Erkennung: Geputzt, getaucht, künstliche Patina ...

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Hallo,

da eine meiner neuen Münzen anscheinend 'getaucht' ist, wäre es nett, wenn ihr mir ein wenig aufklären könntet (vielleicht mit einem Bild zur Veranschaulichung?) - ich würde mich gerne weiter bilden.

was ich mir überlegt habe:

geputzt == feine, parallele Kratzer
getaucht == keinerlei Patina und Verschmutzung in den Vertiefungen

Im thread ' Kaiserreich: Bilder gut erhaltener Großsilbermünzen' werden auch blanke Münzen vorgestellt (also ohne Patina und Schmutz).

Bei Silbermünzen würde ich 'Dtreck' nicht gleich Patina setzen (wie es manche Händler angeben).
 
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Hier zwei Beispiele für eine echte, unberührte Patina
 

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Auf diesem Bild erkennt man eine teilweise geputzte Münze. Die Felder sehen aus wie ein alter Spiegel, der schon blind ist. Im Vergleich zu den J 127 und 128 fehlt der irrisierende Glitzer, wenn man die Münze hin und herbewegt.
 

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Getaucht und geputzt, besonders auf der Portraitseite erkennt man das gut.
 

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Münzadler

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Dickes Lob an Kroner, super dargestellt! :respekt:
 
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Auf diesem Bild erkennt man eine teilweise geputzte Münze. Die Felder sehen aus wie ein alter Spiegel, der schon blind ist. Im Vergleich zu den J 127 und 128 fehlt der irrisierende Glitzer, wenn man die Münze hin und herbewegt.

Ist das irrisierender Glitzer auf den beiden Münzen?
Ich hätte jetzt gedacht, daß die nicht geutzt und getaucht sind.
 

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Ist das irrisierender Glitzer auf den beiden Münzen?
Ich hätte jetzt gedacht, daß die nicht geutzt und getaucht sind.

Wenn die Bilder des Fünfmarkstückes von 1908 von dem Händler stammen, an den ich denke, ist die Münze nicht manipuliert.
 

jeggy

********
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Ich denke, die allermeisten älteren Münzen wurden irgendwann schon mal "behandelt",
den Trick mit Alu und warmem Salzwasser kennt man ja schon länger als es Tauchbäder gibt.
Und Händler peppen auch öfters auf, um das Stück noch etwas wertvoller aussehen zu lassen.
Je nach dem, was gerade "Mode" ist: glänzig oder patiniert. Reden tun sie darüber natürlich nicht.
Dann braucht es, je nach Lagerung, wieder 5-20 Jahre bis die Patina wieder drauf ist.
Eine dicke Patina ist auch eine gute Camouflage für den Zustand der metallenen Oberfläche,
feine Haarlinien sind evtl. nur mit starker Vergrösserung sichtbar.
Wirklich unberührte Münzen aus 19. Jh oder gar älter gibt es meiner Meinung nach nur sehr wenige.

Gruss,
jeggy
 
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Ich denke, die allermeisten älteren Münzen wurden irgendwann schon mal "behandelt",
den Trick mit Alu und warmem Salzwasser kennt man ja schon länger als es Tauchbäder gibt.
Und Händler peppen auch öfters auf, um das Stück noch etwas wertvoller aussehen zu lassen.
Je nach dem, was gerade "Mode" ist: glänzig oder patiniert. Reden tun sie darüber natürlich nicht.
Dann braucht es, je nach Lagerung, wieder 5-20 Jahre bis die Patina wieder drauf ist.
Eine dicke Patina ist auch eine gute Camouflage für den Zustand der metallenen Oberfläche,
feine Haarlinien sind evtl. nur mit starker Vergrösserung sichtbar.
Wirklich unberührte Münzen aus 19. Jh oder gar älter gibt es meiner Meinung nach nur sehr wenige.

Gruss,
jeggy

Im Sprachgebrauch des Handels nennt sich das dann " altberieben "
 
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Was haben mich früher auch immer diese Problem und Phobien geplagt,
bis mir mein Arzt sagte, ich solle mich nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit aufregen - besonders wenn ich sie selbst verursacht habe.
Wenn die Probleme endlos werden, muss man da eingreifen
man muss etwas machen, etwas ändern -

So habe ich einfach meinen inneren hyper Sammlergeist erschlagen und bin genau in entgegengesetzter Richtung weiter marschiert -

Russland-3-Kopeken-1864.jpg

nun ärgert mich garnichts mehr - Putzspuren !? was sind das?
höchstens ein kleiner Randschaden :( aber sonst nichts.
 
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