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Erhaltungseinschätzung 5 Mark Gedenkmünzen

Dieses Thema im Forum "DDR - Münzen" wurde erstellt von IhasOuts, 5. August 2018.

  1. IhasOuts

    IhasOuts

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    Hallo zusammen,

    ich habe mir diese Woche die folgenden 5er zugelegt und hätte gern eure Hilfe bei der Bestimmung der Erhaltung. Kann mir jemand dazu etwas sagen?
    Auch weiß ich nicht, wie der Markt bei DDR-Münzen gerade aussieht. Unverändert seit Jahren soweit ich weiß? Ist das noch aktuell?

    Anbei die Bilder.
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  2. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Die Preise sind in den letzten Jahren recht stabil geblieben.
    Eine Erhaltungseinschätzung ist mit den Bildern schwierig. Erstens haben die Münzen auch eine Rückseite, die leider fehlt und zweitens sind sie gekapselt. Sind die Kratzer und Fingerabdrücke (Bilder 2, 3 und 4) auf Kapsel oder Münze?
    Grundsätzlich kann man aber sagen, dass gerade die billigen CuNi 5 Mark Münzen in perfektem Zustand zu haben sind und man drunter auch nicht sammeln sollte.
     
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  3. IhasOuts

    IhasOuts

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    Hallo Alu-Chip,
    vielen Dank für die erste Einschätzung! Die Münzen sind liegen zwar in der Kapsel, diese ist aber nicht geschlossen. Sie sind also von der fotografierten Seite her frei. Die Fingerabdrücke/Kratzer sind entsprechend leider auf der Münze gewesen. Die Rückseiten entsprechen den vorderen. Ich konnte dort aber keine Fingerabdrücke entdecken. Ich habe jedenfalls keine Unterschiede bemerken können.
     
  4. purzelchen

    purzelchen

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    Fingerabdrücke sind zwar nicht nett anzusehen, haben aber keinen Einfluß auf die Erhaltung.
    Was auf den Bildern als Kratzer erscheint sind eventuell Abziehspuren.
     
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  5. IhasOuts

    IhasOuts

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    Ich versuche demnächst ein paar bessere Bilder zu machen. Ich habe noch ein paar sehr schöne 5 Mark Münzen, die werd ich bei der Gelegenheit mit fotografieren und dann auch an die Rückseite denken.
    Vielen Dank noch mal!
     
  6. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Auf die Erhaltung haben Fingerabdrücke keinen Einfluss, wohl aber auf den Preis. Bei CuNi-Münzen gehen die nämlich sehr sehr schlecht bis gar nicht mehr weg.
    Als DDR-Sammler kenne ich den Unterschied zwischen Abziehspuren und Kratzern! Auf "Thomaskirche", "Frauenkirche Dresden" und "Marienkirche" sind definitiv Kratzer.
     
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  7. varukop

    varukop

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    Moin Moin !

    Zu 1. ??? - das halte ich für eine sehr gewagte generelle Aussage, denn solch ein Manko geht auf jeden Fall in die Erhaltungseinschätzung ein, so dass die entsprechenden Münzen niedriger einzuschätzen sind. Der Grund dafür besteht in der Möglichkeit, dass solche durch Salze (von Säuren) in / auf der menschlichen Haut hervorgerufenen Abdrücke je nach Metall bzw. -legierung oft nicht mehr entfernbar sind.
    M.E. sollte man deshalb eine derartige Abdrücke aufweisende Münze erst einmal grundsätzlich mit großer Vorsicht "genießen".
    Zu 2. Was auf den leider nicht ganz scharfen Abb. sichtbar ist, sind mit Ausnahme von Sanssouci, bei der man bewusst (möglich auch über Vergesslichkeit) den Stempel nicht endpoliert hat, keine Abziehspuren - auch nicht eventuell. ;)
    Es handelt sich um Kratzer (und Kerbchen) durch wenig optimale Behandlung.

    Nachträglich: Alu- Chip war eine (Abzieh !??)Spur :) schneller mit seiner Einschätzung .......
     
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  8. IhasOuts

    IhasOuts

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    Sind definitiv Kratzer auf den Münzen, was sehr schade ist, weil ich das bei den Auktionsbildern nicht erkennen konnte.

    An Sancoussi kann ich allerdings keine Auffälligkeiten entdecken. Verstehe allerdings nicht was es mit dem nicht endpolierten Stempel auf sich hat. Kannst du das näher erläutern?

    Vielen Dank an alle.
     
  9. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    das versuche ich gern :).

    Zu 1. Deshalb hatte ich dieses Stück auch aus meiner Einschätzung als Ausnahme herausgenommen.
    Bei dieser Münze handelt es sich gemäß meiner Einschätzung über die Abb. tatsächlich um Spuren nach dem "Komplettabziehen" des Prägestempels. Bei diesem Vorgang wird die Stempeloberfläche, die den späteren Münzgrund ausbildet, mit einem scharfkantigen speziellen Werkzeug teilweise oder - wie hier - komplett abgezogen (abgeschabt). Dabei ergeben sich über die jeweilige Güte in der Beschaffenheit der Abziehkante mehr oder weniger deutlich sichtbare und (durch das Nebeneinanderliegen von "Mäckelchen" in derselben) parallel verlaufende minimale Erhöhungen. Diese reichen je nach Abziehvorgang mehr oder weniger über die gesamte Oberfläch eines derart behandelten Stempels.
    Dieses Aussehen könnte man als "Rohoberfläche" eines Stempels bezeichnen. Mit einem solchen Stempel wurde die Sanssouci Münze geprägt.
    Zu 2. Tatsache ist, dass die Prägestätten in der Regel Münzen mit "schönem glatten" Münzgrund herstellen (möchten), da die überwiegende Zahl der Sammler die bei 1. beschriebenen Münzen mit Abziehspuren im Münzgrund nicht mag.
    Dazu ist es erforderlich, dass die Prägestempel nach einem solchen Abziehvorgang nochmals - praktisch als letzten Bearbeitungsschritt (Verschönerungsschritt) vor ihrem Einsatz - sorgfältig "endpoliert" werden, damit diese Abziehspuren nicht auf den Münzen auftauchen !

    Es liegt auf der Hand, dass Stücke mit Merkmalen eines Abziehvorganges sowohl bewusst (auch mit dieser Oberfläche geplant) als auch versehentlich in dieser Form entstanden sein können. Um was es sich letztlich handelt, ist schwer herauszubekommen. Einen gewissen Anhaltspunkt kann dabei z.B. die Menge auftauchender Stücke liefern.
    - Weist die gesamte Auflage Abziehspuren auf ---> mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Absicht
    - Bei einem mehr oder weniger großen Anteil solcher Stücke kann man dann nur spekulieren, was dazu führte (z.B. geplant mit glattem Münzgrund und anfangs auch so geprägt und dann nach einer "Zwischenverschönerung" eines (beider) Prägestempels (Prägestempel) das die Abziehspuren eliminierende "Endpolieren" vergessen).
     
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  10. IhasOuts

    IhasOuts

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    Vielen Dank für deine umfangreichen Ausführungen. Das hilft mir enorm weiter. :)
     
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