Ein paar Verständnisfragen für nen Anfänger...

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Hallo,

ich sammle eigentlich keine Geldscheine und habe daher von dem Thema keine Ahnung.

Aber ich wurde kürzlich mal gefragt, ob bzw. was für Infos sich u.a. in der Seriennr. verbergn (quasi: "Du sammelst Euro-Münzen, also kennst Du doch auch irgendwie die Schheine...").
Daraufhin habe ich mal kurz nachgeguckt, ob man wirklich was Genaues sehen kann.

Und dabei habe ich schnell festgestellt, dass man auf diesen Scheinen jede Menge Infos finden kann.
Ich wußte das bisher noch gar nicht. Ich dachte immer, dass z.B. die Seriennummern irgendwie ganz einfach fortlaufend vergeben oder o.

Ich hab deshalb hier nen bischen rumgestöbert und in den Threads, die sich damit befassen, einige links gefunden, die mir wohl weiter geholfen hätten. Die führen aber leider fast alle ins Leere.

Dann habe ich u.a. auch auf den Webseiten der Bundesbank und der EZB gesucht. Auf der EZB-Seite gibt es u.a. zwei links, die zu "Handbüchern" mit jeweils über 250 Seiten führen. Die habe ich auch schon mal überflogen. Aber da geht's es hauptsächlich um Motivbeschreibungen bzw. Ausschreibungen und auf die optischen Merkmale (Sicherheitsstreifen, Kippeffekt etc.). Weitergehende Infos habe ich dort kaum gefunden.

Außerdem habe ich u.a. ein paar Webseite gefunden, die sich schwerpunktmäßig mit Geldscheinen beschäftigen. So ganz schlau bin ich aber auch da nicht geworden.


Daher nen paar Fragen weil mich das Ganze jetzt doch mehr interessiert:

Vorab erstmal das, was ich mittlerweile "herausbekommen" habe (und hoffentlich nicht mißverstanden habe):

1.
Der erste Buchstabe der zwölfstelligen Seriennr. zeigt das Land an, aus dem der Schein stammt (z.B. "X" für Deutschland "Z" für Belgien etc).

2.
"Echte" Scheine kann man grundsätzlich an der Seriennr erkennen; das lässt sich u.a. über die Quersumme etc berechnen (links dazu wie das genau gemacht wird, habe ich auch gefunden).
Aber warum macht man das eigentlich genau ? Nen Fälscher kennt doch diese Berechnung vermutlich auch, deshalb kann´s ja wohl kein "Echtheitstest" sein. Dann müssten die Seriennr. doch noch nen anderen Sinn haben als irgendeinen Schutz vor Fälschungen.

3.
Neben dem "Länderbuchstaben" steht auf den neuen Scheinen ein zweiter Buchstabe. Der gehört zur Seriennr und hat sonst keine Bedeutung. Der wurde nur eingeführt um mehr Seriennummern vergeben zu können.
Aber ist dieser zweite Buchstabe auch für die "Berechnung" der Seriennr. wichtig (wenn ja: wie) ?

4.
Es gibt "Plattencodes", die ganz klein auf der Vorderseite zu sehen sind. Diese müssen mindestens 5 Zeichen (Buchstaben und/oder Ziffern) haben. Bei denen habe ich immer als erstes einen Buchstaben und danach nen paar Ziffern gefunden. Bezeichnet der erste Buchstabe den Ort, wo der Schein gedruckt worden ist ?

5.
Ich habe Verkaufsangebote gesehen, bei denen das genaue Druckdatum genannt wird. Ich finde aber nur eine Jahreszahl. Wo finde ich da genaue Datum ?

6.
Kann man (so wie bei Münzen auch) irgendwo rauskriegen, welcher Schein was für ne Auflage hat ?

7.
Was habe ich vergessen, aber an "Grundsatzinfos" ich sonst noch wissen sollte, wenn ich mich genauer mit Geldscheinen befassen will ? Und kennt ihr den ein oder anderen link, der mir weiterhilft ?


Danke für Eure Hilfe und sorry schon mal für die dummen Fragen - ich habe wirklich versucht, erstmal möglichst viel selbst zu finden, um jetzt nicht "dumm aufzufallen"...
 
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Nur ganz schnell:

Bei den Seriennummern gilt es zu unterscheiden zwischen Erster Serie -- da gibt der erste Buchstaben an, wer den Schein ''bestellt'' hat -- und zweiter Serie, ''Europa Serie'' genannt, da gibt der erste Buchstabe der Seriennummer an, wo der Schein gedruckt worden ist.

''X'' bei Erster Serie bedeutet, der Schein wurde von der Bundesbank in Auftrag geben. Bei der Europa Serie heißt das aber, er wurde in Münschen bei G&D gedruckt. Bei der Europa Serie kann man nicht mehr erkennen, wer ihn bestellt hat.

Ein 5er aus meiner Geldbörse:
ZB4321729563

Z=26
B=2

26+2+4+3+2+1+7+2+9+5+6+3=70
7+0= 7
Bei allen echten Euroscheinen muss die Quersumme 7 sein. Stimmt also.

4+3+2+1+7+2+9+5+6+3=42
4+2=6
Und bei Scheinen mit ''ZB'' muss die Quersumme (ohne die Buchstabenzahlenwertw) 6 sein.

Das wird gemacht um es den Fälschern etwas schwieriger zu machen.

Dieser wikipedia Eintrag dürfte ein paar Antworten für dich haben:
Eurobanknoten – Wikipedia

So weit ich weiß, gibt die EZB nur bekannt, wie viele Scheine einer Wertstufe insgesamt bestellt worden ist (die Zahlen für 2017 fehlen übrigens immer noch!), aber nicht, welches Land bzw. welche Druckerei wie viele hergestellt hat.
 
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dafür danke erstmal ..:)
Muß Wiki dann nochmal genauer lesen - bisher bin ich da auch noch nicht wirklich schlau geworden...:confused:
 
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Danke - ich hab mich da registriert, aber nach solchen Infos muss ich da wohl etwas länger suchen; im Bereich "Euro" hab ich bisher nix gefunden ...:crying:

aber macht ja nix - hier kann ich ja später auch noch mal nachfragen....;)
 
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Hallo,

Es gibt auch hier einiges an Informationen:
EuroBillTracker - Begleiten Sie die Euro-Scheine auf ihrer Reise
EuroTracer - Home

Die Euro-Narrischen im oben genannten Forum tracken ihre Scheine teils recht gerne auf einer der beiden Plattformen oder gar auf beiden.
Sie nutzen auch die Statistiken recht gerne. Wobei die von eurotracer aussagekräftiger (dank mehr Informationstiefe) sind.

Das Jahr des Drucks können die Füxe teils anhand der Druckplattennummer in Verbindung mit der Seriennummer herausfinden.
Bestimmte Druckplattennummern werden oft bestimmten "Seriennummern-Kreisen" zugeordnet und diese wiederum tauchten zu bestimmten Zeiten im Umlauf auf. Gibt im oben genannten Forum extra einen Thread nur zu den aktuellen Ausgaben an den BuBa-Schaltern.

Der Druckplattencode setzt sich folgendermaßen zusammen:

Neue Serie:
X001A1 bedeutet: X für Giesecke & Devrient in München, 001 für die erste Druckplatte (theoretisch also 999 Druckplatten möglich, ich kenne aber bisher nur welche von der alten Serie in den 90ern), A1 steht für die Position der Note im Druckbogen (bei 5ern A bis J und 1 bis 6, bei größeren Scheinen weniger Buchstaben).
Giesecke & Devrient druckt inzwischen keine Banknoten mehr in München. Die konzentrieren sich jetzt auf Leipzig, und die Scheine bekommen den Buchstaben "W".
In Deutschland gibt es dann nur noch die Bundesdruckerei mit "R".

Alle alten und neuen Nummernsysteme findet man recht schnell auf den oben verlinkten Tracking-Plattformen.

Es ist ein recht spannendes Thema, aber auch ein zeitintensives.
Ich persönlich habe beschlossen, meine Noten zwar auf EBT und teils auch auf ET zu tracken und mich hin und wieder zu belesen, bleibe jedoch bei meinen Münzen um mich Hobbymäßig nicht noch mehr zu verzetteln. ;)
 
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Danke Dir !

werde mich dann noch mal "zeitintensiver" in das Thema einarbeiten müssen...
:crying:
 
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