Diskussion zu "Dokumentation: Fälschungen Deutschland 1871 - 1948"

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strafrechtlich muss es ja auch nicht gleich werden. die erfolgsaussichten sind nunmal gering.

freiwillig und gesundem menschenverstand folgend wäre mir viel lieber.
wer kann und willens ist, der punziert seine erkannten fälschungen/nachprägungen. und dann sind sie endgültig unschädlich.
bei händlern setze ich das absolut voraus, bei privatsammlern würde ich es mir wünschen.

zum thema händler möchte ich folgendes noch hinzufügen:
kein händler wird jemals NPs über spot kaufen - keiner. insofern wäre das einschmelzen einfach nur logisch und
dem berufsethos entsprechend. jeder kann nun selbst urteilen, ob das wirklich so in die tat umgesetzt wird.
 

Kempelen

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Wolfgang das ist Wunschdenken. Ich habe gegen einen Händler der wissentlich NP`s als echt verkauft hat vor 2 Jahren Strafanzeige gestellt. Das Ergebnis war, dass sich die Kripo viel mühe gegeben hat das ganze zu Dokumentieren und der Staatsanwaschaft zur Entscheidung vorzulegen. Diese hat dann das Verfahren eingestellt, der Händler (gewerblich, und kein kleiner) wurde nicht weiter verfolgt, da er angeblich noch nie negativ in Erscheinung getreten sei. Auf dem Schaden bin ich sitzen geblieben.

Hier noch mein Senf zu Ebay usw. Die meisten NP`s habe ich von Händlern bekommen. Das mag auch daran liegen, dass ich nicht auf Angeboten mit schlechten Bildern biete. Aber ich möchte auch schreiben, die meisten Händler sind ehrlich!

Hallo Matthias

Das mag ja alles richtig sein, was Du schreibst.
Aber was soll man Sammelneulingen dann für einen Rat geben ? Das sammeln von historischen Münzen ganz bleiben zu lassen ?
Natürlich wäre es ratsam, sich zuerst fachkundig zu machen und vor dem Erwerb der ersten Münzen entsprechendes Wissen anzueignen.
Diese Vorgehensweise wird in der Realität aber kaum vorkommen, und selbst wenn - kein Neuling wird letztendlich daran vorbeikommen, irgendwann auch praktische Erfahrungen zu sammeln.
Mit meinen Hinweisen wollte ich nur dazu beitragen, daß diese Erfahrungen nicht zu kostspielig werden.
 
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Ein kurzes Update: Ich habe das Stück an den Verkäufer zurück gesendet und ich glaube nicht, dass er versuchen wird es als echt zu verkaufen. Er hat nach eigener Aussage andere Sammelschwerpunkte und ich glaube ihm, dass er die Münze für echt gehalten hat. Letztens wurde hier ein Ludwig III diskutiert, der auch von ihm war. Dieses Stück ist leider ebenfalls falsch. :confused:
 
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Ein kurzes Update: Ich habe das Stück an den Verkäufer zurück gesendet und ich glaube nicht, dass er versuchen wird es als echt zu verkaufen. Er hat nach eigener Aussage andere Sammelschwerpunkte und ich glaube ihm, dass er die Münze für echt gehalten hat. Letztens wurde hier ein Ludwig III diskutiert, der auch von ihm war. Dieses Stück ist leider ebenfalls falsch. :confused:
Der 1873er sah auch auf den Bildern sehr gut aus. Ich finde es wirkt glaubhaft, wenn ein Sammler, dessen Schwerpunkt woanders liegt, diese Muenze fuer echt haelt.
 

Kempelen

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Ein kurzes Update: Ich habe das Stück an den Verkäufer zurück gesendet und ich glaube nicht, dass er versuchen wird es als echt zu verkaufen. Er hat nach eigener Aussage andere Sammelschwerpunkte und ich glaube ihm, dass er die Münze für echt gehalten hat. Letztens wurde hier ein Ludwig III diskutiert, der auch von ihm war. Dieses Stück ist leider ebenfalls falsch. :confused:

Hallo Alex

Handelte es sich bei dem Ludwig III. um ein bayerisches 20 Mark Stück ?
 
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Ja, das Stück wurde vor ein paar Tagen im Finger weg Thema diskutiert.
 

Kempelen

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Ja, das Stück wurde vor ein paar Tagen im Finger weg Thema diskutiert.

Bekanntlich handelt es sich bei der bayerischen 20 Mark Münze "Ludwig III. v. Bayern" (J 202) um eine Münze mit hohem Sammlerwert, welche je nach Erhaltung aktuell um ihren ca. 20fachen Materialwert gehandelt wird.

Interessant wäre deshalb zu wissen, wo der Verkäufer diese Münze erworben hat.
Ist er selbst einem anderen Verkäufer auf den Leim gegangen und hat teuer für die Fälschung bezahlt ?
Oder hat er die Münze, was zu hoffen wäre, günstig zum Goldpreis gekauft oder eventuell vererbt bekommen ?

Gerade bei einer so teueren Münze darf man das meiner Meinung nach durchaus hinterfragen.
 
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Heinz-Rudolf

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Sei gegrüßt Wolfgang!
Der L III gehört zu den Münzen, wo es mehr Fälschungen bzw. NP gibt als echte Stücke.
Von grottenschlecht bis nahezu gute Optik. Wer die anbietet, weiß genau was er macht!
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
 
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das märchen von "geerbt" oder "in holzkiste gefunden - keine ahnung von münzen (goldgehalt wird aber garantiert!!!)" ist halt auch schon ein älteres...
 

Kempelen

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Im aktuellen November-NNB habe ich einen interessanten Beitrag zum Sachverständigentreffen in Fulda gelesen.

In dieser Runde wurde eine falsche 20 Mark Münze herumgereicht, welche in eine PCGS-Kapsel eingekapselt war.
Die Münze war auf den ersten Blick als Fälschung erkennbar (naja, zumindest für die Sachverständigen ;)) was für große Verwunderung gesorgt hat.
In diesem Zusammenhang wurde darüber berichtet, daß Auktionshäuser keine Garantie für eingekapselte Münzen übernehmen, da die Randschrift nicht komplett sichtbar und somit die Echtheit nicht klar feststellbar ist.
Laut dem Artikel bittet Guy Franquinet darum, solche Fälschungen an ihn zu senden, damit diese veröffentlicht werden bzw. unschädlich gemacht werden können. Damit dem Sammler kein Schaden entsteht, wird der Kaufpreis von Franquinet vergütet !
 
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