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Diebe in der niederländischen Banknotendruckerei

Dieses Thema im Forum "Geldscheine" wurde erstellt von Handzumgrus, 27. Februar 2016.

  1. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Diesen Artikel fand ich recht interessant:
    http://***************/de/page/4?&id=3932
    Ein Artikel über den 2 Jahre anhaltenden Diebstahl von fertigen und unfertigen 50€ Scheinen bei Koninklijke Joh. Enschedé mit Sitz in Haarlem, Nord-Holland.
    Hier wurde zuerst darüber berichtet:
    Enorme diefstal van euro's bij Joh. Enschedé - Crimesite

    Werden die Jungs und Mädels dort so schlecht bezahlt, dass sie das sehr hohe Risiko erwischt zu werden eingehen, oder sind die besonders doof, oder sind die besonders schlau (oder fühlen die sich nur besonders schlau), oder ist das Sicherheitskozept gescheitert?
    Bin gespannt ob darüber noch was kommt.

    Die Summe der geklauten Scheine würde mich interessieren.
    Und auch, ob 50er ohne Seriennummer in großer Menge auf dem Sammlermarkt aufgetaucht sind.

    Edit:
    @ Mod- und Admin-Team:
    Hat es einen besonderen Grund die Seite von Münzenwoche zu ****en? Ist es, weil die Seite von diversen Größen aus dem Münzhandel unterstützt wird?
    Dort gibt es öfter mal interessante Artikel über die man hier hin und wieder auch reden könnte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2016
  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Finde ich auch schade ( die Tatsache, dass die MW hier nicht zugänglich ist ).
    Der Coup in den Niederlanden beweisst nur, dass jedes System seine Schwächen hat und früher oder später überlistet werden kann.
    Als ich von den noch unnummerierten Scheinen las, dachte ich unmittebar, dass die Diebe diese vielleicht zu Hause nachnummeriert haben könnten. Vielleicht bleibt die numismatische Presse ja am Ball, wenn es zum Prozess kommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2016
  3. redlock

    redlock

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    Jetzt wurde bekannt, dass Koninklijke Joh. Enschedé die Produktion von Banknoten einstellen wird.
    Sie begründen das mit ''Überkapazitäten'' auf dem Markt -- wobei ich das schon etwas seltsam finde, da ich vor ein paar Monaten noch gelesen hatte, dass die Banknoten Druckereien weltweit an der Kapazitätsgrenze arbeiten.
    Als zweiten Grund nennen sie, dass ''Staatsdruckereien'' zu Dumpingpreisen arbeiten würden. Das glaube ich schon eher.

    Endschedé hatte noch versucht Kooperationspartner zu finden. Gelang nicht. Ich denke, der im Feb. 2016 aufgedeckte Diebstahl von Eurobanknoten und damit verbundene Vertrauensverlust in die Firma, hat erheblich dazu beigetragen, dass sie keine neuen Aufträge und Partner gefunden haben.

    Also, es ist nun Schluss mit Eurobanknotenseriennummern der zweiten Serie die mit ''P'' beginnen.

    Quellen:
    Drukkerij Joh. Enschedé stopt met drukken bankbiljetten
    Drukker Joh. Enschedé stopt met maken bankbiljetten
     
  4. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Auch das beste Sicherheitskonzept hat oft irgendwo eine Lücke.
    Mir ist ein Fall bekannt, das es jemand geschafft hat sogar einen Platinverarbeiter auszunehmen (über Jahre).
    Das Sicherheitskonzept war dergestalt das es Arbeitskleidung für in der Fabrik gab und einen sehr genauen Metallscanner der bereits auf einige Milligramm reagert hat (also nix mit runterschlucken), durch den jeder Arbeiter in Unterwäsche gehen musste in der Umkleide (2 getrennte Räume, mit dem Scanner). Es gab außerdem Firmenausweistragepflicht und eine Kontrolle durch Sicherheitspersonal.
    Der Firmenausweis hatte eine Plastikhülle mit einer Metallöse, die den Scanner ausgelöst hat. Deswegen musste der dem Wachmann auf der anderen Seite durchgereicht werden, bevor der Arbeiter selber durch den Scanner gegangen ist.
    Ein Schlaukopf hatte einen Werksausweis mit anscheinend leicht beschädigter Plastikhülle, welche mit einem Stück Klebeband geflickt war. Hat nur keiner gemerkt das das Tape jeden Tag frisch und das Plastik auf der Innenseite zum Ausweis zeigend ausgeschabt war. So hat jeden Tag ein kleines Stückchen Platinblech oder Pulver das Werk verlassen. Aber letztendlich hat man den Knaben doch erwischt.
     
    manloeste gefällt das.
  5. chrisild

    chrisild Sammler :)

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    Dass die Schließung des Bereichs Banknotendrucks etwas mit dem Diebstahl zu tun hat, glaube ich nicht. Kann natürlich sein, dass dieser Fall die Entscheidung, sie nun einzustellen, beschleunigt hat. Schon 1990 war ja die Geldscheinproduktion ein Verlustgeschäft für Enschedé, und auch die Übernahme durch einen Investmentfonds 2014 hat daran nichts geändert.

    In einem englischsprachigen Forum habe ich nun gelesen, dass die Maschinen und andere Teile der Ausstattung gerade zum Verkauf stehen bzw. versteigert werden. Am Donnerstag ist die Besichtigung ...
    Security paper printing machinery, logistics and workshop inventory - Online-Versteigerung - Troostwijk

    Tschüs,
    Christian
     
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