"Fälscherfabrik" in China

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.....Wie blind kann ein Mensch eigentlich werden vor lauter Gier...
?!?

Grüße Klaus

Stockblind und taub noch dazu!
 
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Ergänzung:

Was natürlich weitaus noch schlimmer ist, sind die Folgen für uns Sammler. Denn diese, manchmal vielleicht auch bewußt erworbenen, Fälschungen werden ja früher oder später auf dem europäischen Markt als "absolut echt" weiter vertickt :mad: !

Grüße Klaus
 
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Hallo,

also meine Meinung ist, wer z.B. auf eBay Fakes aus Fernost, Hongkong, usw. erwirbt ist bescheuert und verdient es nicht besser, als betrogen zu werden. In jedem Angebot steht der Artikelstandort und wenn da "Made in China" dasteht müßte doch selbst dem Dümmsten auch klar sein, daß dieser wertvolle alte Silbertaler, der da angeboten wird eine Gußfälschung ist, selbst wenn er noch so verlockend schön und alt aussieht. Was mich bloß wundert, daß ab und zu selbst alte eBay - Hasen (also Leute, die schon 10 Jahre und länger dabei sind, mit mehreren tausend Bewertungspünktchen) auf solche Angebote reinfallen und 100 / 200 und mehr Euronen hinblättern... :wut: !?!

Wie blind kann ein Mensch eigentlich werden vor lauter Gier...
?!?

Grüße Klaus

Blöd ist nur, wenn der Thailandurlauber seine mitgebrachten China-Fakes mit seinem deutschen Artikelstandort, der gar nicht stimmt, vertickert. Dann geht der Ärger erst richtig los, wenn Du nach Erhalt nur 20g Blech auf der Waage liegen hast statt gut 26g Silber...
 
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Blöd ist nur, wenn der Thailandurlauber seine mitgebrachten China-Fakes mit seinem deutschen Artikelstandort, der gar nicht stimmt, vertickert. Dann geht der Ärger erst richtig los, wenn Du nach Erhalt nur 20g Blech auf der Waage liegen hast statt gut 26g Silber...

Genau daß habe ich unter anderem mit meiner obigen Ergänzung gemeint. Deshalb mein wichtigster Grundsatz: teurere Münzen nur! vom Münzhändler meines Vertrauens erwerben :).

Grüße Klaus
 

rethorn

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1.Es gibt aber ja auch genug in Deutschland lebende Chinesen oder Europäische Käufer, die in China einkaufen( Dank-Paypal-Post-kein Problem).
Dann steht da nicht mehr Artikelstandort China, sonder Artikelstandort : Deutschland usw.
2. Wenn Gedenkmünzen und Umlaufmünzen in Großmengen gefälscht werden, die nicht aus Edelmetallen bestehen, dann können dann auch nur wenige Fachleute mit technischer Ausrüstung helfen.

Denn wenn ich eine Kupfernickelmünze fälsche, klingt sie anschließend auch wie Kupfernickel.

-Und es werden immer weniger Falschmünzen entdeckt.-

Weniger falsche Euromünzen aufgeflogen (27. Januar 2012, 17:03 Uhr)



Zitat:"Falsche Euro-Münzen werden seltener - oder fallen zumindest weniger häufig auf. 157.000 gefälschte Münzen haben Fahnder im vergangenen Jahr in der EU aus dem Verkehr gezogen, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit."Autor: dpa-AFX


Wenn ich monatlich mein Kleingeld bei der Sparkasse in die Zählmaschine werfe, bleiben immer 1-2 nagelneue 2-Euro Stücke von 2011 in der Schale liegen. Optisch sind die immer wie frisch geprägt, fallen aber trotzdem neben all den ganzen vergammelten Gebrauchtstücken durch. Selbst die Bank kann sich das nicht erklären. Ich aber tippe auf Falschgeld und weise darauf hin. Die Bank erwidert jedesmal, daß sie da nicht großartig vor Ort überprüfen können Leider gibt es bei der Bank keine Waage, um das mal genauer zu prüfen. Die ausgesonderten Stücke werden anstandslos per Hand angenommen und gutgeschrieben.
 
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B555andi

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Manchmal ist ein kleiner "Nervenkitzel" ganz spannend... ;)

Natürlich nicht bei einem Account aus China. Außerdem sollte der finanzielle Einsatz im Rahmen bleiben.

Bei mir handelt es sich dann eher um kleinpreisige Dinge, die aufgrund des Auktionsbildes kaum zu erkennen sind oder total verdreckt daherkommen. Da habe ich schon mal aus einem total versifften und verklebten Klumpen nach einem mehrtätigen Bad in Aceton eine wunderschöne bayrische Prämienmedaille hervorgeholt.....
 

rethorn

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...haste nicht im Bericht gelesen... das Versüffen der Münzen ist eine kostenlose chinesische Serviceleistung. Die Münzen werden mit fachmännischer 1500 Jahre langer Erfahrung gealtert, geschrottet und begammelt.....
 
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Hallo,

ich behaupte mal das selbst der Fachhandel heutzutage nicht mehr sicher vor Fälschungen ist. Mittlerweise gibt es Fälschungen in einer Qualität, die nur noch bei einem Test unter Laborbedingungen auffallen.

Story: ich habe vor etwa einem Jahr bei ebay.com einen japanischen Yen gekauft (bei einem großen renomierten Münzhandelshaus), der mit Gewichtsangabe 27Gramm daher kam. Da die Prägung auf den Fotos authentisch aussah hatte ich kein Problem damit das Stück zum Silberpreis zu erstehen, auch wenn ich das Stück schon in der Sammlung hatte. Die Qualität war ausschlaggebend für den Kauf.

Als ich das Stück zuhause hatte, habe ich als erstes alle Daten überprüft (Durchmesser, Dicke, Gewicht) dabei fiel sofort auf das das Stück mit 27,19Gramm etwa 0,2Gramm Übergewicht hatte. Für mich war damit klar, das es sich sehr wahrscheinlich um eine Fälschung handelt. Bis zur WMF blieben aber Zweifel ob nicht irgendwo ein Rohling von einem Handelsdollar gelegen hat und durch Zufall nach etlichen Jahren mitgeprägt wurde.

Auf der WMF legte ich das Stück am Stand der japanischen Händler (3 Mann in Begleitung einer reizenden Dame) vor und fragte was sie für eine Meinung zu dem Stück haben. Die Antwort von Zweien der am Stand vertretenen Händler war sofort "ein schönes, echtes Stück" - dann legte ich das Stück auf die Waage und nach eingehender Untersuchung des Stückes durch die 3 Herren wurde dann festgelegt, das die Yen genaustens justiert waren und das Stück nur falsch sein kann! Einzig ausschlaggebend war das Gewicht für diese Aussage.

Damit war zumindest meine These das das Stück falsch ist schon etwas sicherer.

Das Stück habe ich anschließend noch an einem anderen Stand auf das Material prüfen lassen (bei einem großen Händler mit Berliner Privy-Pandas). Bei der Analyse kam heraus das dieses Stück aus 950'iger Silber mit 4,98% Kupferanteil besteht! Eine Legierung die in Japan aber nie verwendet wurde.
Welcher deutsche Händler das erkannt hätte?
Ein auf japanisches Silber spezialisierter japanischer Händler hat zumindest auf die 1. Einschätzung weit daneben gelegen - und ich wage zu behaupten das dieser Händler schon mehr 1-Yen Stücke in der Hand hatte als ich je gesehen habe....

Daher selbst im Fachhandel sollte immer der Verstand dabei sein - verlassen kann man sich nicht das die Händler jedes Stück genau kennen. Zum Einen gibt es zuviele Einzelgebiete in der Numismatik als das jemand sich mit allem auskennen kann, zum Anderen stellt uns aber auch manchmal die tägliche Routine ein Bein.

Grüße
pingu
 

rethorn

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"Mit großer Begeisterung öffnete Homer das begehrte Päckchen aus Hongkong und bestaunte die darin sorgfältig eingewickelte 2000 Jahre alte, mit dicker Erdkruste versehene Silbermünze der letzten Schmuh-Dynasie.

Von nun an verbrachte er in den folgenden 2 Wochen jede freie Minute damit, unter dem Mikroskop die sehr harten Schichten vorsichtig abzutragen.

Bis es an jenem letzten Tag plötzlich leise knackte und wie durch ein Wunder der Rest des Belages von alleine absprang.

"HEUREKA es ist vollbracht in aller Pracht ohne jegliche Beschädigung !!! " jubelte Homer und wollte gerade freudig und unter Tränen einen Salto schlagen.

Jedoch verstummte sein Lächeln alsbald so schnell, wie der letzte Wimpernschlag eine Freudenträne auf das begehrte Stück befördert hatte, um es damit zu benetzen....

... und diese völlig unerwartet anstatt der erwarteten Büste des finsteren Regenten Schmuhrukan ein kleines Stückchen Pappmache mit der unverhüllten Brusthälfte einer fernöstlichen Gogo-Tänzerin in verblassten Farben hervorzauberte,...
worauf zu allem Unglück dann auch noch schwach die Legende "..ontact me" zu erkennen war."

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