Frage zu Vierundzwanzigstel Thaler aus Anhalt

Seltengast

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Ich bin im Besitz eines 24stel Talers aus Anhalt aus dem Jahre 1822. Es handelt sich um die Jaeger-Nummer 54 bzw. AKS 4.

DeAnB-79-1822_1200px.jpg

Im AKS wird das Sollgewicht (rauh) mit knapp 2 Gramm angegeben, mein Stück wiegt allerdings nur 1,45 g. Ich halte die Toleranz für zu hoch. Der Durchmesser ist 16,2 mm, die Stärke 0,93 mm.

Ich vermute eine Rondenverwechslung mit einem Braunschweiger Mariengroschen, der laut AKS auf ein Rauhgewicht von 1,485 g kommt. Leider fehlt mir dazu ein Jaeger zum Thema Anhalt. Auf den Mariengroschen komme ich, weil ich keine ähnliche Münze mit diesem Rauhgewicht in meinem AKS finden konnte.

Meine Fragen in die Runde:
Hat jemand die hier vorgestellte Münze vorliegen und kann mal gegenmessen bzw. wiegen?
Hat jemand einen Jaeger über die anhaltinischen Länder vorliegen und kann eventuell weiter führende Informationen zu Fehlprägungen, Rondenverwechslungen oder ähnlichem beisteuern?

Vorab schon mal vielen Dank für eure Hilfe! :)
 
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Ich habe den Jäger vor mir liegen.
Die J 54 gibt es in drei Jahrgängen, 1822, 1823 und 1827
Die Jahrgänge 1822 und 1823 sollen einen Durchmesser von 15,5 mm haben, während
der Jahrgang 1827 17 mm hat.
Als Gewicht wird 1,99 g rau angegeben.

Abgebildet ist der Jahrgang 1822, das Stück ist ebenso schlecht zentriert wie Deins.

Infos, die Richtung Deiner Vermutung gehen, finde ich nicht, außer der,
dass die anhaltischen Münzen bis 1831 in Harzgerode geprägt wurden.
Das wäre aber die Gegenrichtung
 

Seltengast

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Vielen Dank für die Infos.

Im Jaeger steht also nicht viel mehr als im AKS. Dass der 1827er größer ist, ist mir allerdings neu, ebenso die Prägestätte.
 

moppel65

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Kleine Ergänzung:
Der Feingehalt beträgt 368 1/18. Somit kommen 320 Stück auf eine Mark fein.
Auflage 1822 und 1823 zusammen 173.978 Stück.
 
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