Echtheits- und Erhaltungseinschätzung Reichsmünzen

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Ich würde anhand der Fotos auch ein vz+, vielleicht ein vz/stgl. geben. Die Fotos sehen bischen komisch aus, als wenn sie rostig wäre. Da bekommt man bestimmt noch bessere Fotos hin.
 

Kempelen

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Jetzt wird mir einiges klar. Ich habe da einen ansonsten stempelglänzenden Silber-5er von 1902, Sachsen, auf seinen Tod. Mitten übers Porträt parallele Kratzer........ Als ich den als 14-15-jähriger für den Lohn von etwa 100 Stunden als schriftlicher Bieter auf einer Auktion gekauft hatte, war ich enttäuscht. 420 DM waren um 1978 viel Geld.
Als ich 1984 meine Handwerkslehre begonnen habe, bekam ich im Monat 320 DM als Ausbildungsvergütung.
Wenn man als Arbeitszeit pro Monat grob 160 Stunden veranschlagt, ergab das einen Stundenlohn von 2 Mark, das wäre also 1 Euro. Es gab also schon damals 1 Euro Jobs. ;)

Nach drei Monaten leistete ich mir davon eine Canon T 50 Spiegelreflexkamera mit Normalobjektiv.
Diese kostete damals 550 DM oder umgerechnet 275 Arbeitsstunden (!). Sie hat heute den Ehrenplatz in meiner kleinen Fotoapparatesammlung. :)
 
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Dann schwelgen wir mal in Nostalgie. Meine Lehrzeit begann 1982 in Ostberlin. Lehrlingsgeld 120 DDR-Mark. Abzüglich Sozialversicherung 10% bleiben 108 Mark übrig. Davon musste ich noch Internatskosten zahlen, so dass etwa 83,- Mark für den Monat übrig waren. :(
Irgendwie sind wir aber auch klar gekommen.
 
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Nach dem Abi habe ich für ein paar Wochen auf einem Hof gearbeitet. Saatgutbetrieb. Jeden Tag bin ich stundenlang über die Felder gelaufen ,um Fremdsorten auszurupfen. Der Lohn wurde mir per Scheck ausgzahlt. Als ich ihn einlöste bekam ich u.a. einen Fünfhundertmarkschein,ein Nominal, dass ich vorher noch nie in der Hand gehabt hatte. Von meinem Verdienst habe ich mir eine Guitarre gekauft. Heute spielt meine Tochter darauf, worüber ich mich sehr freue.
 
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Weimarer Republik 5 Reichsmark 1927 A 100 Jahre Bremerhaven | eBay Dieser Bremerhaven-5er wurde heute bei ebay zugeschlagen. Ob der echt ist? Irgendwie wirkt das Teil seltsam.
Das Prägebild ist verwaschen, das B(remerh..) ist mit dem Rand verbunden, sieht nicht nach Stempelbruch, eher nach Guss aus. Der Rand ist an manchen Stellen eigenartig, zB. bei hundeRt, wo das R auch miess aussieht.
Auf der Rückseite hat das F in Fünf eine (Guss-)Blase, ebenso der Bogen gegenüber.
Das oberste Segel am mittleren Mast ist auch schlecht.
Alles sehr flau und unruhig. Von meinen zwei Fälschungen und viel Bilderstudium beim flotten Ali würde ich sagen, nicht wirklich echt ;)
Hoppla, item 1005003267404885 beim Ali hat die selbe Macke am Segel. Weniger als $3 für über €400 verkauft, das nenne ich einen guten Schnitt, so einen Gewinn macht man wohl nicht einmal mit Drogen/Waffen/suchdirwasaus.
 
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Danke für eure Einschätzungen zu meinem J. 98!
Ja, die Fotos sind gerade noch im Hellen entstanden, die Sonne stand schon sehr tief.. Das hat sich besonders schwierig mit der dunkeln Patina gemacht. Nächstes mal versuche ich etwas bessere zu präsentieren.
 
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Ich schließ mal an Münzwurfs Posting an und stelle meine beiden 1888er ein - seit langem schon die einzige Möglichkeit ein halbwegs erschwingliches zwei- oder fünf-Markstück in guter Erhaltung und mit kleinem Adler zu bekommen. Der Kaiser regierte zwar nur kurze Zeit, aber ganz viele Menschen legten sich Münzen des ersten Jahrganges zurück. Daher sind gute Erhaltungen, auch ungereinigte, relativ zu anderen Jahrgängen und Herrschern/Gebieten bezahlbar. Gleichwohl man sie auch suchen muss. Ich halte (ich bin da ganz vorsichtig, warum, wird in den nächsten Tagen und Wochen sehr klar werden) die Patina für gewachsen und aus der Zeit und beide Münzen daher für ungetaucht.

Die Felder des Fünfers "leuchten" bei entsprechendem Lichteinfall auch zwischen den Buchstaben genau so, wie in den Feldern. Die Prägung des Zweiers ist im Vergleich zum Fünfer matter, der Spiegeleffekt (Drehglanz) ist auch beim Zweier vorhanden, allerdings etwas weniger.
 

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Wichtig für das Erkennen von Fälschungen kann auch das Wissen über den Materialfluss (Kaltverflüssigung des Metalls) beim Prägen sein. Dezentrierungen, aber auch Zainenden und ohne Ring geprägte Münzen liefern Hinweise darauf, was beim Prägevorgang passiert. Ein Guss weist hingegen ganz andere Merkmale auf. Nur soviel: das Metall fließt von innen nach Außen. "Außen" wirken Buchstaben bereits fertig, wohingegen "Innen" das Material noch nicht ganz in die Vertiefungen des Stempels gelaufen ist. Ein minimal)* dezentriertes Dreimarkstück von 1908 zeigt das sehr gut, sodass ich mir den (technisch sicherlich sehr ähnlich hergestellten aber thematisch nicht mehr zugehörigen) noch extremer dezentrierten "Silberadler" von 1963 sparen kann. Der "Taler" von 1908 ist ungeputzt / ungetaucht, sodass auf der Münze auch die allerfeinsten Prägedetails erkennbar sind.

)*Das Stück ist tatsächlich minimal dezentriert, weil bis auf etwa einen 3 mm bis 4 mm breiten Bereich alles geprägt ist, der breite, unbeprägte Bereich ist der Materialdeformation geschuldet, die beim Prägen ohne Randeisen ungehindert passiert. Das ändert aber nichts daran, wie teuer so ein Stück ist. Den Preis macht der Markt. Und der sagt in Händlerlisten: 15-20 % dezentriert. Nun gut, das stimmt, wenn sie den unbeprägten Teil messen.

Weil das Material nicht zu 100 % in den Stempel fließen und sich dort regelrecht anstauen konnte, hat die Münze nur einen matten, seidenartigen Glanz.

PS: die "Dellen" in den unbeprägten Bereichen sind da, wo die Buchstaben in der Randschrift sind. Da kann man sich vorstellen, mit welcher Gewalt die Randschrift in die noch unbeprägten Ronden eingebracht wurde.
 

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