Einfuhrumsatzsteuer für Münzen aus Vatikan oder San Marino

Natürlich ist so ein Einspruch eine unangenehme, lästige und zeitaufwendige Sache.
Aber: Nur wenn das möglichst viele Sammler durchziehen, bringt man vielleicht bei unserem Beamtenapparat einmal welche dazu über den Sinn dieser Maßnahme nachzudenken. All die überflüssige Arbeit, der geflossene Beamtenschweiß und vor allem die wertvolle und teuer bezahlte Dienstzeit kann durch diese 7% unmöglich wieder hereinkommen. Im Endeffekt ist doch der Staat (Also WIR alle!) der Dumme und zahlt nur drauf!
Die Kleinsendungsfreigrenze in Deutschland für zu verzollende Waren aus Drittländern wurde durch die EU gekippt.
Zitat :
"Mit der Streichung der Wertgrenze sollen faire Wettbewerbsbedingungen für EU-Unternehmer gesichert werden, denn bisher mussten Unternehmen von außerhalb der EU bei Sendungen mit einem Wert bis zu 22 Euro keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen".
Somit können unsere Zollbeamten solange über den (Un)-Sinn dieser Maßnahme nachdenken wie sie wollen, ändern wird sich hierdurch nichts da es sich um EU - Recht handelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab ein Problem. Und zwar ist meine Lieferung aus dem Vatikan dieses Mal an eine andere Adresse gegangen. Sowohl im Kundenkonto online als auch auf der Rechnung stehen Liefer- und Rechnungsadresse korrekt drauf. Die Lieferung ging aber laut Sendungsverfolgung woanders hin. Wie komme ich jetzt an die Sendung? Es würde fast 3h Fahrt bedeuten - eine Strecke -, um zur zuständigen Post zu kommen. Zudem werden da sicher wieder Postgebühren anfallen, da die Selbstverzoller-Adresse ja nicht stimmt.

Ich weiß nicht, wieso der CFN plötzlich da hin gesendet hat. Hat jemand schon mal telefonisch Erfahrungen gemacht? Spricht man Deutsch am Telefon?
 
Vielleicht ist es gar nicht deine Sendung und du hast irrtümlich nur eine falsche Sendungsverfolgung zugestellt bekommen.
 
Auf diesem Stand bin ich seit heute auch.
Man muss schon einen ziemlichen Aufwand betreiben, um den Zoll zur Korrektur seiner Fehler zu bewegen.
Es ist geschafft!
Der Zoll berechnet jetzt 2,94 Euro statt vorher 13,68 Euro Einfuhrumsatzsteuer.
36,00 Euro (Warenwert) + 6,00 Euro (Versandkosten) = 42,00 Euro
42,00 Euro x 0,07 (Einfuhrumsatzsteuersatz) = 2,94 Euro
 
Gibt es hierzu neue Erkenntnisse?
Bisher leider nicht. Keine Antwort vom Vatikan, wieso an eine alte Adresse versendet wird.

Ich habe in der Post angerufen, es ist meine Sendung - Abholung aber nur mit Originalausweis, keine Kopie. Jemanden schicken geht also nicht.

Und: 41,04€ Umsatzsteuer + 6€ Auslagen. Keine Ahnung, wie die bei 114€ Warenwert auf 41,04€ kommen. Langsam habe ich beim Zoll das Gefühl, dass niemand da Ahnung von seinem Job hat.

Dann wirds wohl wieder zurück gehen und neu geschickt werden müssen, kann ich auch nicht ändern...:wut:
 
(...) Langsam habe ich beim Zoll das Gefühl, dass niemand da Ahnung von seinem Job hat.
(...)

Kurz zur Erklärung, warum ich diese Aussage getätigt habe - auch wenn ich dafür kurz vom eigentlichen Thema abschweifen muss.
Mein Vater und ich haben uns als Selbstverzoller angemeldet, um den Postgebühren für die Vatikan-Lieferungen aus dem Weg zu gehen. Vergangene Woche kamen nun sogar 2 Sachen aus dem Ausland, welche zum zuständigen Zollamt gegangen sind.
1. 2 Münzen von der Royal Mint (ca. 30€)
2. Briefmarken aus der Schweiz (ca. 25€)

Die Briefmarken aus der Schweiz waren nicht die ersten, die ich erhalten habe. Bisher sind immer alle direkt nach Hause gekommen, da bei der Schweizer Post bestellt. Nun gingen sie dieses Mal zum Zoll. Gut, dachte ich, als Selbstverzoller muss ich wohl nun für ALLES hin.

Es sind normale Briefmarken, ohne Aufschlag, also laut zoll.de umsatzsteuerfrei: "im Inland gültige, amtliche Wertzeichen, z.B. Briefmarken, Steuerzeichen, Stempelmarken, soweit sie zum aufgedruckten Wert geliefert werden, einschließlich Sonderzuschläge (z.B. bei Wohlfahrtsmarken)". Nach ewigen Diskussionen und Vorlegen der ausgedruckten Dokumente (in dem Fall diese Website: zoll.de), musste ich 1,78€ zahlen. Die Marken sind seiner Meinung nach Sammlermarken. Ok, ICH sammle sie, aber weder haben sie einen Aufschlag, noch sind sie als Sammlermarken auf der Homepage deklariert. Der Ausdruck meiner Überweisung aus dem Online-Banking hat im Übrigen auch nicht als "dringend benötigter Zahlungsnachweis" gereicht. Es stand nirgendwo, dass das Geld von MEINEM Konto dafür abgegangen ist. Ich dachte ich spinne. Weitere Diskussionen brachten nichts. Er hätte mir die Marken ohne die Zahlung der 1,78€ nicht gegeben.

Nun kommt es: Die Münzen aus Großbritannien sind seiner Meinung nach umsatzsteuerfrei!!! Statt der eigentlich knapp 3€, die ich hätte zahlen müssen, brauchte ich dafür nichts zahlen. Es seien ja keine Sammlermünzen. Es waren 5 Pfund und 50 Pence König Charles in BU, also definitv Sammlermünzen.

Wie gesagt - ich hab immer wieder erneut das Gefühl, dass beim Zoll NIEMAND Ahnung von dem hat, was er eigentlich tun muss. Ich habe in 12 Jahren Münzen (und früher Briefmarken) aus dem Vatikan nicht ein einziges Mal erlebt, dass etwas korrekt berechnet wurde... Wenn ich so arbeiten würde......
 
Genauso ist es!!!!

Vor allem Deinen letzten Absatz kann ich nur zu 100% bestätigen. Mit dem kleinen Zusatz dass man von ganz oben durch entsprechende (vernünftige) Gesetze, die klar und eindeutig sind, vieles verbessern könnte. Z. B. indem man die Kosten (Arbeitszeit der betreffenden Beamten(innen) ) mit den Einnahmen vergleicht!!!
 
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