Die Zukunft der Energieversorgung

Seltengast

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Mal sehen wenn es richtig kalt wird, ob wir dann noch genügend Strom aus Frankreich bekommen. Die heizen dort hauptsächlich mit Strom. Und aktuell sind 15 ihrer 56 AKW´s abgeschaltet.
Das sind tatsächlich aktuelle Zahlen, aber das ist eher die Regel in Frankreich.
Französische AKW litten schon immer unter höheren Ausfallzeiten als anderswo. So waren im Sommer des Jahres 2019 24 der 56 Reaktoren gleichzeitig außer Betrieb. An 94 Tagen lieferten mind. 20 Reaktoren im Laufe eines Tages keinen Strom. An 303 Tagen (!) waren mindestens zehn Einheiten am selben Tag ausgefallen. (Quelle: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.811435.de/21-8-1.pdf)

Die französische Energieversorgung ist kostenintensiv (die Betreiber der Werke sind hochgradig überschuldet) mit einer gleichzeitig sehr hohen Ausfallquote. Es bleibt Macron nichts anderes übrig, das Energiesystem zu reformieren.
Und mit einer dezentralisierten Energieversorgung, die er mit kleinen "dörflichen" Kraftwerke schaffen will, liegt er meiner Meinung nach richtig. Das Problem ist nur, dass es kleine Kernkraftwerke sein sollen... :(
 
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Na ob die momentane Bundesregierung die geopolitischen Ziele der USA befördern will bzw. diese überhaupt nur versteht, wage ich stark anzuzweifeln. Besonders Annalena dürfte hier Probleme haben, die geopolitischen Zusammenhänge zu erkennen, trotzdem sie ja aus dem Völkerrecht kommt und nicht vom Kühe melken. ;)

<...>

Das Zauberwort heisst "transatlantisch" und ist den Grünen durchaus ein Begriff, z.B. hier (allerdings hinter Paywall):
Gastbeitrag der Grünen-Chefs: Blick nach vorn – Europas Angebot für eine neue transatlantische Agenda
(Januar 2021 und damit deutlich vor der BTW)

Cem Özdemir (auch in der Regierung) ist Alumni der "Atlantik-Brücke", siehe z.B.:
Atlantik-Brücke – Lobbypedia
 

bayreuth

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ich glaube, 7 Energieversorger sind inzwischen insolvent, weil sie die Strompreise, welche sie in Garantieverträgen Ihren Abnehmern zugesagt haben, am Markt nicht mehr einkaufen können.
Insolvent gehen eigentlich nur auf Kante genähte Billigheimer, die mit Lockvogelangeboten und hohen Prämien für langfristige Kundenvorauszahlungen dann auf fallende Preise am Spotmarkt gesetzt haben und keine langfristigen Verträge abgeschlossen haben, um die Gewinne zu maximieren. Diese "Versorger" sind meist nur Zwischenhändler und keine Erzeuger. Wer Kraftwerke / Windräder / Solaranlagen etc. stehen hat, geht so schnell nicht pleite (sondern verdient sich eine Goldene Nase bei hohen Börsenpreisen, sofern er nicht langfristige Kundenverträge hat).
Was Neukunden angeht, ist natürlich klar dass reine Händler diese derzeit nicht wollen (weil sie mehr zukaufen müssten). Die allfällige Wechselei der letzten Jahre wegen 0,5 Cent pro kWh billiger im Privatbereich geht halt jetzt nach hinten los, ausbaden müssen es dann Leute die umziehen. Höhere Preise regen vielleicht etwas zum Energiesparen an.
 

Münzadler

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Jetzt, in der Zeit mit den kürzesten Tagen im Jahr, ist die Stromerzeugung aus Solarzellen natürlich nicht so beeindruckend, im Sommer sieht das ganz anders aus.
Und außerdem war die Sonneneinstahlung, damals, als die Erde noch eine Scheibe war, wesentlich größer als bei der heutigen Kugelform.
Das lässt sich physikalisch beweisen, dass die Strahlungsaufnahme einer Scheibe höher ist als die einer Kugel.
 
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Was Neukunden angeht, ist natürlich klar dass reine Händler diese derzeit nicht wollen (weil sie mehr zukaufen müssten). Die allfällige Wechselei der letzten Jahre wegen 0,5 Cent pro kWh billiger im Privatbereich geht halt jetzt nach hinten los, ausbaden müssen es dann Leute die umziehen. Höhere Preise regen vielleicht etwas zum Energiesparen an.
Moin

Wir hatten im November bei der Rechnung eine dicke Überraschung.
Habe jetzt festgestellt, das wir als Vierpersonenhaushalt in einer 100 m2 Mietwohnung tatsächlich nur etwa 2100 kwst pro
Jahr brauchen.
 
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Moin

Wir hatten im November bei der Rechnung eine dicke Überraschung.
Habe jetzt festgestellt, das wir als Vierpersonenhaushalt in einer 100 m2 Mietwohnung tatsächlich nur etwa 2100 kwst pro
Jahr brauchen.
Das ist in der Tat sehr wenig !
Wir brauchen zu dritt in 130m2 ca. 5000 KwH, allerdings mit elektrischer Fußbodenheizung. Das war auch der Grund, mir Photovoltaik anzuschaffen mit Speicher.
Blöd ist halt, das genau in den Monaten, in denen man die Heizung braucht, die Stromerzeugung zwischen 0 und max. 20 KwH / Tag liegt.
In 2021 habe ich 4.970 verbraucht und 6.466 erzeugt - davon 3.235 eingespeist. Somit also 1.739 aus dem Netz bezogen.
Ist finanziell zwar somit nicht ganz eine Nullrechnung (1.739 x 0,29€ gegenüber 3.235 x 0,057€), aber unter dem Strich sind nur 320 € für das Jahr zu bezahlen.
Ich spare also / anno damit einen guten Tausender - somit liegt der ROI zwar bei rund 18 Jahren (ohne kommende Preiserhöhungen), aber in der Rente zählt jeder Tausender !!
 
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Moin

Ja, das ganze war recht lustig.
Ich habe ob der Höhe, ( etwa 950 Euro), gleich beim Netzbetreiber angerufen. Nachdem ich die Summe und die Rechnung in Frage gestellt habe, wurde mir gleich in recht rüdem Ton gesagt, das der Zähler in Ordnung ist!
Eine eventuelle Nachprüfung der Eichung hätte ich als Kunde zu tragen. Zu der Dame am Telefon sagte ich dann, das ich
darauf natürlich verzichten würde, ich wär ja schön blöd das zu bezahlen. Die Dame war damit zufrieden.
Auf meine Erwiderung, es handele sich hier ja schließlich um eine Gutschrift für mich, war dann plötzlich kurz Schweigen im Walde!
Dann wollte die Dame genaueres wissen, aber ich hab das Gespräch beendet.

Soviel zur Problemlösung gegenüber Privatkunden.

Der Zählerstand wurde 3 Jahre lang nur geschätzt und wir dachten auch, das unser Stromverbrauch höher sei.
Nachdem ich jetzt ständig abgelesen habe, sind es tatsächlich nur 2100 kwst statt wie angenommen 3100kwst.
Hab das mal eruiert, wir haben keinen Trockner und keinen Geschirrspüler und außer E-Herd, Kühlschrank und Gefrierschrank keine weiteren Großverbraucher, auch die Kleinverbraucher sind kaum vorhanden.
 
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Steigende Energiepreise ziehen natürlich einen gnzen Rattenschwanz an weiteren Preisteigerungen nach sich.

Düngemittelproduktion ist sehr Energieintensiv und manche Düngemittel werden auch direkt aus Erdgas hergestellt. Erste Hersteller haben bereits Insolvenz angemeldet und die Preise schießen nach oben.


Im Grunde genommen essen wir ja Energie. Ohne Öl und Gas ist unsere industrielle Landwirtschaft nicht denkbar und es könnten keinesfalls 7 Milliarden Menschen ernährt werden.

Gruß
9999
 
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Ja, klar ist doch schon lange bekannt!
Und kannst du das ändern?
 

Seltengast

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Bauholz wird teurer, Sand, Split und Zement ebenso. Bauspreise schießen in den Himmel, weil uns so langsam die Ressourcen ausgehen.

Warum sollte es bei Dünger nicht anders sein? Dünger ist kein Konsumgut, sondern ein Investitionsgut, wie Zement, Sand, Holz und Split.
 
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