Echtheits- und Erhaltungseinschätzung Reichsmünzen

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Dieses Dreimarkstück würde vermutlich als " PL " gegradet werden.Es hat tief spiegelnde Felder , von dem sich das Relief deutlich abhebt und ähnelt den in den 1880er Jahren in San Francisco mit diamentstaubpolierten Stempeln geprägten Dollarmünzen, die als " prooflike " gehandelt werden.
Das ist sehr interessant! Hast eine Quelle dafür, dass die US Münze eine solche Politur verwendet hat? In Deutschland hat man für das letzte Finish soweit ich weiß unter anderem Pariser Rot genommen, um auf Hochglanz zu kommen.


Vielen Dank @bernwetz, @kleinerAdler, @Hsv1896, @Halbmond und @Kronerogøre für eure Meinungen zu dem Luitpold 5 Mark Stück.
Ich schätze das Stück ebenfalls als vz-st ein und sehe es als Ms64. Eine Ms63 hätte lauter kleine Krüssel und schlechteren Glanz, für mehr sind die größeren Macken aber leider zu viel :( .

Die vom Händler angegebene Beschreibung Prooflike kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen. Die Münze stammt aus einem Etui und die kleineren Nominale sind besser. Grade das 2 Mark Stück ist mindestens eine Ms65, was jedoch offenbar nichts besonderes ist.
Bei dem Etui bin ich mir nicht mal sicher, ob es vollständig aus der Zeit stammt. Gab es im Kaiserreich schon solche blauen ,,Einlagen''?.
Der Preis für alles betrug 275 Euro. Würdet ihr die drei dafür behalten oder das Geld lieber in andere Stücke stecken? Silber ist bei mir nur ein Randgebiet und ich glaube der 5er hat preislich das größte Gewicht.
 

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Da die Bezeichnung " PL " im Deutschen nicht definiert ist, lassen sich unter solchen Münzen mit Sicherheit auch die Erstabschläge verstehen, die ja den PPs auch nur ähnlich sind. Siehe diese beiden Beispiele, wobei bei J 117a natürlich nur die Adlerseite für den Vergleich relevant ist.:
Ich glaube um ehrlich zu sein nicht, dass jeder Erstabschlag zwangsweise ein spiegelndes Finisch haben muss. Wenn die frisch hergestellten Stempel vor dem ersten Einsatz keine Politur auf Hochglanz erhalten dürfte das Ergebnis eher unspektakulär aussehen. Die Sache ist halt, dass man beim Urstempel das Feld eher schlecht polieren kann und deswegen dürften die etwas rauer gewesen sein.
 
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Die vom Händler angegebene Beschreibung Prooflike kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen. Die Münze stammt aus einem Etui und die kleineren Nominale sind besser. Grade das 2 Mark Stück ist mindestens eine Ms65, was jedoch offenbar nichts besonderes ist.
Bei dem Etui bin ich mir nicht mal sicher, ob es vollständig aus der Zeit stammt. Gab es im Kaiserreich schon solche blauen ,,Einlagen''?.
Der Preis für alles betrug 275 Euro. Würdet ihr die drei dafür behalten oder das Geld lieber in andere Stücke stecken? Silber ist bei mir nur ein Randgebiet und ich glaube der 5er hat preislich das größte Gewicht.
Ich habe für meine Box ohne Aufgeld 205 Euro bezahlt, dazu Porto noch ne Ecke, dann komm ich auf etwa 260 Euro. Meine Box ist zwar außen rot, innen aber auch blau. Ich denke schon, dass die aus der Zeit ist. Mittlerweile kann es zwar gut sein, dass die ursprünglichen Stücke der Box gegen bessere oder andere ausgetauscht wurden und nicht mehr der Originalausgabe entsprechen. Aber wenn die Qualität stimmt - und mir scheint das tut sie - würde ich die Box behalten.
 
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Das ist sehr interessant! Hast eine Quelle dafür, dass die US Münze eine solche Politur verwendet hat? In Deutschland hat man für das letzte Finish soweit ich weiß unter anderem Pariser Rot genommen, um auf Hochglanz zu kommen.


Vielen Dank @bernwetz, @kleinerAdler, @Hsv1896, @Halbmond und @Kronerogøre für eure Meinungen zu dem Luitpold 5 Mark Stück.
Ich schätze das Stück ebenfalls als vz-st ein und sehe es als Ms64. Eine Ms63 hätte lauter kleine Krüssel und schlechteren Glanz, für mehr sind die größeren Macken aber leider zu viel :( .

Die vom Händler angegebene Beschreibung Prooflike kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen. Die Münze stammt aus einem Etui und die kleineren Nominale sind besser. Grade das 2 Mark Stück ist mindestens eine Ms65, was jedoch offenbar nichts besonderes ist.
Bei dem Etui bin ich mir nicht mal sicher, ob es vollständig aus der Zeit stammt. Gab es im Kaiserreich schon solche blauen ,,Einlagen''?.
Der Preis für alles betrug 275 Euro. Würdet ihr die drei dafür behalten oder das Geld lieber in andere Stücke stecken? Silber ist bei mir nur ein Randgebiet und ich glaube der 5er hat preislich das größte Gewicht.
Ich halte das Etui so, wie es ist, für aus der Zeit. Die blaue Samteinlage sieht alt aus. Weiss und blau als die Farben Bayerns sind ersteinmal auch naheliegend. Diese Etuis sind wohl sämtlich von diversen privaten Herstellern produziert und vertrieben worden, da wird es eine Vielzahl an Ausführungen geben. Der Preis, den Du gezahlt hast ist ok. Die Frage bei diesen alten Etuis stimmt, ob die Bestückung noch die originale ist, oder ob nicht doch der Hausvater mal Durst hatte, bzw. das Eheweib ein neues Mieder brauchte. Ich sehe bei den Münzen in solchen Etuis immer auf die Patina. Wenn alle Münzen in gleicher Art getönt sind, ist eine gemeinsame Aufbewahrung über einen gewissen Zeitraum hinweg wahrscheinlich.
 
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Ich glaube um ehrlich zu sein nicht, dass jeder Erstabschlag zwangsweise ein spiegelndes Finisch haben muss. Wenn die frisch hergestellten Stempel vor dem ersten Einsatz keine Politur auf Hochglanz erhalten dürfte das Ergebnis eher unspektakulär aussehen. Die Sache ist halt, dass man beim Urstempel das Feld eher schlecht polieren kann und deswegen dürften die etwas rauer gewesen sein.
Der spiegelnde Effekt wird natürlich vom Stempelfinish abhängig sein. Je nachdem, wie der Arbeitsstemel vor der Prägung behandelt wurde ( Politur ) wird er spiegelnde Felder erzeugen oder nicht.
 
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Das ist sehr interessant! Hast eine Quelle dafür, dass die US Münze eine solche Politur verwendet hat? In Deutschland hat man für das letzte Finish soweit ich weiß unter anderem Pariser Rot genommen, um auf Hochglanz zu kommen.
Ich habe das vor vielen Jahren in " A Guide Book of Morgan Silver Dollars " ( Bowers ) gelesen. Beim schnellen Durchblättern habe ich die Stelle natürlich nicht gefunden, aber ich gucke noch mal genauer nach.
 

Münzadler

Moderator Deutschland von 1871 bis 1948
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Naja, leicht berieben würde ich es nich nennen. Und ja, es wurde nicht erwähnt.

Das ärgerliche an dem Vorgang ist das dass Stück ist ansonsten schön ausgeprägt ist und der Prägeglanz noch schön vorhanden ist.
Eine Alternative wäre dieser 83er hier im old green label, für mich ein klasse Stück.
 
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