Ebay Käuferschutz - Vorsicht für alle Privatverkäufer geboten

bayreuth

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Das ist keine Sendungsverfolgung.
1. Scan: ausgehendes Briefzentrum
2. Scan: eingehendes Briefzentrum

Fertig

Scan beim Empfänger: nein
Ich kann mir durchaus vorstellen dass die Post genau weiß wo welche Marke mit individuellem QR-Code wann verkauft wurde und in welchem Zustellfahrzeug der Brief zuletzt war (falls das mal für eine (interne) Ermittlung von Bedeutung wäre).
Oder es ist ein Langzeittrick, bei dem zu einem Zeitpunkt X dann alle in Umlauf befindlichen Briefmarken ohne den QR Code einfach für ungültig erklärt werden.
 
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Wer mit dem Teufel essen will, braucht einen langen Löffel. Wer mit dem wahrlich geringen Verlustrisiko bei Normalbriefen nicht leben kann und nur noch per DHL-Paket verschickt, braucht sich nicht wundern, wenn er für niedrigpreisige Ware keine Interessenten mehr findet. Niemand bezahlt für eine 2-Euro-BluRay, 2,76-2Euro-Münze oder ähnliches 5 Euro für ein DHL-Paket.
Verstehe ich nicht ganz. Der Käufer mag unversicherten Versand haben und aktiviert bei (angeblichem) nichterhalt der Ware den Käuferschutz. Welche Option habe ich?
 
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Hallo,

Unversicherten Versand gar nicht erst anbieten.

das sehe ich leider auch so.

Im übrigen kann man bei diesem Sachverhalt nur langen Atem haben
- allein ob der Aufwand lohnt.?

Wenn es AGB Bestandteile gibt, die versuchen geltende Gesetze auszuhebeln, sind diese nach geltendem Recht nicht gültig. Das weis eigentlich jeder der hier anwesenden Händler, dafür gibt es an AGB immer hinten dran einen extra Verweis, dass alles andere unberührt bleibt wenn ein Punkt ausfällt.....
Wäre jetzt nur jemand gesucht der die Muse hat und ebay genau auf Einhaltung dieser Gesetze verklagt. Ich denke das wird aber nicht der einzige Punkt sein wo man bei den AGB ansetzen könnte.
Ebay weis ganz genau, auf Grund der Größe des Firmengeflechtes und dem nötigen Kleingeld in der Hinterhand ist die Ambition wegen 10€ zu Klagen bei 99,9999% aller Nutzer der Plattform sehr gering bis nicht vorhanden. Zumal noch der Umstand dazu kommt, dass bei der Arbeitsweise unserer Gerichte der Kläger bis zur Verhandlung eh in gefühlten 90% der Fälle an Altersschwäche verstorben ist....

Grüße
pingu
 
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Hallo,



das sehe ich leider auch so.

Im übrigen kann man bei diesem Sachverhalt nur langen Atem haben
- allein ob der Aufwand lohnt.?

Wenn es AGB Bestandteile gibt, die versuchen geltende Gesetze auszuhebeln, sind diese nach geltendem Recht nicht gültig. Das weis eigentlich jeder der hier anwesenden Händler, dafür gibt es an AGB immer hinten dran einen extra Verweis, dass alles andere unberührt bleibt wenn ein Punkt ausfällt.....
Wäre jetzt nur jemand gesucht der die Muse hat und ebay genau auf Einhaltung dieser Gesetze verklagt. Ich denke das wird aber nicht der einzige Punkt sein wo man bei den AGB ansetzen könnte.
Ebay weis ganz genau, auf Grund der Größe des Firmengeflechtes und dem nötigen Kleingeld in der Hinterhand ist die Ambition wegen 10€ zu Klagen bei 99,9999% aller Nutzer der Plattform sehr gering bis nicht vorhanden. Zumal noch der Umstand dazu kommt, dass bei der Arbeitsweise unserer Gerichte der Kläger bis zur Verhandlung eh in gefühlten 90% der Fälle an Altersschwäche verstorben ist....

Grüße
pingu
Bei aller berechtigten Kritik an ebay ...
Hier entspricht die ebay-Regel Mal (ausnahmsweise) der Rechtslage in Deutschland.

Ist Versender gewerblich, liegt der Gefahrübergangspunkt bei der Übergabe an den Empfänger (Haus-/Wohnungstür bzw. Briefkasten/Postfach/Packstation etc.)

Ist der Versender privat, liegt der Gefahrübergangspunkt bei der Übergabe an den Transporteur (Post, DHL, Paketdienst etc.)

In beiden Fällen muß der Versender beweisen, daß die Übergabe am Gefahrpunkt erfolgt ist.

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern die Meinung eines Volljuristen.
 
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Bei aller berechtigten Kritik an ebay ...
Hier entspricht die ebay-Regel Mal (ausnahmsweise) der Rechtslage in Deutschland.

Ist Versender gewerblich, liegt der Gefahrübergangspunkt bei der Übergabe an den Empfänger (Haus-/Wohnungstür bzw. Briefkasten/Postfach/Packstation etc.)

Ist der Versender privat, liegt der Gefahrübergangspunkt bei der Übergabe an den Transporteur (Post, DHL, Paketdienst etc.)

In beiden Fällen muß der Versender beweisen, daß die Übergabe am Gefahrpunkt erfolgt ist.

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern die Meinung eines Volljuristen.

Was dann ja wiederum bedeuten müsste, das bei Privatverkauf Prio ausreichend wäre, da es einen Einlieferungsbeleg gibt.


Interessant wäre für mich noch die Rechtslage, wenn man in seinem Verkaufsangebot explizit aufführt, das bei Auswahl eines "Normalversandes" das komplette Versandrisiko auf den Käufer übergeht und man mit Kauf des Artikels und Auswahl der einfachen Versandoption dieses auch akzeptiert (und somit indirekt auch auf den Käuferschutz verzichtet?).
 
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Hinzu kommt:

Ist bei gewerblichem Versender der Empfänger auch gewerblich, haftet der Empfänger für den Verlust.

Es wäre mir neu, dass sich die Ebay-Käuferschutzabteilung jemals um solche und von @Rollentöter genannten Feinheiten geschert hätte. Artikel ist nicht angekommen? Geld über Käuferschutz zurück. Fertig.
 
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Was dann ja wiederum bedeuten müsste, das bei Privatverkauf Prio ausreichend wäre, da es einen Einlieferungsbeleg gibt.


Interessant wäre für mich noch die Rechtslage, wenn man in seinem Verkaufsangebot explizit aufführt, das bei Auswahl eines "Normalversandes" das komplette Versandrisiko auf den Käufer übergeht und man mit Kauf des Artikels und Auswahl der einfachen Versandoption dieses auch akzeptiert (und somit indirekt auch auf den Käuferschutz verzichtet?).
Geld beim Käufer zurückfordern. Vor Gericht muss man sich dann aber höchstwahrscheinlich selbst vertreten. Anwälte, die sich wegen 34 Euro Streitwert in Bewegung setzen, dürften rar gesät sein.
 
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Heinz-Rudolf

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Geld beim Käufer zurückfordern. Vor Gericht muss man sich dann aber höchstwahrscheinlich selbst vertreten. Anwälte, die sich wegen 34 Euro Streitwert in Bewegung setzen, dürften rar gesät sein.
Ich grüße euch und insbesonders DDresdner!
Warum sollte ein Anwalt dieses Mandat nicht annehmen, er geht doch bei einem solventen Mandanten kein Risiko ein.
Versorger geben schon ab 1€ (+ verdienstvollen x Mahnungen) ihre Forderungen an Inkasso ab
und da rechnet sich das dann.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
 
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Ich grüße euch und insbesonders DDresdner!
Warum sollte ein Anwalt dieses Mandat nicht annehmen, er geht doch bei einem solventen Mandanten kein Risiko ein.
Versorger geben schon ab 1€ (+ verdienstvollen x Mahnungen) ihre Forderungen an Inkasso ab
und da rechnet sich das dann.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
Fazit: Unter 5.000 Euro Streitwert lohnt sich ein Fall für einen Rechtsanwalt nicht.
Ob man selbst wegen 34 Euro ein paar Stunden Lebenszeit und Nerven opfern will, muss jeder für sich selbst entscheiden...
 
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