Echtheitsprüfung Gold/Platin

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Erste Anhaltspunkte liefern Gewicht und Durchmesser der Platinmünze.

Stimmen die nicht, dann braucht man erst garnicht zu kaufen.

Eine zusätzliche Dickenmessung mit einer Schubleere kann helfen, plumpe Fälschungen aus viel leichterem Material zu erkennen. Dazu muss man aber ungefähr wissen, wie dick die Originale sind.

Genauere Aussagen als die Dickenmessung liefert die Tauchwägung, die im Vergleich dazu aber recht umständlich ist.

Sammler, die mit dem zu erwerbenden Münztypus vertraut sind, betrachten die Münze sorgfältig unter der Lupe. Wirkt die Münze nicht so, wie die bekannten Originale, dann lässt man es besser sein.

Mehr kann ein "normal" ausgestatteter Sammler nicht machen.

Profis würden die elektrische Leitfähigkeit oder die Ultraschalleitfähigkeit mit teuren Prügferäten messen. Wissenschaftler würden die Röntgen-Flouressenzanalyse anwenden, um so (bei älteren Stücken oder Stücken aus einem homogenen Metallvorrat) über die im Metall enthaltenen Spurenelemente weitere Rückschlüsse ziehen zu können.
 
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WinBlack schrieb:
Also ich habe mich gestern bei Pro Aurum erkundigt. Die führen lediglich eien Gewichts- und Größenvermessung durch. Es seien bisher zumindest bei Platin keine Fälschungen bekannt, da es nur Iridium und Plutonium mit ähnlichem Gewicht gäbe und keine Metallkombination, die bei gleicher Dicke und Gewicht die Münze immitieren könne. Auch eine Art der Sicherheit...
Ich hab mal ein bißchen gegoogelt:



Es ist wirklich nicht zu erkennen, womit man Platin sinnvoll (aus Betrügersicht) imitieren könnte. Metalle vergleichbarer Dichte sind entweder teurer als Platin oder sie kommen von der Farbe her nicht hin. Osmium riecht sogar streng.

Alles, was silbrig aussieht, ist viel leichter als Platin.
O.k., mit versilbertem Wolfram könnte man vielleicht reingelegt werden. Also beim Münzkauf immer eine Feile dabei haben.
 
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Medaille

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Ich halte die Dichtemessung ebenfalls für die einzige sinnvolle (und vom Aufwand am ehesten zu realisierende) Methode. Vor kurzem habe ich mal bei ebay eine Auktion gesehen, in der der Verkäufer bei einer Medaille, die nachweislich nur als versilbert existiert eine aufwendige Oberflächenanalyse mit angegeben hat, nach deren Ergebnis es sich um fast reines Silber handelte. Das Ergebnis war also eindeutig falsch!
Gruß Medaille
 
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Auf diese Diskrepanz mit der Oberflächenprüfung nach namibia hatte weiter oben schon hingewiesen. Wenn eine dickere Versilberung oder Vergoldung vorliegt kann die Oberflächenprüfung keine sichere Aussage bringen, sondern nur die anderen Kriterien wie Gesamtgewicht, spezifisches Gewicht und Durchmesser/Dicke.
Wie mache ich bei meinen Uhren eine Tauchwägung? Hat jemand Erfahrungen?.
 
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Kann mir evtl. jemand erklären wie eine Tauchwägung funktioniert? Bei Google springt leide rnicht viel nenensweres raus. Oder hat jemand nen Link mit Bild?
 
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WinBlack schrieb:
Kann mir evtl. jemand erklären wie eine Tauchwägung funktioniert? Bei Google springt leide rnicht viel nenensweres raus. Oder hat jemand nen Link mit Bild?
Mit dem google, das ich habe, kommen massenhaft brauchbare Links zum Vorschein. Einen habe ich vorhin auch noch hier eingestellt. Du mußt lesen, Bilder braucht man nicht.

Auch eine Forumssuche führt schnell zum Ziel.
Guckst Du hier: http://www.emuenzen.de/forum/goldmu...age-zur-echtheit.html?highlight=tauchw%E4gung
 

Kempelen

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Ich habe zum Vergleich je eine 1 Unzen Philharmoniker Münze aus Platin und Silber nebeneinandergelegt und fotografiert :

Die Platinmünze ist dunkler als die Silbermünze, sie hat weniger Glanz.

Legt man die Münzen nebeneinander sieht man, daß die Silbermünze fast doppelt so dick ist wie die Platinmünze.

Platin ist nämlich deutlich schwerer als Silber und hat eine Dichte von 21,45 g/cm³, Silber dagegen nur eine Dichte von 10,49 g/cm³.
 

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Respekt Wolfgang! wie hast du denn diesen 14 Jahre alten Fred ausgegraben?
 
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Es gibt die sogenannte Röntgenfluoreszenzanalyse.

Mit dieser kann man zerstörungsfrei die Materialzusammensetzung ermitteln.
Leider ist das dazu benötigte teure Gerät nicht sehr oft anzutreffen.
Und leider zeigt diese Methode nur die Zusammensetzung an der Oberfläche. Goldplattierte oder dick vergoldete Wolfram-Fakes zeigt sie als Gold an. Ein weiteres Problem bei Gold: dieses ist oft mit anderen Metallen legiert. Diese wandern, wenn die Münzen in Weichkunststoff gelagert werden aus, die Münzen werden klebrig-grün, danach bestenfalls schonend gereinigt. Und dann zeigt die Methode meist höhere Goldgehalte an, als die Münze aufweist.
 
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