptiert werden oder in viel zu hoher Auflage produziert wurden.
 
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Goldmarkabsturz

Eben das sage ich ja - Händler und Spekulanten haben den Preis künstlich hochgejagt, indem sie die Münzen zuerst gehortet und dann immer wieder hin und her verkauft und damit verteuert haben, bevor sie sie an "echte" Sammler abgegeben haben. Dieses Verfahren hat Herr Honscha in bemerkenswerter Offenheit schon vor Monaten hier beschrieben. Und was den Materialwert angeht: Natürlich hat der mit dem Sammlerwert wenig zu tun, aber darum geht es mir ja auch gar nicht. Ich habe lediglich das Verfahren beschrieben, mit dem der Staat den Münzgewinn hochtreibt. Pseudomünzen (Nennwert weit unter dem Materialwert) gelangen garantiert nie in den Zahlungsverkehr, denn keiner ist so verrückt, z.B. die Goldmark zum Nennwert von 1 DM an der Kasse abzugeben. Der Staat reguliert also den Umlauf auf Null und kassiert bei der Ausgabe einen mehrhundertfachen Aufschlag.

Nennwert < Materialwert < Ausgabeaufschlag < Händlerverkaufspreis > Händlerankaufspreis => Nachfragerekord = (Münzgewinn+Spekulationsgewinn) > Dauernachfrage => Überangebot = Preisverfall = Sammlerverlust

Nach dieser Formel machen der Münzherr und die Spekulanten ihren Gewinn und die Sammler ihren Verlust.

Ralf
 
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> Händler und Spekulanten haben den Preis künstlich
> hochgejagt, indem sie die Münzen zuerst gehortet und dann
> immer wieder hin und her verkauft und damit verteuert haben,
> bevor sie sie an "echte" Sammler abgegeben haben.

Das klingt mir mehr nach Märchen aus 1001-Nacht. Der Preis von insgesamt 500.000 "Goldmärker" lässt sich nicht so einfach nach Belieben steuern, wie Du Dir das offensichtlich vorstellst. Die lange erzwungene "Enthaltsamkeit" an neuen deutschen Goldmünzen hat einfach zumindest zeitweise zu einem hohen Nachfrageüberhang geführt, was die dementsprechenden Folgen beim Preis gezeitigt hat. Das funktioniert(e) also auch ganz ohne Deine "Verschwörungstheorien".

> ...Der Staat reguliert also den Umlauf auf Null und kassiert bei
> der Ausgabe einen mehrhundertfachen Aufschlag.

Da ist aber ein ziemlicher Wurm drinnen in Deiner Rechnung. Denk an den Materialwert der Goldmark und an den Ausgabepreis, dann wirst Du sehen, dass die Behauptung "der Ausgabe mit einem mehrhundertfachen Aufschlag" leider ziemlich daneben liegt...

Alexander
 
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@ Alex

Lieber Alexander, Du verstehst nicht, was ich meine. Vielleicht drücke ich mich auch nicht klar genug aus. Zunächst mal: Der Preis ist natürlich manipulierbar. Sieh Dir nur an, wie an der Börse bestimmte Werte hochgejubelt wurden und dann wie ein Kartenhaus zusammenbrachen. Da wurden Millionen und Abermillionen vernichtet, die Anleger gezahlt hatten, ohne daß die von ihnen erworbenen Aktien tatsächlich auch nur einen Cent wert gewesen wären. Und zur Goldmark: Wenn die Händler -wie geschehen- Zigtausende Stücke dem Markt entziehen, statt die Nachfrage zu befriedigen, jagen sie logischerweise den Preis hoch. Und zuletzt zum mehrhundertfachen Aufschlag. Der Aufschlag steht für den Münzherrn, d.h. den Staat, niemals im Verhältnis zum marktabhängigen Material-, sondern immer zum von ihm selbst festgesetzten Kurswert, denn er muß ja den Verlust ausgleichen, der sich aus der Unterwertigkeit des Zahlungsmittels ergibt, übersteigen die Herstellungskosten doch den Nennwert bei weitem. Der Aufschlag ist im Augenblick der Ausgabe die Differenz zwischen Kurswert und Materialwert zzgl. Münzgewinn. Hat eine Pseudomünze z.B. einen Materialwert von 10 Euro und einen Nennwert von 1 Euro sowie einen Ausgabepreis von 100 Euro, beträgt der Aufschlag nicht das Zehn-, sondern das Hundertfache. Der Staat muß nur dafür sorgen, daß der Aufschlag auch den Materialwert erheblich übersteigt. In meinem Beispiel beträgt der Verlustausgleich für den Unterwert der Münze 9 Euro und der Münzgewinn 90 Euro, der Aufschlag also 99 Euro. Darauf werden dann noch die Gewinnspannen von Händlern und Spekulanten gesattelt, bis das Stück z.B. für einen Spitzenpreis von 500 Euro bei einem Sammler landet. Nach ein paar Monaten, wenn der Rausch vorbei ist, pendelt sich der Preis bei sagen wir 300 Euro ein, und das ist kein Märchen, sondern -siehe Goldmark- Realität.

Ralf
 
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Immer diese Vergleiche mit dem Aktienmarkt. :confused:
Das sind doch zwei ganz verschiedene Paar Schuhe, nur deswegen weil auf beiden Märkten Preise steigen oder fallen, braucht man doch nicht immer wieder künstliche Parallelen herbeizuziehen.

Da wäre es schon wesentlich sinnvoller Vergleiche z. B. zum Kunstmarkt allgemein heranzuziehen: auch hier (Architektur, Malerei, im Bereich der gehobenen Mode, etc.) gibt es Phasen, wo gewisse Epochen und Stilrichtungen "in" oder "out" sind, mit der jeweils entsprechenden Preisentwicklung. Das ist doch alles absolut nichts Neues und ich halte nichts davon, in alles "Geheimverschwörungen" etc. hineinzuinterpretieren.

Die Goldmark war eine Zeitlang absolut "in", man braucht sich ja nur die Forumsthreads und -beiträge aus dieser Zeitspanne anzuschauen, "jede(r)" wollte sie haben (nach Möglichkeit von allen fünf Prägestätten) und in dieser Phase ist halt der Preis hochgegangen. Nachdem sich das im wesentlichen beruhigt hat, ist peu à peu auch der Preis dieser Entwicklung gefolgt. So what. :p

> Der Aufschlag steht für den Münzherrn, d.h. den Staat, niemals
> im Verhältnis zum marktabhängigen Material-, sondern immer
> zum von ihm selbst festgesetzten Kurswert, denn er muß ja
> den Verlust ausgleichen, der sich aus der Unterwertigkeit des
> Zahlungsmittels ergibt, übersteigen die Herstellungskosten
> doch den Nennwert bei weitem. Der Aufschlag ist im Augenblick
> der Ausgabe die Differenz zwischen Kurswert und Materialwert
> zzgl. Münzgewinn. Hat eine Pseudomünze z.B. einen
> Materialwert von 10 Euro und einen Nennwert von 1 Euro
> sowie einen Ausgabepreis von 100 Euro, beträgt der Aufschlag
> nicht das Zehn-, sondern das Hundertfache. Der Staat muß nur
> dafür sorgen, daß der Aufschlag auch den Materialwert
> erheblich übersteigt. In meinem Beispiel beträgt der
> Verlustausgleich für den Unterwert der Münze 9 Euro und der
> Münzgewinn 90 Euro, der Aufschlag also 99 Euro.

Im Prinzip sind Deine diesbezüglichen Ausführungen wohl richtig und auch recht interessant, aber trotzdem ist für mich der "echte" Aufschlag nur das Verhältnis Materialwert zu Ausgabepreis - Herstellungs-/Vertriebskosten, weil nur dieser Aufschlag determiniert, was der Staat tatsächlich einnimmt an der Emission. Und das war wohl sowohl im Fall der Goldmark als auch im Falle der "Goldis" ziemlich wenig von der Spanne her, vor allem im internationalen Vergleich. Ob der Staat z. B. auf die Goldmark nun 1 DM, 10 DM oder 50 DM darauf prägt, macht für seinen tatsächlichen Erlös genau 0 cent Unterschied, macht allenfalls einen (eher theoretischen) Unterschied auf die Höhe des gesamten Geldumlaufes.
 
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Der Staat hat an der Münze kaum verdient weil einfach Gold der Bundesbank genommen wurde und der Ausgabepreis nur unwesentlich über dem damals aktuellen Goldpreis lag.

1. Die Goldmark ist nach den Bestimmungen der American Numismatic Association ganz klar eine Pseodomünze.

2. Der überteuerte Preis resultierte durch den Kauf vieler Nichtsammler die eine Erinnerung haben wollten. Durch die Medienberichte haben viele Nichtsammler die "Münze" verkauft und den Gewinn eingestrichen.

3. Ist die Goldmark ein typisches Beispiel für die unseriöse Ausgabepolitik für Münzen.
 
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Hallo,

meines Wissens sind die Erlöse aus dem Verkauf der Goldmark überwiegend in Stiftungen geflossen. Ein nicht unerheblicher Teil kam der Museumsinsel Berlin zu gute. Ich glaube das Stand auch in einer Ausgabe der Zeitschrit Münzen & Papier. Der Staat war meines erachtens nicht weiter beteiligt, mal abgesehen von der Zustimmung aufgrund ihres Münzrechtes, alles andere ging von der Bundesbank aus.
 
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Original geschrieben von CarstenB.
Hallo,

meines Wissens sind die Erlöse aus dem Verkauf der Goldmark überwiegend in Stiftungen geflossen. Ein nicht unerheblicher Teil kam der Museumsinsel Berlin zu gute. Ich glaube das Stand auch in einer Ausgabe der Zeitschrit Münzen & Papier. Der Staat war meines erachtens nicht weiter beteiligt, mal abgesehen von der Zustimmung aufgrund ihres Münzrechtes, alles andere ging von der Bundesbank aus.
...weswegen die Aufschrift auf der Rückseite ja auch nicht "Bundesrepublik Deutschland" sondern "Deutsche Bundesbank" lautet, auch wenn das Münzregal beim Bund liegt.
Mir erscheint die Argumentation mit dem bewußten Hochtreiben der Preise unplausibel. Natürlich kann es zu einem Bubble (um mal bei den Aktienmärkten zu bleiben) kommen. Um aber im Sinne einer Verschwörung die Preise so zu treiben müßte ja eine konzertierte Aktion vieler Händler eingeleitet werden und der Bund hat dazu ja wohl wirklich auch kaum die Möglichkeit. Die Goldmark war halt einfach "in". Außerdem scheint es mir ziemlich viele Leerverkäufe zu geben. Man muß sich nur einmal ansehen, wie viele Münzen von Leuten verkauft werden, die sie noch gar nicht besitzen, nur auf Verdacht. Die müssen sich natürlich nachher eindecken.
 
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Also nehmt es mir nicht übel, abe reuro Verschwörungstheorie ist doch ein Lacher. Der Preis wurde nicht durch die Händler und Spekulaten so in die Höhe getrieben, sondern durch die enorme Nachfrage von Sammlern und vor allem auch von Nichtsammlern. ich kenne viele die sich eine Goldmark als Erinnerung aufgehoben haben, ohne sonst Münzen zusammeln. Außerdem sollte man immer bedenken, dass nicht das Angebot allein, sondern auch die Nachfrage den Preis bestimmt.
Was die Schätzungen von MDM angeht halte ich mich zurück, die sind immer etwas arg optimistisch und gehen von Ihren VK Preisen aus. Das kostet die Goldmark ja schon 675 Euro! Also erhöhen Sie am 31.12. den Preis auf 1000 Euro und hatten mit Ihrer Schätzung recht. ;)
 

w_pilz

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???

Ich möchte hammerhai zustimmen. Die Diskussion geht doch schon langsam ins wissenschaftliche. Bleiben wir doch bei den Tatsachen:
1. Angebot und Nachfrage regeln den Preis
2. Der realistische Preis pendelt sich immer nach einer gewissen
Anfangseuphorie ein.
3. Niemand war gezwungen, an der übertriebenen Jagd teil-
zunehmen.

Warum muss man immer alles auf "Teufel komm´ raus" sofort haben? Lehnt euch alle zurück, beobachtet den Markt.
Ich wage die Vorhersage: In 5 Jahren bekomme ich die Medaille!! zum Ausgabepreis plus 50%, unsere Kinder werden nur noch den Materialwert erzielen. Diejenigen, die spekulativ handel, werden auf die Schnauze fallen!!

Wolfgang
 

hegele

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Re: ???

Original geschrieben von w_pilz
Warum muss man immer alles auf "Teufel komm´ raus" sofort haben? Lehnt euch alle zurück, beobachtet den Markt.
Ich wage die Vorhersage: In 5 Jahren bekomme ich die Medaille!! zum Ausgabepreis plus 50%, unsere Kinder werden nur noch den Materialwert erzielen. Diejenigen, die spekulativ handel, werden auf die Schnauze fallen!!
Wolfgang
Wolfgang, das tut richtig gut, die eigene Meinung von kompetenten Leuten untermauert zu wissen. Ich hab auch schon mehrmals geschrieben, daß man nicht immer alles sofort haben muß. Und Spekulanten dürfen gleich auf die Schnauze machen.
 
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Wer kann schon in die Zukunft sehen...

Ich sage immer: Wenn all' die Finanzexperten so genau Bescheid wissen, warum sitzen sie dann als kleine Anlageberater in der örtlichen Sparkasse...

Und: Manch' einer hat mit der Goldmark sicher gute Spekulationsgewinne gemacht. Auch ich hätte um ein Haar einen Satz für EUR1.700 ersteigert... jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe.

Eines ist aber sicher: Ungeduld ist selten ein guter Ratgeber.

Gruss,
Malte
 
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Re: Wer kann schon in die Zukunft sehen...

Original geschrieben von malte71


Eines ist aber sicher: Ungeduld ist selten ein guter Ratgeber.

Gruss,
Malte
Dem kann ich mich nur anschließen. Wer nur kauft, der sammelt nicht mit Herz und verliert auch schnell die Freude daran. Natürlich ist man seit Anfang diesen Jahres am Neubeginn einer Sammelära und viele Sachen konnte man zum Ausgabepreis bekommen, also so billig wie vielleicht nie wieder. Aber das war kein Sammeln im eigentlichen Sinne, sondern ein Kaufen.
Mir macht die Eurosammlung auch nicht soviel Freude wie die DM Sammlung. Hier hat nahezu jedes Stück eine Geschichte. Beim Euro gibt´s nur eine Rechnung.;)

Aber das ist nur meine eigene, subjektive Meinung. Jede/r sollte das tun und sammeln (kaufen) was er/sie möchte.;)

Noch was zum Thema. Bei der Goldmark bin ich auch noch lange nicht komplett, aber ich kann warten.;)
 

Tom 064

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Ich bin sicher keiner der glaubt mit der Goldmark in 30 Jahren meinen Ruhestand zu finanzieren, aber das mit dem Materialwert halte ich etwas übertrieben.

Trotzdem bin ich recht froh nur eine zum Ausgabepreis erhalten diese eine in meine DM-Sammlung integriert und keine 4 weiteren angeschafft zu haben.

Die "Münzmedaille" ist ein Stück Geschichte und wird es auch bleiben vor allem für unsere Enkel. Das Preisniveau bleibt auch meines Erachtens immer ca. 70 - 100 Prozent über dem Ausgabepreis. Wenn nicht....auch wurscht, oder?
 

w_pilz

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Sünde

Also ich muss was beichten: Bei ebay hat ein Verkäufer 2 Stück zum Ausrufpreis von 200 Euro angeboten. Dieses Angebot fiel mir zufällig auf, weil es unter einer ganz anderen - eigentlich uninteressanten Rubrik - platziert war. Ich hab mal spasseshalber mitgeboten, um einfach zu eröffnen.
Ihr glaubt nicht, was passiert ist: ich habe den Zuschlag bekommen!!!!!!!!!!!!!!
2 Stück für 200 Euro (grins)


Wolfgang
 
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also ich muss nun auch mal was zu diesem Thema sagen, obwohl es mich überhaupt nicht interessiert: Der ganze EURO- Gold DM-Rummel hat doch nach meiner Meinung mit Numismatik nicht das geringste zu tun.
Hier geht es doch nur um Invest und sonst um nichts. Wer allerdings glaubt, damit irgendwann Gewinne erzielen zu können, den wird die Ralität sehr schnell eines besseren belehren.

Wie einer meiner Vorredner schon sehr treffend festgestellt hat, wird großes Heulen und Zähneknirschen dann eintreten, wenn man das Zeug irgendwann wieder veräußern will und keiner da ist, der das haben will, weil nämlich das Zeug millionenfach und kiloweise allen möglichen Kellern, Speichermn oder sonstwo gehortet wurde.
Das Ganze ist doch nur eine künstlich hochgepuschte Geschichte, die der wirkliche Sammler mit einem Lächeln und Schulterzucken quittiert und sich seinen Teil denkt....

Meine Meinung!
corrado26
 
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Hallo Corrado26,
zunächst einmal muss ich sagen, dass ich es sehr begrüße, dass Du hier Beiträge schreibst, da Du ganz sicher von vielen Münzen große Ahnung hast, die sehr wertvoll für den Informationsaustausch hier im Forum sind.

Vielleicht wirst Du aber auch verstehen, dass man nicht einfach den aktuellen Euro-Münzboom als "nicht numismatisch" abtun kann. Ich denke, dass es sich einfach um eine neuere Entwicklung in der Numismatik handelt, die durchaus ihre Daseinsberechtigung hat und bei denen auch weiterhin hohe Preise bei einzelnen Münzen oder Münzsets bestehen bleiben werden (auch wenn sicherlich im Moment einiges eher auf eine Spekulationsblase hindeutet).
Und es ist vielleicht auch ein Weg, auf dem jüngere Leute mit der "Numismatik" in Deinem Sinne in Kontakt kommen, weil sie sich plötzlich nicht mehr nur noch für Euros interessieren. Ansonsten sind es doch heute vorwiegend Rentner, die sich mit altdeutschen und anderen alten Münzen auseinandersetzen. Und wenn diese Generation einmal verstirbt, muss es doch Nachwuchs geben, weil sonst auch hier die Preise verfallen, wenn reichlich Nachlässe aufgelöst werden, ohne dass neue Nachfrager hinzukommen.
 
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Da möchte cih Dir zustimmen, Joro_73. Es ist begrüßenswert, dass sich nun mehr Leute für Münzen interessieren. Natürlich gibt es auch Leute, die sich aus reinen Spekulationsmotiven dafür interessieren, aber ich denke das ist normal und nicht sooo dramatisch. Schließlich hat es auch immer schon leute gegeben, die aus Spekulationsgründen Gemälde oder was auch immer gesammelt haben. Entscheidend ist m.E. , dass sich zunehmend Leute mit Münzen auch ernsthaft auseinandersetzen. Übrigens ist auch selbstverständlich, dass von diesen viele (noch) nicht über so ein großen Fach- und Faktenwissen verfügen. Man sollte sie aber jetzt auch nicht vergraulen, indem man sie als Nicht- oder Amateurnumismatiker abtut. Dann werden sie diesem Hobby schnell wieder den Rücken kehren. Sie müssen dagegen an die Hand genommen werden, dann bringen sie der gesamten Sammlergemeinde Nutzen!

In diesem Sinne sollten wir uns freuen!

Viele Grüße
Michael
 

w_pilz

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ich kann dir nur zustimmen, Joro...,
und ich bin dankbar, dass an dieser Stelle auch mal ein anderes Thema angekratzt wird, als Euros.
Ich habs an anderer Stelle schon mal angedeutet und finde leider Bestätigung, wenn ich die Forumsentwicklung, was die Themen betrifft, mit Sorge betrachte.
Natürlich bewegt das Sammelgebiet Euro zur Zeit viele, aber verdammt nochmal, wo sind den die Sammler der anderen deutschen Gebiete? Dieses Forum bewegt sich immer mehr auf ein "Spezialforum Euro" zu, und gerade die neuen Interessenten werden sich nicht beteiligen, wenn deren Sammelgebiet hier einschläft. (Ausnahme Kaisserrreich)
Nur zur Klarstellung: Ich habe absolut nichts gegen Eurosammler!

Wolfgang
 

Tom 064

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Ich möchte nicht wieder eine neue Runde der Diskussion "böser Spekulant" vs. "guter Numismatiker" anfachen. Fakt ist aber, dass es schon immer Münzen gegeben hat, die aus unterschiedlichen Gründen, stark im Preis schwankten.

Es ist völlig unerheblich aus welchen Gründen man Münzen sammelt oder damit spekuliert.

Ich habe auch schon festgestellt, dass ich bei kaum einem Thread mehr mitschreiben kann, weil ich mich einfach nicht mehr genügend auskenne. Da ich im Januar schon beschlossen habe mich nicht um die EURO-Nachbarstaten zu kümmern, bin ich jetzt was das Wissen angeht nicht mehr auf dem Laufenden.

Der Euro IST jetzt nun einmal unsere Währung und ein schönes und vielfältiges Sammelgebiet bei dem viele Leute das Sammeln erst entdeckt haben.

Die Geburt einer Währung ist doch was, was andere Generationen vielleicht - oder ziemlich sicher - nicht erleben werden - ergo

wie sagt Michael

freuen wir uns !
 
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Ein Punkt, den ich noch erwähnen möchte, ist auch, dass der Euro-Boom das Münzsammeln wieder aktuell gemacht hat. Endlich kann man sich mal mit Leuten über Münzen rege unterhalten, die einen vor einem Jahr noch mitleidig angeschaut hätten. Plötzlich verstehen zudem viel mehr Leute, was es mir bedeutet, wenn sie von irgendwo auf der Welt Münzen mitbringen. Ich finde die Entwicklung jedenfalls extrem positiv. Und, Wolfgang, ich würde mir keine Sorgen machen, in Zukunft werden immer mehr Münzsammler der älteren Münzgeschichte in dieses Forum stoßen. Viele sind einfach noch nicht online oder haben einfach dieses Forum als Austauschtreff noch nicht gefunden.
 
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"Ansonsten sind es doch heute vorwiegend Rentner, die sich mit altdeutschen und anderen alten Münzen auseinandersetzen"

Das ist ja nun eine Behauptung, die man nicht unkommentiert stehen lassen kann. Zeige mir einen deutschen Durchschnittsrentner, der das Geld hat, sich altdeutschen Münzen zu widmen, oder meisnt Du Drei- und Vierfachtaler lassen sich mit einer Rente finanzieren? Gewiss nicht.....Wenn Du dieser Meinung bist, dann hast Du eine gewaltig falsche Vorstellung von dem, was Du eines Tages als Rente erhalten wirst............
Das Ganze hat doch nichts mit dem Alter zu tun. Ich habe mein ganzes Leben lang altdeutsche Münzen gesammelt und wäre niemals auf die Idee gekommen, mir DM-Stücke oder Pfennige zuzulegen, das war für mich geschichtsloses Geld, so wie es heute der Euro ist. Ich habe damals angefangen mit den Talern aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, einfach weil mich das Thema brennend interessiert hat, dazu musste ich nicht hingeführt werden, das kam ganz von alleine. Und nach meiner Meinung hängt das ganze damit zusammen, ob jemand ein gewisses Geschichtsbewusstsein hat oder nicht und das wiederum hängt vielleicht mit der Schulbildung oder der elterlichen Erziehung zusammen, was weiß ich....
Guten Abend
corrado26
 
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