Existiert das Bundesbank Gold noch?

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Klar ist das Gold noch da.....

unklar ist lediglich, wo es ist und wer es besitzt.


Unserer Regierung jedenfalls kann man weder glauben,
noch vertrauen. Traurig, aber leider wahr.


Geht einfach davon aus, das alles, was nicht im Inland und in der
Obhut der Dt. Bundesbank lagert weg ist.

Das, so meine ich, ist eine Annahme, die der Realität wohl
sehr nahe kommen dürfte.


Ob, wann und wie viel des im Ausland gelagerten Goldes
die Dt. Bundesbank von dort zurück bekommt, das
kann keiner realistisch prognostizieren
 
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Focus-Artikel und Münzen ...

sollte man generell nicht überbewerten! Ich bin eigentlich auch kein Abwiegler, aber dieser Artikel ist ein alter Hut. Die ganze Diskussion ist schon vor ca. einem Jahr gelaufen mit dem Mini-Ergebnis der Rückholung eines geringen Teiles der Goldreserven nach Frankfurt.

Im Auge behalten sollte man dabei, dass es handfeste Gründe gab, das Gold zu Zeiten des kalten Krieges außerhalb Deutschlands zu lagern (die "Fuldaer Lücke", durch die ein sowjetischer Panzervorstoß innerhalb von zwei Tagen Frankfurt hätte erreichen können). Und z. Zt. sind die Printmedien stark unter Druck, weil sie leicht abgehängt sind, d. h. in keiner Weise mehr die Nachrichtenlage bestimmen (Snowden) und sich in der letzten Zeit nicht mit Ruhm bekleckert haben (Syrien). Da versucht man als "Qualitätsmedium":lachtot: gerne, mit einer krawallig aufgewärmten alten Kiste Themen zu setzen.

Und ob das Gold noch da ist, ist - im Gegensatz zum Märchen von des Kaisers neuen Kleidern - eine rein akademische Frage:eek:. Denn der Unterschied ist, dass die Zuschauer, die tatsächlich einen Blick auf den Kaiser haben (im Märchen kann das Volk ihn sehen:eek::eek2:, eine Tatsache, die sich nun wirklich nicht bewährt hat:D), allesamt Insider (Notenbänker, Politiker) sind. Und wenn die alle immer wieder die Kleider bejubeln, sind diese halt vorhanden:eek:. Egal ob sie da sind oder nicht, und egal, ob uns das passt oder nicht:). Orwell lässt grüßen.

Unverdrossene Grüße
collettore
 

tom40

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Im Auge behalten sollte man dabei, dass es handfeste Gründe gab, das Gold zu Zeiten des kalten Krieges außerhalb Deutschlands zu lagern (die "Fuldaer Lücke", durch die ein sowjetischer Panzervorstoß innerhalb von zwei Tagen Frankfurt hätte erreichen können).

wie immer bei einem derartigen kommentar: ganz großes gelächter.
allerdings bin ich ausgesprochen froh, dass wir (die BW) das gegenteil nicht beweisen mussten ...
(sorry off topic)

..............

aber selbst unter der annahme, dass alle konjunktive zusammen gekommen wären, hätte man ganz sicher einen besseren (und sicheren) standort als frankfurt finden können

es gab und es gibt keine handfesten gründe (jedenfalls keine, die dem "kalten" krieg zugeordnet werden können) das gold außerhalb von deutschland zu lagern
 
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wie immer bei einem derartigen kommentar: ganz großes gelächter.
allerdings bin ich ausgesprochen froh, dass wir (die BW) das gegenteil nicht beweisen mussten ...
(sorry off topic)

Wenn Dich das so zum Lachen bringt, machen wir off topic weiter: Deine Antwort erinnert mich an einen Schlager, der damals mal kursierte: "Ich bin Bundeswehrsoldat, 'n toller Typ...":D. (Das sollte ein gepflegtes "Foul" sein, und ich hoffe es kam so rüber.)

Zeichnen wir einen Zeitstrahl auf, das hilft manchmal weiter. Wann und wie entstanden die Goldreserven der Bundesbank? Aus den Handelsüberschüssen der 50er und 60er Jahre, als diese in Gold ausgeglichen werden mussten. Als die Umtauschpflicht nach Bretton Woods 1967 (?) aufgehoben wurde, war es mit dem Goldzuwachs zu Ende.

Und wann wurde die Bundeswehr aufgestellt? Beschluss 1955, erste Einheiten 1957, mit einem Sammelsurium alter Schießprügel und alter Panzer (M48). Wann war sie tatsächlich einsatzfähig? Böse Zungen sagen "noch nie", und in den 60er gab es mal einen Spiegelartikel (die sog. Spiegel-Affäre) mit enormen Konsequenzen "Bedingt einsatzfähig". Soll heißen, als sich die Frage der Unterbringung der Goldreserven stellte, existierte die BW mehr oder weniger noch gar nicht.

Und die später propagierte Strategie der "Vorwärtsverteidigung" war nie und nimmer eine "Vorneverteidigung". Die strategische Planung sah vor, die am Rhein aufzuhalten und bei lohnenden Zusammenballungen mit taktischen Atomwaffen in den (west-)deutschen Mittelgebirgen zuzuschlagen.

Ich war auch "beim Bund", und nicht nur Grundwehrdienst. Bei einer Einheit, deren Aufgabe es war, die GSTD-Truppen von hier aus zu lokalisieren und auszuspähen. Was man daraus sehen konnte war zum einen, dass die für Angriff wie für Verteidigung eigentlich relativ schlecht aufgestellt waren, wie die russischen Verbände zum Beginn des WK2. Die Aufstellung war aber ideal für eine flächendeckende Kontrolle der DDR. - Manchmal hatten wir den Verdacht, dass es denen durchaus recht war, wenn wir sie lokalisieren und ihre jeweilige Aufstellung sehen konnten. Wobei auch das schon wieder verdächtig sein konnte. Die Frage mussten wir aber nicht entscheiden.

Wir haben aber niemals die tatsächliche Bedrohung verniedlicht und mit flotten Sprüchen abgetan. Dass es die taktische Doktrin der GSTD war, notfalls aus dem Stand zu umfangreichen Operationen überzugehen, hat mir auch jemand geschildert, der einige Zeit bei der NVA gedient hat. Als kleines Beispiel: Bei der NVA war es strengstens verboten, auf ein sich bewegendes Fahrzeug aufzusitzen (BMP), dagegen war das bei den sowjetische Truppen der Standard. Wenn bei einem größeren Manöver aufgrund dessen zwei Tote zu beklagen waren, war da nicht weiter schlimm. Angeblich war viel von dem rollenden Material marode und nicht einsatzfähig, aber trotzdem war immer genug da, was rollte.

Und deswegen bin ich ebenso froh, dass die BW das nicht beweisen musste, wie Du schreibst. Es gab immer die Propagandisten, die mit dem Maul alles konnten. Aber die wurden selbst in der BW nur von wenigen ernst genommen. Und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es damals gute Gründe gab, nicht alles Gold in Frankfurt/M. anzuhäufen.

Grüße
collettore
 
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es gab und es gibt keine handfesten gründe (jedenfalls keine, die dem "kalten" krieg zugeordnet werden können) das gold außerhalb von deutschland zu lagern

Das die BRD , bei unseren Befreiern , noch immer den Feindstatus hat, ist bekannt. Oder?
Damit erklärt sich doch so einiges.
 

tom40

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Zeichnen wir einen Zeitstrahl auf, das hilft manchmal weiter.... Soll heißen, als sich die Frage der Unterbringung der Goldreserven stellte, existierte die BW mehr oder weniger noch gar nicht.

da gebe ich dir bedingt recht ...

Und die später propagierte Strategie der "Vorwärtsverteidigung" war nie und nimmer eine "Vorneverteidigung". Die strategische Planung sah vor, die am Rhein aufzuhalten und bei lohnenden Zusammenballungen mit taktischen Atomwaffen in den (west-)deutschen Mittelgebirgen zuzuschlagen.

merkwürdig allerdings, dass (heeresstruktur IV) genau die hälfte aller divisionen grenznah (richtung osten) stationiert waren. ohne die "befreundeten streitkräfte" der allierten partner

merkwürdig auch, dass der elbeseitenkanal (fertigstellung 1975) eigentlich nur gebaut worden ist, um truppen des warschauer paktes aufzuhalten (und das hätte er getan, zumindest nördlich braunschweig bis südlich hamburg)
meine restlichen kommentare würden das hier jetzt völlig sprengen

Was man daraus sehen konnte war zum einen, dass die für Angriff wie für Verteidigung eigentlich relativ schlecht aufgestellt waren ....

das spricht doch für meine aussage oben

Und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es damals gute Gründe gab, nicht alles Gold in Frankfurt/M. anzuhäufen.

unter betrachtung des zeitstrahls könntest du recht haben, aber es hätte ja auch nicht frankfurt sein müssen (s.o.)
zustimmen würde ich dir bei "damals", heute gibt es keinen grund mehr, das gold in new york oder wo auch immer zu lagern
 
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Der kalte Krieg bestand doch im Grunde zw. Russland und Amerika, netterweise haben beide Seiten ihre "Freunde" mitspielen lassen.

Die Sowjetischen Besatzungstruppen waren wie der Name schon sagt Besatzer!
 

Hinz&Kunz

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dummes geschwätz

Ende der Sperre: 05-02-2014, 19:00

Dann braucht auch niemand mehr mein dummes Geschwätz lesen.
 
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...unter betrachtung des zeitstrahls könntest du recht haben, aber es hätte ja auch nicht frankfurt sein müssen (s.o.)
Der Unterschied zwischen Frankfurt/M. und Aachen oder Freiburg ist unter militärischen Gesichtspunkten nicht wesentlich. Oberstdorf oder Einödsbach wären unpraktisch, abgesehen von den baurechtlichen Problemen:confused:. Da blieben in der BRD nicht allzu viele Alternativen.

... zustimmen würde ich dir bei "damals", heute gibt es keinen grund mehr, das gold in new york oder wo auch immer zu lagern
bedingte Zustimmung; es gibt zumindest einen Grund weniger. Trotzdem wäre mir unwohl bei dem Gedanken, dass alles auf einem "Haufen" in Ffm liegt. Eine gewisse Dislozierung halte ich nach wie vor für richtig.

Nur die Alternativen in der Welt sind knapp. Allzu viele qualifizierte Handelsplätze gibt es nicht. Beim Gedanken an Singapur oder gar Hongkong hätte ich ein schlechteres Gefühl als in N.Y.
 
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