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Flecken auf 2-Euro Münzen

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von Dreas, 9. November 2013.

  1. stroop

    stroop

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    Es scheint sich bei mir auch nur auf einige Münzen (bisher...) zu beschränken, dafür aber quer durch alle Jahre und Ausgabeländer.

    Gibt es keine erprobte Methode, das Zeug möglichst schonend wegzu"rubbeln", bevor sich die Oxidation noch weiter fortsetzt? Ich werde langsam immer ein wenig nervös, wenn ich eine Weile nicht draufgeschaut habe - dann erwarte ich fast schon die nächsten Flecken... Aber es kann ja auch irgendwie nicht sein, dass ich mit dem TE der einzige bin, der dieses Problem zu haben scheint? o_O
     
  2. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Verkaufe einfach den Plunder und sammle Münzen aus Edelmetall oder ganz alte, wo es auf einen winzigen Fleck nicht ankommt. :cool:
     
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  3. Scrooge2017

    Scrooge2017

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    Ich verstehe ganz ehrlich das Problem nicht: bei mir sind alle Münzen tip top, bis auf gelegentliche Silbermünzen, die mit der Zeit natürlich minimal anlaufen, das ist aber alles Jahrzehnte her, seit vielen Jahren lagere ich alles sehr gut und habe keinerlei Probleme. Ich belasse auch alle Stücke in der Originalverpackung, dass ist mir sehr wichtig! Wenn man aber wie geschildert, BU und PP-Münzen aus der Verpackung holt und „anhaucht“, wozu eigentlich?, dann führt das mit Sicherheit zu Problemen, denn Feuchtigkeit ist für Münzen definitiv nicht gut.
     
  4. navada51

    navada51

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    Ich habe mich grade dem Problem gewidmet. Die 2 EURO-Stücke bestehen in der Pille aus Cu750Zn200Ni50, also ein Sondermessing. Bei Feuchtigkeit und statischer Lagerung gibt es dann Korrosionen.

    Bei Betrachtung des Bildes in Beitrag 1 gibt es im Zentrum etwas, was die Korrossion ausgelöst hat. Ein Anhauchen kann ich mir gut vorstellen. Dies muss man nicht selber machen, es reicht auch, wenn ein Mitarbeiter in der Münze nießen musste. Ist einmal ein kleines Feuchtigkeitspartikelchen mit oder ohne Spuren anderer Elemente auf der Messingoberfläche gelandet, dann gibt es unter ruhigen, statischen Umständen (wie es Münzsammler lieben), ein elektrischer Gradient, was bedeutet, dass die einzelnen Atome im Metallgitter ihre Elektronen munter tauschen bis jedes Element sich wohler fühlt. Die Feuchtigkeit hilft ihnen dabei.

    Die schwarzbraune feste Oberfläche ist ein Indiz für Cu-II-Oxid. Die Oberfläche der Münze wird dabei zerstört. Wenn man die Flecken entfernen will, so muss man sich klarmachen, dass die Münze unten drunter mehr oder weniger zerfressen sein wird. Um das CuO zu entfernen gibt es laut Literatur (Welter, 1968) mehrere Wege:

    (1) Kochen in Sodawasser, oder
    (2) Ammoniaklösung 10% oder
    (3) Schwefelsäure 5-10% oder
    (4) Salzsäure 5% oder
    (5) Salpetersäure, verdünnt.

    Anschließend mit ganz viel Wasser lange spülen. Die Sicherheitsregeln für die chemische Behandlung müssen eingehalten werden. Ich zitiere lediglich, gebe keine Empfehlungen und trage keine Verantwortung.

    Die Logik bzw. Intension von Kommentar #12 erschließt sich mir nicht.
     
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  5. stroop

    stroop

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    Zwischenbericht:

    Da ich zufälligerweise gerade weder Schwefel-, noch Salz- oder Salpetersäure hatte, habe ich das Kochen in Sodawasser ausprobiert. Ich hatte allerdings keine große Hoffnung, und so hat es sich auch als ziemlich nutzlos herausgestellt. 5 Minuten Kochen haben praktisch nichts bewirkt. Zwischenzeitlich war die Münze - wahrscheinlich aufgrund der Temperatur - leicht verfärbt, das ist aber wieder zurückgegangen.
    Die Methode mit Zitronensaft und Natron kam danach. Nun ist die Münze wirklich schön sauber, aber die Flecken sind immernoch da.
     
  6. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Du musst die Münze länger kochen. Nach 5 Minuten ist die noch hart! Mindestens 30 Minuten köcheln, um sie weich zu bekommen. :hahaha:
    Aber mal im Ernst: Zitronensaft ist nicht wirklich zu empfehlen. Münzen mit Säure zu behandeln ist nicht der richtige weg, wenn man die Oberfläche nicht beschädigen will.
     
  7. michkeft

    michkeft

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    Irgendwie bin ich jetzt verunsichert, habe Münzrähmchen bestellt und wollte 5 kms öffnen, hm...
     
  8. navada51

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    Arbeite unter trockenen, staubfreien Bedingungen und mit Mundschutz, Stoffhandschuhen, dann dürfte es sicher sein.
     
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  9. stroop

    stroop

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    Nochmal Bericht:

    Ich habe gestern einen sowieso schon wirklich angegriffenen 2er für die Wissenschaft zum Testobjekt gemacht und ca. 20 Stunden in aufgelöster Zitronensäure eingelegt (das Zeug aus dem Karton in Kristallform).
    Die Flecken sind bei erster Betrachtung kaum weggegangen. Dafür ist die Münze auf einer Seite - der oberen - komplett matt geworden. Das wollte ich dann nicht auf mir sitzen lassen und hab sie nochmals ein bischen ausgekocht ;)
    Das hat das Matte nach zusätzlichem Rubbeln (wenn schon, denn schon) wieder halbwegs glänzend gemacht, und der wirklich riesige Fleck auf der Münze ist tatsächlich fast verschwunden. Mit der Lupe erkennt man dann auch schön das fehlende Material auf der Oberfläche, und noch einen leichten rötlichen Schimmer inmitten der vernarbten Stellen. Es kann also wirklich mit genug Einwirkung der Fleck auch mit Haushaltsmitteln "weggeätzt" werden.
    Der Nachteil ist ganz klar, dass die komplette Oberfläche angegriffen wird, und auch der Ring weist eine regenbogenartige Verfärbung auf. Durch das spätere "Wegrubbeln" der matten Oberfläche wurde eine Art künstlicher Umlauf-Effekt erzeugt, die Münze war nie im Verkehr, sieht nun aber aus, als ob sie mindestens 1 Jahr unterwegs war und zwischendurch ordentlich begrabbelt wurde.
    Fazit: Ja, es geht, aber leider ist die Methode mit der Säure keine wirklich probate. Man müsste mit einer Pipette millimetergenau einen Säuretropfen auf die befallenen Stellen setzen, und danach zielgenau die Reste entfernen, ohne die Münze im Ganzen zu polieren. Bisher bin ich darum eher so vorgegangen, betroffene Stellen mit einem stumpfen, weicheren Material (Zahnstocher, Plastik) zu entfernen, ohne Kratzer zu hinterlassen, aber dafür das Rotbraun etwas zu verringern.
    Alles in Allem nach wie vor sehr ärgerlich. Wer noch Ideen hat - das Testobjekt liegt hier noch ;)
    VG
     
  10. navada51

    navada51

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    Es kommt wesentlich auf die Stärke der Säure an.
     
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