Drei Freistaaten Stein

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Liebe Forengemeinde,

keine Ahnung ob das irgend jemanden interessiert und mit Münzen hat es nur wegen der Staaten, die eigene Münzen prägen ließen, zu tun, aber ich war heute zu einen kleinen Ausflug unterwegs in meiner Region, und da bin ich durch Zufall auf ein Hinweisschild des „Drei Freistaaten Stein“ gestoßen, ca. 10 km Weg von meinem Zuhause.

Der Stein markiert die Grenze zwischen dem Königreichen Bayern und Sachsen und dem Fürstentum Reuss.

Dass dieses Dreiländereck hier in der Nähe war, wusste ich, aber nicht, dass es einen historischen Grenzstein davon gibt...

Siehe beiliegende Bilder. Vielleicht eine interessante Annektode...

Das interessante dabei ist, dass der Stein wohl auf dem „Todesstreifen“ zwischen der BRD und der ehem. DDR lag...

KB, KS und FS stehen für die jeweiligen Staaten...
 

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Münzadler

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Ein Dreiherrenstein ist immer etwas besonderes! Frag mal einen Geodäten!;)
 

bayreuth

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Das interessante dabei ist, dass der Stein wohl auf dem „Todesstreifen“ zwischen der BRD und der ehem. DDR lag...
Das muß er ja auch, wenn er auf der Grenze zwischen Sachsen und Bayern steht, da ja Sachsen in der DDR war und Bayern nicht. Der historische Stein wird halt nur auf ein paar Meter genau an der Grenze gestanden haben (oder man wollte ihn nicht mit dem Zaun überbauen).
 
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Drei-Freistaaten-Stein – Wikipedia

Ob der Grenzzaun jetzt genau auf oder neben der Stelle des Steines gebaut wurde, kann ich natürlich nicht sagen, aber die eigentliche Grenzanlage war ja auch nicht nur ein Zaun oder eine Mauer, sondern ein relativ breiter Streifen. siehe wie folgt:

Innerdeutsche Grenze – Wikipedia

Hier aus der zweiten Quelle zur innerdeutschen Grenze ein Teil Zitat:

Entlang der Grenze zu Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Bayern bestand seit der Anordnung von 1954 auf dem Gebiet der DDR offiziell ein Sperrgebiet. Dieses setzte sich aus einer vorgelagerten 5-km-Sperrzone, gefolgt vom 500 Meter breiten Schutzstreifen und dem Kontrollstreifen unmittelbar vor dem Grenzzaun zusammen. ...“

„Kontrollstreifen und Sperrzone
Der zehn Meter breite (gepflügte) Kontrollstreifen wurde auch „Todesstreifen“ genannt. Die ursprünglichen hölzernen Wachtürme für die DDR-Grenztruppen wurden in den 1960er Jahren zunächst durch zylindrische, später durch viereckige Betontürme für drei bis fünf Soldaten ersetzt. Die Türme wiesen häufig Schießscharten im 2. Zwischengeschoss auf. Die Ausrüstung bestand neben der Bewaffnung der Soldaten aus Signalmitteln, Kartenmaterial, einer Fernmeldestandleitung und einem Suchscheinwerfer mit 360 Grad Schwenkbereich, später zum Teil auch aus Videokameras. Der mit Stacheldraht gesicherte Schutzstreifen wurde systematisch von allen möglichen Sichthindernissen geräumt, hierzu wurden Planierungen vorgenommen. Der Schutzstreifen wurde von an Laufanlagenbefestigten Kettenhunden, sogenannten Trassenhunden, bewacht.[6][7] Flusspassagen und -übergänge wurden durch tiefreichende Sperrgitter gesichert. Betonelemente wie in der Berliner Mauer wurden bei grenznahen Siedlungen verwendet, zum Beispiel in Mödlareuth und Dassow. Ansonsten bestand die innerdeutsche Grenze aus mehreren Metallgitterzäunen mit Signalanlagen und Gräben. Nachts wurde der Schutzstreifen beleuchtet. Es existierten insgesamt 870 km Grenzzaun. 602 km Grenzzaun waren mit Kfz-Sperrgräben und 434 Beobachtungstürmen versehen. Der eigentliche Grenzzaun war zunächst ein einfacher hüfthoher Stacheldrahtzaun, nach 1961 ein schwer überwindbarer doppelter Stacheldrahtzaun (als Begrenzung von Minenfeldern) beziehungsweise ein Streckmetallgitterzaun mit Selbstschussanlagen. Mitunter bestand er aus einer Mauer mit oben aufliegendem runden Abschluss (wie in Berlin). Hinter dem Grenzzaun wiederum folgte bis zur eigentlichen Grenzlinie ein von der jeweiligen Geländetopographie abhängiges Areal, das fälschlicherweise von westlichen Besuchern der Grenze als Niemandsland gedeutet wurde bzw. von östlichen „Republikflüchtigen“ oft schon als westdeutsches Gebiet fehlgedeutet wurde. Auch Bundesbürger lösten hier Grenzvorfälle aus, wenn sie leichtfertig in dieses Gebiet vordrangen. Das Betreten der 5-km-Sperrzone und des Schutzstreifens war nur unter besonderen Bedingungen gestattet, für Anwohner etwa durch einen Vermerk im Personalausweis, für Besucher durch einen extra auszustellenden Passierschein. Monteure und Techniker, die beispielsweise Stromleitungen oder Brücken zu reparieren hatten, durften sich nur unter Begleitung eines Wachkommandos in dem jeweiligen Grenzabschnitt aufhalten. In Wachtürmen und Bunkern postierte Grenzsoldaten hatten jedes verdächtige Ereignis zu melden. Im Hinterland patrouillierten motorisierte Grenzaufklärer. Ab 1971 wurden einige Orte wie Sonneberg, Creuzburg, Gefell oder Kaltennordheim aus der Sperrzone herausgenommen.“
 
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Solche Grenzsteine gibt es auch bei uns in der Region (Kurhessen/Königreich Bayern). Ein Grenzstein zwischen drei Staaten ist aber schon etwas Besonderes.
 
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Bestimmt sollte es uns nicht schwerfallen, ein paar Muenzen der betreffenden Staaten hier einzustellen.
 
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