DM Preise sind am Boden

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Das kann man so direkt nicht vergleichen, weil die Weimarer ja zu einem sehr hohen Anteil aus dem Umlauf entzogen wurden, bzw. der 33er 5er ja kaum im Umlauf war.
Der inflationsbereinigt korrektere Vergleich wäre 5 DM Gedenkmünze gegen 3 Reichsmark Gedenkmünze. Dort sind sogar bei niedrigerer Auflage als dem Museum (und zusätzlich Umlaufentzug und Kriegsschäden) zweistellige Preise nicht selten.
Hier eine Kurze übersicht über alle in Frage kommenden Ausgaben (die Fakes und NPs sind zwar auch mit gelistet, aber die fallen preislich nach unten heraus).
Lübeck
3 reichsmark lübeck | eBay
Bremerhaven
3 reichsmark bremerhaven | eBay
Nordhausen
3 reichsmark nordhausen | eBay
Marburg
3 reichsmark marburg | eBay
Naumburg
3 reichsmark naumburg | eBay
Lessing
3 reichsmark lessing | eBay
Waldeck
3 reichsmark waldeck | eBay
Meissen
3 reichsmark meissen | eBay
Vogelweide
3 reichsmark vogelweide | eBay
Stein
3 reichsmark stein | eBay
Goethe
3 reichsmark goethe | eBay

Fakt ist, bei den Weimarer Gedenkdreiern wird es richtig teuer erst bei einer ursprünglichen Auflage von 50000 weniger (mit Ausnahme von Magedeburg, der vermutlich wegen lokalem Bezug etwa doppelt so hoch gehandelt wird wie die anderen 100000er Auflagen.
Man muss aber auch erwähnen, dass die Weimarer kreativ, abwechslungsreich und künstlerisch auf hohem Niveau gestaltet wurden. Dem gegenüber wirken die DM-Ausgaben oft etwas platt und einfältig
 
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Kempelen

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Man muss aber auch erwähnen, dass die Weimarer kreativ, abwechslungsreich und künstlerisch auf hohem Niveau gestaltet wurden. Dem gegenüber wirken die DM-Ausgaben oft etwas platt und einfältig

Allerdings habe ich vor vielen Jahren in einer Münzenzeitung (ich weiß nicht mehr, ob money-trend oder Muenzen-Revue) einen Bericht gelesen, in dem über teils harsche zeitgenössische Kritik an den damaligen Münzentwürfen berichtet wurde.
Auch damals war man mit den Motiven nicht immer zufrieden :).
 
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Allerdings habe ich vor vielen Jahren in einer Münzenzeitung (ich weiß nicht mehr, ob money-trend oder Muenzen-Revue) einen Bericht gelesen, in dem über teils harsche zeitgenössische Kritik an den damaligen Münzentwürfen berichtet wurde.
Auch damals war man mit den Motiven nicht immer zufrieden :).
Danke für diese Information, dass war mir neu!
Zumindest anfangs kann ich dass auch verstehen. Damals waren die Gedenkmünzen ja noch vorrangig für den Umlauf bestimmt und nicht nur für die Sammler.
Aber spätestens an den Jahrgängen, als vorrangig für die Sammler produziert wurde, erwarte ich etwas mehr Kunstfertigkeit und qualitativ hochwertig geprägte Münzen.
 

Kempelen

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Ich kann deine Antwort nicht nachvollziehen.

Hallo Uwe

Das ist doch kein Problem. Es wäre langweilig, wenn wir alle die gleiche Meinung hätten.
Solange wir sachlich diskutieren (wie es auch der Fall ist) ist das doch ganz in Ordnung.

Der Wert der Münze ist nur so hoch wie ein anderer bereit ist dafür zu bezahlen. Völlig egal wie viel die früher mal gekostet hat.

Das ist sicher richtig.
Mein Unverständnis geht ja auch in die Richtung, daß ich es für fragwürdig halte, einen Gegenstand (es muß keine Münze sein) zu einem Zeitpunkt zu verkaufen, wo der Markt damit überhäuft ist und der mögliche Erlös sich fast am Tiefpunkt befindet.
Wenn man das Geld nicht unbedingt braucht, würde ich einfach abwarten und die weitere Entwicklung abwarten.
 

bayreuth

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Natürlich gibt es in jedem Sammelgebiet Ausreißer nach oben, die dauerhaft teuer bleiben. So gibt es schließlich auch noch teure Briefmarken aus der deutschen Nachkriegszeit, obwohl die Preise allgemein am Boden und Sammlerschaft nahezu ausgestorben sind.
Es geht eher darum, dass die Massenware inklusive besserer Massenware wie den ersten fünf 5 DM Gedenkmünzen massiv an Wert verloren hat und weiter an Wert verlieren wird, da der Markt übersättigt ist. Das kommt dadurch, dass die DM sich überlebt hat; die meisten Sammler wenden sich entweder andern Sammelgebieten zu oder neigen sich ihrem biologischen Ende entgegen.

Möglicherweise erleben wir ja in 50 Jahren ein Revival der Sammelleidenschaft für die DM, wenn ein bedeutender Teil der Münzen eingetauscht oder eingeschmolzen worden ist und die Bestände auf ein geringeres Maß abgeschmolzen sind.
Schließlich sind auch die Gedenkmünzen der Weimarer Republik erst ab den 60er oder 70er Jahren langsam teurer geworden und teilweise immer noch günstig im Vergleich zur erhaltenen Auflagezahl
Ich denke nicht, dass sich der Trend groß nach oben umkehren wird. Weimar sind ja wie gesagt viele Stücke eingeschmolzen worden wegen dem Silber bzw. im Krieg zerstört. Von den ersten 5 sind ja fast alle noch vorhanden (ein paar Ausnahmen vielleicht durch Hausbrände oder vollkommen unwissende Kleinschmelzer im Ausland). Die höheren Auflagen der 5er (bis auf die Magnimatversionen) sind durch den Silbergehalt vor dem Umtausch in Hortsammlungen vermutlich ausreichend oft geschützt um eine Verknappung für alle Zeit zu vermeiden. Der Fichte wird langfristig wahrscheinlich ebenfalls in diese Kategorie fallen. Die ersten 4 werden deutlich über Silberwert bleiben, aber dadurch auch nicht Ansatzweise verknappt. Etwas teurer bleiben allenfalls die perfekten Stücke, wenn sich der eine oder andere zu einem Upgrade entschließt und ein besseres Stück erwirbt. Wenn es ein einigermaßen gutes Museum irgendwann für 50 Euro gibt kaufe ich mir vielleicht auch mal eines.
 

bayreuth

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Das ist sicher richtig.
Mein Unverständnis geht ja auch in die Richtung, daß ich es für fragwürdig halte, einen Gegenstand (es muß keine Münze sein) zu einem Zeitpunkt zu verkaufen, wo der Markt damit überhäuft ist und der mögliche Erlös sich fast am Tiefpunkt befindet.
Wenn man das Geld nicht unbedingt braucht, würde ich einfach abwarten und die weitere Entwicklung abwarten.
Hätte ich in den letzten 10 Jahren ein Museum geerbt oder würde heute eines erben, so würde ich es angesichts der Fallenden Preise auch veräußern (und ggf. in Zukunft eines kaufen).
Für den Preis von einem Museum in 2006 kriegt man heute alle 5, und hätte das Geld 14 Jahre lang anderweiting zur Verfügung gehabt. Inflation ist da noch gar nicht bedacht, denn für 600 Euro in 2006 konnte man viel mehr Lebensmittel kaufen als heute für 600 Euro zu haben sind.
 

Kempelen

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Hätte ich in den letzten 10 Jahren ein Museum geerbt oder würde heute eines erben, so würde ich es angesichts der Fallenden Preise auch veräußern (und ggf. in Zukunft eines kaufen).

Ein nennenswerter Gewinn wird bei dieser Vorgehensweise aber nicht mehr herauskommen.
 
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Die ersten fünf bekomme ich jederzeit wieder, daher ist der emotionale Wert auch ein anderer wie bei historischen Münzen, die nur alle paar Jahre mal zu haben sind oder wo sogar nur ein bis zwei Exemplare im Handel überhaupt auftauchen. Demnach ist hier auch der Anreiz viel größer, diese bei der besten sich bietenden Gelegenheit zu veräußern.
 
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Allerdings habe ich vor vielen Jahren in einer Münzenzeitung (ich weiß nicht mehr, ob money-trend oder Muenzen-Revue) einen Bericht gelesen, in dem über teils harsche zeitgenössische Kritik an den damaligen Münzentwürfen berichtet wurde.
Auch damals war man mit den Motiven nicht immer zufrieden :).
Mercator wurde u.a. bei seinem Erscheinen als Waldschrat bezeichnet.
 
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