Diskussion: Slabbed Reichsmünzen

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Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ist mittlerweile verkauft und ich war es nicht.
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Eigentlich ist die Münze nicht schlecht keine Kratzer keine Fehler, die ins Auge stechen, dennoch interessant, daß die Münze trotz Rollierspuren so hoch bewertet wurde , ich hatte immer den Eindruck, daß der US- Markt so etwas nicht mag.
 

Münzadler

Moderator Deutschland von 1871 bis 1948
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Bleibt die Frage, ob man die Rollierspur bei diesem Winzling mit blossem Auge überhaupt sieht.
Bei einer meiner Doppelkronen sieht man sie jedenfalls so nicht, wobei sie da auch nicht so "ausgeprägt" ist.

Die zweite Frage wäre, was hätte die Münze ohne Rollierspur bekommen?
Wurden hier einem 67er Stück deswegen 2 Grade abgezogen, dann würde es ja auch wieder passen.
 
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Ich hab immer gedacht Rollierspuren können immer nur einseitig sein. Bei dem Stück sind sie auf beiden Seiten.
 
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Ich hab immer gedacht Rollierspuren können immer nur einseitig sein. Bei dem Stück sind sie auf beiden Seiten.
Der Eindrück könnte entstehen. Allerdings halte ich die vermeintlichen Rollierspuren Kronenseitig für Bearbeitungsspuren des Stempel oder Stempelrisse. Man sieht sehr schön das diese Spuren bis an das Relief gehen, das kann nicht nachträglich passieren. Das dürften dort beginnende Stempelrisse sein.
Was ich Kopfseitig nicht so sehe, da passen die Kratzer nicht dazu.
 
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Bleibt die Frage, ob man die Rollierspur bei diesem Winzling mit blossem Auge überhaupt sieht.
Bei einer meiner Doppelkronen sieht man sie jedenfalls so nicht, wobei sie da auch nicht so "ausgeprägt" ist.

Die zweite Frage wäre, was hätte die Münze ohne Rollierspur bekommen?
Wurden hier einem 67er Stück deswegen 2 Grade abgezogen, dann würde es ja auch wieder passen.
Die Kratzer sieht man auf alle Fälle. Sind in der Summe nicht viel, aber Kronenseitig vor der 1 von 1874 scheint auch eine leichte Macke (vielleicht nur ein Fleck?) zu sein.
 

Münzadler

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Ich hab immer gedacht Rollierspuren können immer nur einseitig sein. Bei dem Stück sind sie auf beiden Seiten.
Gut aufgepasst, die Adlerseite hatte ich garnicht so betrachtet. :schaem:

Wurden 74er Münzen schon gerollt?
Später ja, aber waren die da noch bfr.?

So ganz schlau werde ich aus dieser Münze nicht.
 
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Gut aufgepasst, die Adlerseite hatte ich garnicht so betrachtet. :schaem:

Wurden 74er Münzen schon gerollt?
Später ja, aber waren die da noch bfr.?

So ganz schlau werde ich aus dieser Münze nicht.
In einer Verfügung des Finanz- und Justizministersministers in Preussen vom 27.11.1874 und 14.12.1874 werden Vorschriften über die Farbe des Rollenpapiers für alle Sorten gegeben ( Kummer, 1899, S. 20 ).

In den " Wöchentliche Nachrichten für das Fürstenthum Ratzeburg " vom 10.11.1874 steht :
" Von Neujahr ab werden bei allen Reichskassen die neuen Reichsmünzen in Düten derart verpackt, daß dieselben in 20 Markstücken 2000 Mark, in 10 Markstücken 1000 Mark, in goldenen 5 Markstücken 500 Mark, in silbernen 5 Markstücken 200 Mark, in 2 Markstücken und in 1 Markstücken 100 Mark, in 50 und 20 Pfennigstücken 50 Mark, in 10 und 5 Pfennigstücken 10 Mark, in 2 und 1 Pfennigstücken 2 Mark enthalten. Verpackung der Goldmünzen wird rosafarbenes, zu Silbermünzen weißer, zu Nickelmünzen blaues und zu Kupfermünzen schmutzig graues Papier verwendet."

Die Farben gleichen denen in o.g. Verfügung. Das Wort " Düte/Tüte " gibt hier zu denken. ich habe dieses Artikel eigentlich immer dahingehend gedeutet, dass Papierbeutel gemeint sind, wie ich sie für Dänemark aus der Zwischenkriegszeit schon mal gesehen habe, doch was, wenn eigentlich nur Rollen gemeint sind. Jedes Blatt Papier lässt sich zu einer Tüte drehen. Könnte das gemeint sein ?

Und was war vor dem November 1874 ? Rollen oder Beutel oder beides, jedoch offenbar nicht normiert, so dass dies durch eine Verordnung reguliert werden musste ?
 
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Und was war vor dem November 1874 ? Rollen oder Beutel oder beides, jedoch offenbar nicht normiert, so dass dies durch eine Verordnung reguliert werden musste ?
Ich vermute beides. Die Stücke für den Reichskriegsschatz wird man sicherlich nicht erst Rolliert haben um diese dann in die Kisten zu kippen. Und die Stücke für den Zahlungsverkehr (für die Banken) werden doch wohl rolliert gewesen sein.
Man wird damals auch nicht alles geregelt haben, das ergab sich dann schon aus der jeweiligen Notwendigkeit.
 
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Der Eindrück könnte entstehen. Allerdings halte ich die vermeintlichen Rollierspuren Kronenseitig für Bearbeitungsspuren des Stempel oder Stempelrisse. Man sieht sehr schön das diese Spuren bis an das Relief gehen, das kann nicht nachträglich passieren. Das dürften dort beginnende Stempelrisse sein.
Was ich Kopfseitig nicht so sehe, da passen die Kratzer nicht dazu.
Für mich sieht es schon so aus, als ob der Adlerkopf da einen Scheitel gezogen bekommen hat. Und es gehen kreisrunde Spuren über das äußere Gefieder. Aber egal - dann stimmt es grundsätzlich schon, dass die Rollierspuren eigentlich nur einseitig sein können. Vielleicht dreht die Münze ja beim Rollieren auf der darunter Liegenden, die dann evtl. auf der Rückseite der Münze dann auch kreisrunde Spuren hinterlässt. Wäre zumindest eine These.
 
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