DM Preise sind am Boden

bayreuth

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Mit einer solchen Antwort habe ich gerechnet, nachvollziehen kann ich diese aber nicht.

Wo soll ein Gewinn sein, wenn ich vorhandene Werte zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verkaufe ?
Der Preis war Mitte der 90er auf dem Höchststand. Seither geht er stetig weiter runter, kein Ende in Sicht. Historisch gesehen, ist zwar tatsächlich der niedrigste Punkt in der Kurve, aber die Zukunftsprognose ist ja noch schlechter, von daher ist es eben nicht der Denkbar ungünstigste Punkt. Der ist erreicht wenn das Museum irgendwann zweistellig wird, wie die viel selteneren Weimarer Münzen.
 

Kempelen

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Der Preis war Mitte der 90er auf dem Höchststand. Seither geht er stetig weiter runter, kein Ende in Sicht. Historisch gesehen, ist zwar tatsächlich der niedrigste Punkt in der Kurve, aber die Zukunftsprognose ist ja noch schlechter, von daher ist es eben nicht der Denkbar ungünstigste Punkt. Der ist erreicht wenn das Museum irgendwann zweistellig wird, wie die viel selteneren Weimarer Münzen.

Bei der aktuellen Wertentwicklung, genauer gesagt dem Wertverlust, geht es ja speziell um die sogenannten "ersten Fünf" DM-Gedenkmünzen.
Wenn ich nun sehe, daß z.B. das "Germanische Nationalmuseum" vor 20 Jahren einen Sammlerwert von ca. 1.000 Euro hatte und nun bei unter 200 Euro liegt, warum soll man es dann verkaufen (außer man braucht wirklich sehr dringend jeden baren Euro) ?
Die Münze kostet keinerlei Unterhalt, braucht wenig Platz und rosten wird sie auch nicht ;).
Einfach liegen lassen und sie als kleines Erinnerungsstück behalten, halte ich in diesem Fall für sinnvoll.
Aber letztendlich muß jeder selbst wissen, was er tut:).
 
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Mit einer solchen Antwort habe ich gerechnet, nachvollziehen kann ich diese aber nicht.

Wo soll ein Gewinn sein, wenn ich vorhandene Werte zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt verkaufe ?
Aber vielen Erben geht es nur um das "schnelle" Geld, ohne dabei die Leistungen ihrer Ahnen wertzuschätzen.

Ich kann deine Antwort nicht nachvollziehen.
Der Wert der Münze ist nur so hoch wie ein anderer bereit ist dafür zu bezahlen. Völlig egal wie viel die früher mal gekostet hat.

Warum sollten Erben die Münzen behalten wenn sie keinen Bezug dazu haben. Kannst oder willst du das nicht verstehen ?
Würdest du z.B. eine Sammlung geerbter Ü-Eier Figuren behalten nur weil die früher mal mehr wert gewesen sind ?
 

Seltengast

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Der Preisverfall beschränkt sich nicht nur auf die ersten Gedenkfünfer. Bei der letzten WAGO haben alle fünf 1995er Sätze für 100 Euro den Besitzer gewechselt. In den 90er Jahren waren Sammler bereit, für die gleichen Sätze 2.000 DM zu zahlen. Also etwa das Zehnfache.
 
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Der Preisverfall beschränkt sich nicht nur auf die ersten Gedenkfünfer. Bei der letzten WAGO haben alle fünf 1995er Sätze für 100 Euro den Besitzer gewechselt. In den 90er Jahren waren Sammler bereit, für die gleichen Sätze 2.000 DM zu zahlen. Also etwa das Zehnfache.
Inflationsbereinigt sogar noch deutlich mehr als das zehnfache.
Wie ist der Begriff "wertbeständig" bei Münzen eigentlich definiert? Ich definiere es so, dass der Erlös aus dem Verkauf die Kaufkraft hat, die ich zum Zeitpunkt des Kaufes investiert habe. Demnach wäre eine 1980 zurückgelegte 5 DM-Münze nicht wertbeständig, wenn ich sie jetzt oder in 20 Jahren bei der Bundesbank eintausche.
 
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Der Preisverfall beschränkt sich nicht nur auf die ersten Gedenkfünfer. Bei der letzten WAGO haben alle fünf 1995er Sätze für 100 Euro den Besitzer gewechselt. In den 90er Jahren waren Sammler bereit, für die gleichen Sätze 2.000 DM zu zahlen. Also etwa das Zehnfache.
Seit ich mir das schöne VdM- Etui gekauft habe, denke ich immer wieder über den Widerspruch zwischen dem Umstand, dass die Münzensammler die DM nicht mehr mögen und der Tatsache, dass die DM als Währung immer noch vermisst wird, nach.
Eigentlich müsste doch jetzt erst recht das Interesse an den wirklichen Präziosen dieses Sammelgebietes erwachen.

Was die Erben betrifft, so habe ich aus der Sicht des potenziellen Erblassers kein schlechtes Gewissen. Meine Sammlung ist ja das Ergebnis meiner Arbeitskraft, nicht ihrer.
 
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Bei den DM-Münzen gibt es eigentlich viele interessante Stücke, die nicht so im Focus stehen.
Versucht doch mal die 1DM-Münzen aus den frühen Jahren in Stempelglanz oder PP zu bekommen, teilweise wird da schon eine echte Vz-Erhaltung schwierig.
Die "ersten 5" mit Auflagen in PP zwischen 1.217 und 5.000 Stück.
Die frühen (bis 1964) MaxPlanck und Silberadler in Stempelglanz oder gleich in PP.
Oder die frühen PP-KMS ab 1963 (Auflage 200 Stück) bis ca. 1968 (teilweise nur max. Auflagen von 2000 Stück).
Im Übrigen sind fast alle DM-Münzen bis 1963 in PP nicht gerade einfach zu bekommen und dementsprechend teuer.

Grüße
 
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Bei den DM-Münzen gibt es eigentlich viele interessante Stücke, die nicht so im Focus stehen.
Versucht doch mal die 1DM-Münzen aus den frühen Jahren in Stempelglanz oder PP zu bekommen, teilweise wird da schon eine echte Vz-Erhaltung schwierig.
Die "ersten 5" mit Auflagen in PP zwischen 1.217 und 5.000 Stück.
Die frühen (bis 1964) MaxPlanck und Silberadler in Stempelglanz oder gleich in PP.
Oder die frühen PP-KMS ab 1963 (Auflage 200 Stück) bis ca. 1968 (teilweise nur max. Auflagen von 2000 Stück).
Im Übrigen sind fast alle DM-Münzen bis 1963 in PP nicht gerade einfach zu bekommen und dementsprechend teuer.

Grüße
Natürlich gibt es in jedem Sammelgebiet Ausreißer nach oben, die dauerhaft teuer bleiben. So gibt es schließlich auch noch teure Briefmarken aus der deutschen Nachkriegszeit, obwohl die Preise allgemein am Boden und Sammlerschaft nahezu ausgestorben sind.
Es geht eher darum, dass die Massenware inklusive besserer Massenware wie den ersten fünf 5 DM Gedenkmünzen massiv an Wert verloren hat und weiter an Wert verlieren wird, da der Markt übersättigt ist. Das kommt dadurch, dass die DM sich überlebt hat; die meisten Sammler wenden sich entweder andern Sammelgebieten zu oder neigen sich ihrem biologischen Ende entgegen.

Möglicherweise erleben wir ja in 50 Jahren ein Revival der Sammelleidenschaft für die DM, wenn ein bedeutender Teil der Münzen eingetauscht oder eingeschmolzen worden ist und die Bestände auf ein geringeres Maß abgeschmolzen sind.
Schließlich sind auch die Gedenkmünzen der Weimarer Republik erst ab den 60er oder 70er Jahren langsam teurer geworden und teilweise immer noch günstig im Vergleich zur erhaltenen Auflagezahl
 

bayreuth

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:)

Ich hätte ja immer noch gern die 5RM 1933 J.
Nur zu gern würde ich dafür auch einen hohen dreistelligen Betrag zahlen.
Das kann man so direkt nicht vergleichen, weil die Weimarer ja zu einem sehr hohen Anteil aus dem Umlauf entzogen wurden, bzw. der 33er 5er ja kaum im Umlauf war.
Der inflationsbereinigt korrektere Vergleich wäre 5 DM Gedenkmünze gegen 3 Reichsmark Gedenkmünze. Dort sind sogar bei niedrigerer Auflage als dem Museum (und zusätzlich Umlaufentzug und Kriegsschäden) zweistellige Preise nicht selten.
Hier eine Kurze übersicht über alle in Frage kommenden Ausgaben (die Fakes und NPs sind zwar auch mit gelistet, aber die fallen preislich nach unten heraus).
Lübeck
3 reichsmark lübeck | eBay
Bremerhaven
3 reichsmark bremerhaven | eBay
Nordhausen
3 reichsmark nordhausen | eBay
Marburg
3 reichsmark marburg | eBay
Naumburg
3 reichsmark naumburg | eBay
Lessing
3 reichsmark lessing | eBay
Waldeck
3 reichsmark waldeck | eBay
Meissen
3 reichsmark meissen | eBay
Vogelweide
3 reichsmark vogelweide | eBay
Stein
3 reichsmark stein | eBay
Goethe
3 reichsmark goethe | eBay

Fakt ist, bei den Weimarer Gedenkdreiern wird es richtig teuer erst bei einer ursprünglichen Auflage von 50000 oder weniger (mit Ausnahme von Magedeburg, der vermutlich wegen lokalem Bezug etwa doppelt so hoch gehandelt wird wie die anderen 100000er Auflagen.
 
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