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Eure Kauftipps bei Feinwaagenkauf

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Ich leite keinen Erhaltungsgrad vom Gewicht alleine her ab. Es ist ein Hinweis von mehreren.
Das schrieb ich aber ja bereits. Vielleicht hast du das ja überlesen, kann ja mal passieren ;)
Ich nehme es auch nicht allzu ernst, aber es gefällt mir nicht, wenn jemand Gedankengänge nicht nachvollziehen kann oder will.
 
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Hallo,

dann geb ich auch noch mal meinen "Senf" dazu...:

Wenn die Waage 0,001g genau anzeigt, sollte davon ausgegangen werden, dass wenigstens die 2. Stelle nach dem Komma halbwegs stimmt. Wenn der Hersteller aber nur 0,05g oder noch weniger als Genauigkeit angibt ist das ganze Abzocke weil nicht brauchbar. Die Fließkristallanzeige kostet bei der Technik das wenigste, da kann man auch 10 Stellen nach dem Komma dran hängen - allein genauer wird es nicht!
Eine Waage in diesem Wäägebereich sollte grundsätzlich immer vor dem Messen kalibriert werden. Der größte Fehler liegt nicht bei den Waagen, sondern bei dem Nutzer der Waage. (im übrigen Kalibriergewichte mit der Hand anfassen ist äußerst vorteilhaft, jeder Fingertatsch beschert der Oberfläche etwas Fett, dann Staub - oder auch bei ständiger Benutzung Abrieb, auch beim entfernen der Fingertatscher - steigert die Genauigkeit beim Wiegen sehr)
Grundsätzlich muss eine Waage immer genau "in Waage" stehen um ordentlich messen zu können. Ausnahme hierzu sind einzig Balkenwaagen. Bei denen der Aufbau des Gerätes einen minimalen Schrägstand ausgleichen kann. Wenn genaue Wägungen stattfinden sollen, muss die Waage in einem eng umschlossenen Raum stehen. Am besten einen kleinen Plexiglaskasten darüber stülpen, so das Luftbewegung ausgeschlossen werden kann. Richtige Feinwaggen stehen immer in einem verschließbaren Wäägekasten oder Glasschränkchen mit gut schließenden Türen, da der Einfluss von "Luftzug" ein genaues wiegen ab einer bestimmten Stelle hinter dem Komma einfach nicht mehr zulässt (schon die 100'stel sind bei 99% aller nicht professionellen Wäägungen nur noch eine Ratestelle wenn man davor steht und auf die Waage athmet.)
Beliebtes Spiel bei Goldhändlern im vorderasiatischen Raum, wo Gold nach Gewicht verkauft wird.:
Vor dem Wiegen wird die Waage auf 0 gestellt, ein Kallibriergewicht drauf gestellt und dem zukünftigen Käufer von Schmuck die Werte gezeit, damit die Waage auch wirklich genau geht. Dann wird der Schmuck auf die Waage gelegt und ein 2. Mitarbeiter schaltet im gleichen Augenblick mit Hinweis auf das schwülwarme Wetter den Deckenventilator ein.... :newwer::newwer::newwer:
In meinem Labor kann ich Messungen an offen stehenden Waagen teilweise verwerfen, wenn ein Kollege durch die 8m entfernte Tür hereinkommt....
Richtig wiegen ist leider nicht ganz so einfach wie mancher denkt. Wenns wirklich genau sein soll - ab in mehrere Apotheken und Werte vergleichen....

Grüße
pingu

pS: wenn ich das Gewicht zur Erhaltungseinschätzung nutzen mag (auch als ein Faktor von vielen) sollte ich aber schon beim justieren der Ronden dabei gewesen sein (zumal wenn die Abweichung meiner Waage viel geringer als das Passiergewicht der Ronden ist) - auch da haben nur Menschen gearbeitet und das seeeeehr genau....;)
 
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Hallo,

dann geb ich auch noch mal meinen "Senf" dazu...:

Wenn die Waage 0,001g genau anzeigt, sollte davon ausgegangen werden, dass wenigstens die 2. Stelle nach dem Komma halbwegs stimmt. Wenn der Hersteller aber nur 0,05g oder noch weniger als Genauigkeit angibt ist das ganze Abzocke weil nicht brauchbar. Die Fließkristallanzeige kostet bei der Technik das wenigste, da kann man auch 10 Stellen nach dem Komma dran hängen - allein genauer wird es nicht
Bei dem von mir vorgeschlagenen Teil gibt der Hersteller einen Genauigkeit an, die bis 40 Gramm zu wiegenden Material bei 0,001 und von 40 bis 50 Gramm bei 0,002 liegen soll. (Und nicht die 0,05 Gramm, das wäre dann logischerweise Unfug).

Nach meiner Recherche von vor 2 Jahren, als ich mir die Waage gekauft habe, ist das beim Preisbereich von deutlich unter 60 € die am genauesten arbeitende Waage.

Klar muss man daraus keine Wissenschaft machen, aber wenn es darum geht, zumindest die zweite Nachkommastelle genau zu wissen, da hat man mit der Waage meines Erachtens das bestmöglichste Ergebnis.

Danke Dir für deine Ausführungen, du scheinst dich in dem Metier sehr gut auszukennen, wenn du möchtest, kannst du ja gerne mal den von mir gezeigten Link anklicken und da über das Datenblatt des Herstellers schauen, was deine Meinung zu der Waage ist.

Ich denke, dass es wohl keine Zeitzeugen mehr geben wird, die beim Justieren der Ronden damals dabei gewesen waren. Zumindest ist es bei Münzen die beispielsweise 1874 geprägt wurden, recht unwahrscheinlich:p

Da wird man sich wohl auf die Literatur verlassen müssen, und von den “idealen“ 7,965 Gramm zu Annäherungszwecken des Vergleichens ausgehen. Mir geht es aber ja zumindest nur um die Relation meiner Stücke zueinander ;)
 
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Hallo,

dann geb ich auch noch mal meinen "Senf" dazu...:

...
Beliebtes Spiel bei Goldhändlern im vorderasiatischen Raum, wo Gold nach Gewicht verkauft wird.:
Vor dem Wiegen wird die Waage auf 0 gestellt, ein Kallibriergewicht drauf gestellt und dem zukünftigen Käufer von Schmuck die Werte gezeit, damit die Waage auch wirklich genau geht. Dann wird der Schmuck auf die Waage gelegt und ein 2. Mitarbeiter schaltet im gleichen Augenblick mit Hinweis auf das schwülwarme Wetter den Deckenventilator ein.... :newwer::newwer::newwer:

Grüße
pingu
Das finde ich interessant, habe ich bisher noch nicht gehört :)
Weißt Du, was das gewichtsmäßig ungefähr ausmachen kann?
 
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Mit zwei kurze Bemerkungen:

Auch 1874 gab es ein Münzgesetz, das das Sollgewicht und die erlaubte Tolleramt bei der Herstellung festlegte, da braucht ich keine "Zeitzeugen"

Wie sinnvoll ist es mit einer prinzipiell auf 1 mg genauen Waage zu arbeiten, dabei aber "anwendungsbedingte" Meßfehler von mehreren mg zuzulassen?
 
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Hallo,

je nach stärke des Deckenventilators kann da richtig Gewicht zusammen kommen, ich denke das kann durchaus bis in den Bereich von 1 Gramm gehen.

Bei angekipptem Fenster ohne Zugluft springt bei mir die Laborwaage um ca. 0,03 g hoch und runter - also insgesamt 0,06g Streuung.
Bei Durchzug liegen wir schon bei etwa 0,1-0,2 g, daher Streuung 0,4 g.
Ich habe ein kurzes Video gemacht mit einer relativ trägen Kern Waage, wo ich aus 80cm Entfernung leicht in Richtung Waage geblasen habe. Glaube "das sagt mehr als 1000 Worte". Wenn ich mir etwas mühe gebe, so das ich auch einen Windzug spüre liege ich schnell bei 1 g und mehr....

Grüße
pingu
 

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Bei dem von mir vorgeschlagenen Teil gibt der Hersteller einen Genauigkeit an, die bis 40 Gramm zu wiegenden Material bei 0,001 und von 40 bis 50 Gramm bei 0,002 liegen soll. (Und nicht die 0,05 Gramm, das wäre dann logischerweise Unfug).
Das ist der springende Punkt: der Hersteller gibt keine (Meß)genauigkeit an, sondern nur eine Ablesbarkeit. Die Meßgenauigkeit, auf die es ja ankommt, sehe ich im Datenblatt nicht. Die Ablesbarkeit hat keine Aussagekraft über die Meßgenauigkeit.
Ich habe gerade mal meinen Cousin angerufen, der zufällig Konstrukteur für Analysewaagen ist. Er hat mir gleich soviel erklärt, dass ich es mir nicht merken konnte :)
Aber: eine Waage für 60 € kann keine Meßgenauigkeit im Tausendstel-Gramm bieten. Da sind soviele Kompensationsmaßnahmen nötig (Luftdruck, Luftfeuchte, Temperatur, Erdbeschleunigung (!),...), dass das nicht machbar ist. Schon das Messprinzip bei dieser Waage, der DMS (Dehnungsmessstreifen) ist viel zu anfällig für Schwankungen der Luftfeuchte.
Üblicherweise sollte eine Waage, die auf 3 Stellen nach dem Komma anzeigt, auf 2 Stellen nach dem Komma genau messen.
 
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Mahlzeit Zusammen,
erstmal vielen Dank für eure Tipps und Ratschläge.

Warum ich eine Waage haben will die drei Stellen nach dem Komma anzeigt bzw. eine Meßgenauigkeit von 0,001 Gramm anzeigt war das die Waage dann die Position des hunderstelbereich nicht selbstständig auf oder abrunden kann.
Zitat von @arrius : „Üblicherweise sollte eine Waage, die auf 3 Stellen nach dem Komma anzeigt, auf 2 Stellen nach dem Komma genau messen“.

Darum ging es ja, dann hat Onkel Sam ja genau das erreicht was er ursprünglich wollte, die zweite Stelle relativ genau.
 
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