EU-Parlament will die 1- und 2-Cent-Münzen abschaffen

numisfreund

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EU-Parlament will die 1- und 2-Cent-Münzen abschaffen

24.05.2012, 08:11 Uhr | t-online.de
Die 1- und 2-Cent-Münzen sind den EU-Parlamentariern ein Dorn im Auge (Quelle: dpa)

Das EU-Parlament würde gerne die 1- und 2-Cent-Münzen abschaffen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Abgeordneten nach übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag. Die Parlamentarier beauftragten die Europäische Zentralbank (EZB) zu prüfen, welche Kosten ein solches Aus mit sich bringen würde und ob die Bevölkerung diesen Schritt akzeptieren würde. Positive Beispiele für einen Ausstieg aus dem Kleingeld gibt es bereits.

1- und 2-Euroscheine im Gespräch

Zu teuer und zu umständlich: Den EU-Parlamentariern sind die 1- und 2-Cent-Münzen ein Dorn im Auge. Sie wollen die Flut an Kleingeld eindämmen und Scheinen damit mehr Chancen einräumen. Denn neben der Abschaffung der Mini-Münzen diskutiert Brüssel auch neue 1- und 2-Euro-Scheine.

Der österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin erklärte in auf der Internetseite des EU-Parlaments dazu: "Die EU-Kommission sollte einen Bericht erstellen, in dem die Vor- und Nachteile von 1- und 2-Euro-Banknoten dargestellt werden."

Vorteile neuer Scheine

Zwei entsprechende legislative Berichte verabschiedeten die Abgeordneten am Dienstag mit großer Mehrheit. Die EZB bekam einen entsprechenden Auftrag. Martin zufolge sollen die Produktionskosten von 1- und 2-Cent-Münzen ins Verhältnis zu ihrem Nutzen und Wert gesetzt werden. Zu der Nachrichtenagentur APA sagte Martin: "1- und 2-Euro-Scheine werden vielerorts aus praktischen Gründen gewünscht. Die EZB sollte diesem Bürgerwunsch entsprechen."

Finnen nutzen keine Mini-Münzen

Vielen EU-Bürgern sind die Mini-Münzen zu umständlich. Zudem ist die Herstellung des Kleingelds verhältnismäßig teuer. Die Abschaffung könnte das Zahlungssystem deutlich effizienter machen. Deshalb nutzt etwa Finnland die 1- und 2-Cent-Münzen im Alltag gar nicht. Händler runden alle Preise auf fünf Cent - und es gibt keine Beschwerden.

Bargeld hoch im Kurs

Die Deutschen lieben laut Bundesbank-Zahlen von 2009 ihr Bargeld. Im Einzelhandel sind Scheine und Münzen demnach weiterhin das mit am Abstand am meisten genutzte Zahlungsmittel. Gemessen am Umsatz liegt der Anteil bei 57,9 Prozent. Mit Kreditkarte wurden lediglich 3,6 Prozent der Beträge beglichen. Elektronische Zahlungsmethoden stecken nach Einschätzung der Notenbanker noch in den Kinderschuhen.

Kanada schafft den Penny ab

Aber auch im Ausland kehren die Bürger dem Kleingeld den Rücken. Die Kanadier etwa prägen diesen Herbst das letzte Mal den Penny. Dann fällt die Mini-Münze der Inflation zum Opfer. Denn die Herstellungskosten seien pro Cent auf 1,6 Cent gestiegen, was den Staat jährlich zusätzlich Millionen Dollar koste, so Kanadas Finanzminister Jim Flaherty.

Nach Informationen des "Wall Street Journals" könnten die USA dem kleinen Bruder bald folgen. Denn auch in den Vereinigten Staaten ist die Produktion der Cent-Münzen deutlich teurer als ihr Nennwert. US-Präsident Obama plane deshalb in einem ersten Schritt, die Münzen aus günstigerem Material herstellen zu lassen.

Quelle
 
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1- und 2-Euroscheine im Gespräch


Der österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin erklärte in auf der Internetseite des EU-Parlaments dazu: "Die EU-Kommission sollte einen Bericht erstellen, in dem die Vor- und Nachteile von 1- und 2-Euro-Banknoten dargestellt werden."
Der Umstand, dass dieser Vorschlag aus Österreich stammt, scheint mir bemerkenswert. Ich hatte kurz nach der Euro - Einführung mal gehört, dass die 1 und 2 Euro - Münzen in Cisleithanien besonders unbeliebt waren, da sie da Portemonnaie aufblähen uns so in der Kleidung hässliche Ausdellungen verursachten, was sich nicht mit dem Bedürfniss gut gekleidet zu sein in Übereinkunft bringen liesse.

Mit dem 20 - Schilling- Schein hielt Östereich sich zudem eine der kleinwertigsten Banknoten , die 20 Schilling - Münze konnte sich wohl nie so recht durchsetzen.
 
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Da die bei mir immer in die Spardose wandern und nach nem halben Jahr zur Bank kommen, bin ich gegen die Abschaffung - was soll ich denn dann noch sparen? :D

Nee mal ehrlich. Also ich find auch, dass man auf 1 und 2 Cent ruhig verzichten kann. In anderen Ländern klappt es ja auch. Entweder wird darauf verzichtet, diese zu verwenden oder sie werden ganz abgeschafft (siehe Kanada dieses Jahr). Und wenn die Herstellungskosten entsprechend höher sind als der draufstehende Wert, dann weg damit.

Ob jetzt 1 und 2 Euro Scheine sein müssen... Naja - ich bezweifle es. Wenn ich zB 1 Euro Trinkgeld geben will, dann ist mir doch egal, ob ich da nen Schein oder ne Münze gebe. Wobei Münzen wahrscheinlich sogar günstiger sind, denn die kann man schnell mal rollen, wenn ich genug habe...
 
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Genau, weg damit.
Die Finnen machen uns das schon seit Jahren vor.

Und dadurch entsteht gleichzeitig ein "abgeschlossenes Sammlergebiet",
übrigens durchaus zu schaffen, mit nur 14 Jahrgängen :)

Frohe Pfingsten
 

numisfreund

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Und dadurch entsteht gleichzeitig ein "abgeschlossenes Sammlergebiet",
übrigens durchaus zu schaffen, mit nur 14 Jahrgängen :)
Das sehe ich so noch nicht ... - Wetten, dass dann in den Kursmünzensätzen oder den "speziellen Sammlerausgaben" doch noch alle acht Nominale erscheinen werden? (Siehe Finnland)
 
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Das sehe ich so noch nicht ... - Wetten, dass dann in den Kursmünzensätzen oder den "speziellen Sammlerausgaben" doch noch alle acht Nominale erscheinen werden? (Siehe Finnland)
Warum auch nicht ... es gibt ja auch 1,5-, 3- oder 8-Euro-Münzen ... wenn´s der Sammler bezahlt ... :cool:
 
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Ich fänds nicht gut, aus rein persönlichen Gründen: Ich mag Kupfergeld gerne, und ich verschenke gerne versilberte und vergoldete Cents (oder Pfennige zu Silberhochzeiten) des entsprechenden Jahres und Orts zu Geburten, Hochzeiten und ähnlichem.
 

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Joh, sollen die ruhig die 1 und 2 Cent - Münzen abschaffen. Das mit dem ständig überfüllten Portemonnaie, welche dadurch natürlich auch schneller, bzw. vor allem bei Frauen wegen dem Haushaltsgeld für die täglichen Einkäufe ständig kaputt gehen, ist vollkommen richtig. Auch geht so`n popeliges Cent - Stück mal eben schnell verloren. Jedoch die Händler wird es freuen, wenn sie ihre sämtlichen Preise ("mal wieder von oben verordnet") mit einem Schlag aufrunden dürfen / müssen ---> da kommt so einiges in der Summe zusammen :D ...
 
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Bei mir sammelt sich nie Kleingeld im Portemonnaie an (außer ich will es). Ist doch kein Problem, die letzten Stellen der Preise zusammenzurechnen und die Cent passend zu haben, zumal ja meist eine neun am Ende ist -> ich habe 7 Artikel gekauft, drücke der Kassiererin also 3 cent zusätzlich in die Hand und bekomme automatisch eine glatten Betrag raus.
 
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Die Rundungsregeln werden vermutlich behördlich verordnet sein und nur bei der Schlussumme zur Anwendung kommen.
 
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