Die Inflation galoppiert......

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Dito. Also: erneut freiwillig und wissentlich einen Teil seiner Vermögenssubstanz vernichtet. Das tut man nur dann, wenn man Angst hat, dass Rückstellungen für Ersatzbeschaffungen entwertet werden.
Richtig. Na und? Natürlich denke ich, dass es sein kann, dass mein Geld irgendwann weniger wert ist, darum geht es doch in diesem Beitrag. Und sowohl die Ölheizung, als auch der Zaun waren ca. 30 Jahre alt. Es sollte als Beispiel dafür dienen, eben das zu tun: Investitionen vorziehen, solange die Kaufkraft noch erhalten ist, solange man nicht komplett gut erhaltene und neuwertige Einrichtungen verschrottet. Das Gegenargument, man brauche eigentlich gar keinen Zaun, läuft dann leider komplett ins Leere.
Und logischerweise gehe ich nicht hin und ersetze meine 5 Jahre alte Küche. Ich ersetze das, was innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre sowieso fällig gewesen wäre.
Meine Meinung dazu: wer Aktien kauft, der sollte das Geld über und auf NULL abgeschrieben haben. Jeder kann mal nach Zimbabwe und Aktienhausse googeln. Und was draus wurde. Es muss nicht so kommen, wie dort. Jedoch: Aktien sind riskant. Vor allem, wenn man sie kauft, um Geld zu "retten". Dann ist doch schon abzusehen, dass eine Depression vor der Türe steht. Egal, ob durch Inflation oder durch Bankrotte verursacht. Depressionen sind Gift für Aktien.
Ich kaufe nicht, um Geld zu "retten", ich kaufe Aktien, weil sie als Sachwert weniger einer Geldentwertung unterliegen, als Bargeld oder Einlagen. Dass eine Depression, wie du es nennst vor der Tür steht ist
1. nicht abzusehen
2. selbst wenn sie kommt, immer noch vor dem Hintergrund einer Langzeitinvestition zu vernachlässigen, sofern man breit diversifiziert, und nicht in Schund investiert hat, der auf der Strecke bleibt. Dann muss man auch nicht auf Null abschreiben. Letzteres habe ich bei Crypto vor dem Kauf getan, was auch der Grund ist, warum ich mich nicht darüber aufrege.
Wenn darüber hinaus eine Hyperinflation und ein Zusammenbruch der Märkte vor der Tür stehen würde, dann hätten wir sowieso ganz andere Probleme. Ob du dann Bargeld hast, oder Aktien, oder Anleihen, oder Rentenansprüche etc. - dann gehst du eh auf dem Acker Kartoffeln klauen.
Der zitierte Beitrag zeigt eindrucksvoll, wie sich Menschen durch die politisch verursachte Geldentwertung in ihrem Verhalten lenken, beeinflussen und auch fehllenken lassen und Dinge tun, die unter der Voraussetzung von stabilen Wirtschafts- und Währungsverhältnissen dem gesunden Menschenverstand widersprächen.
Du nutzt hier den Fakt und Sinn des Threads (nämlich, dass eine Anpassung der individuellen Investition notwendig ist), um dein Argument, welches nicht notwendigerweise der Wahrheit entspricht, zu legitimieren.
Natürlich handelt es sich um Reaktionen, die bei "stabilen Währungsverhältnissen" nicht notwendig wären. Dann würden wir hier aber auch nicht diskutieren.
Dadurch darauf zu schließen, dass man im Verhalten direkt "gelenkt", oder "fehlgelenkt" (quasi "ferngesteuert") wird, ist glaube ich leider ein Auswuchs deiner Meinung, dass wir hier alle bedauerns- und bemitleidenswerte Lemminge (oder soll ich sagen: Schafe) sind, die dummtreu genau das machen, was der gewitzte, hinterhältig-berechnende Staatsapparat vorgesehen hat. Solltest du das wirklich glauben, dann kann man dir aber auch kein Gegenargument mehr entgegenbringen, da du durch jede Erwiderung nur darin bestärkt werden würdest, wie sehr alle andern "geblendet" sind. In diesem Fall brauchen wir nicht weiterzusprechen, da wir unterschiedliche Auffassungen der Realität besitzen.

Die "harmloseste" Interpretation deines Argumentes liest sich wiederum so, dass du sagst, dass Menschen durch hohe Inflation in ihrem Investitionsverhalten (in irgendeiner Art) beeinflusst werden. Wenn du es so meinst, hast du natürlich recht - aber das wäre ungefähr so gehaltvoll wie "auf Aktion folgt Reaktion". Selbstverständlich ist all das keine optimale Situation - aber es ist allemal besser, als die Inflation seine Kaufkraft fressen zu lassen.
 
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Was die Mineralölkonzerne abzoken ist schon mehr als eine Sauerei. Der Dieselpreis heute, an einem Sonntag, wo kein Öl an der Börse gehandelt wird: Morgens 9.36 Uhr 2,259 Euro, Nachmittags gleiche Tanke 16.58 Uhr kostet der Liter Diesel 1,969. Das sind 29 cent Schwankung an einem Tag ohne stichhaltige Begründung.

Aber die Experten werden schon wissen was sie tun. Wir als Verbraucher verstehen ja das Große Ganze nicht. :(
 
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Wenn darüber hinaus eine Hyperinflation und ein Zusammenbruch der Märkte vor der Tür stehen würde, dann hätten wir sowieso ganz andere Probleme. Ob du dann Bargeld hast, oder Aktien, oder Anleihen, oder Rentenansprüche etc. - dann gehst du eh auf dem Acker Kartoffeln klauen.

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Ja wenn du nur das hast, in dem Fall, wird dir Kartoffeln klauen auch nicht helfen die gibt es nur kurz auf dem Acker ;)
 

hh1969

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Was die Mineralölkonzerne abzoken ist schon mehr als eine Sauerei. Der Dieselpreis heute, an einem Sonntag, wo kein Öl an der Börse gehandelt wird: Morgens 9.36 Uhr 2,259 Euro, Nachmittags gleiche Tanke 16.58 Uhr kostet der Liter Diesel 1,969. Das sind 29 cent Schwankung an einem Tag ohne stichhaltige Begründung.

Aber die Experten werden schon wissen was sie tun. Wir als Verbraucher verstehen ja das Große Ganze nicht. :(
Am Wochenende ist es immer teurer als werktags. Am preiswertesten ist der Sprit in der Regel gegen 16 Uhr nachmittags.

Aber ich gebe dir Recht: Das Kartell funktioniert schon ganz gut. Die Preise werden zentral gesteuert - die Pächter haben da keinen Einfluss drauf - und die Personen an den Stellschrauben haben natürlich auch alle die Spritpreis-App. Nur so ist es zu erklären, dass 10 Tanken hier im Umkreis exakt den gleichen Preis haben. Die an der Autobahn mal ausgenommen. Dank des schwachen Euro werden die Importe leider immer teurer. Und da sind wir wieder beim Thema EZB: Nichtstun ist sch....
 
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Wie angekündigt ist Milch jetzt teurer geworden, jeweils um 4ct (erstmal?) pro Liter.
 
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Ich hoffe der Link bleibt lange frei.

Wenn das die Britten schon erwarten, was erwartet dann die EuroZone.

Ich ahne teures und befürchte schlimmeres.
 
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Ich hoffe der Link bleibt lange frei.

Wenn das die Britten schon erwarten, was erwartet dann die EuroZone.

Ich ahne teures und befürchte schlimmeres.

Mmmh, am
  • 10.02.2022 stand der Euro bei etwa 1,145 Dollar und
  • heute steht er bei etwa 1,05 Dollar
macht für diesen Zeitraum einen Verlust von etwa 8,3% gegenüber der Währung, in der die meisten Rohstoffe der Welt gehandelt werden - andersrum formuliert: wir müssen jetzt nur durch diese Abwertung etwa 9,05% mehr für diese Rohstoffe bezahlen.

"On Top" kommen noch die eigentlichen Preissteigerungen bei den Rohstoffen, Erhöhungen bei den Transportkosten und so weiter und so fort ... also, bei mir kommt da einiges mehr als 7,xx % Inflation raus.
 

tom40

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www.pfalzmuenzen.de
Ich wollte mal was zum Thema Inflation loswerden ....
Braunkohlebriketts, Vorkriegspreis: 0,20 - 0,22 €/kg, bei Palettenabnahme und im Supersonderangebot auch 0,18 - 0,19€/kg
Heute: preiswertestes Angebot 0,41 €/kg (tatsächlich lieferbar). Im Netz gibt es Angebote mit 1,89€/kg, und das dürfte noch nicht das teuerste gewesen sein.
und es geht weiter ...
Preis am 10.05.2022: 0,43 €/kg
Preis am 18.05.2022: 0,45 €/kg

jeweils 1000 kg frei Haus direkt ab "Lausitz Energie Bergbau AG"

die Fantasie-Preise einiger Ebay-/anderen Plattformen halte ich für lächerlich (ich hab schon > 1,50 €/kg gesehen)
 

kaamos

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Ich hatte jetzt ne Woche Fortbildung in Slowenien. Ich wäre ja fast zum Schmuggler geworden. Die Regale waren voll mit Mehl und Sonnenblumenöl zu normalen Preisen.
 
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