Friedrich der Weise - 3 Mark 1917

Heinz-Rudolf

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Danke für die Recherche und Zusammenstellung. Es lohnt doch immer wieder, alte Literatur in die Hände zu nehmen. :)
Seid gegrüßt!
Ich möchte Leitwolf ausdrücklich zustimmen und mich bedanken für deine humorvoll geschriebene Zusammenstellung. Leider gibt es kein Doppellike!
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
 
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Vielen Dank für Deine Nachforschungen. Die Entstehung des FdW ähnelt also der mancher US- amerikanischer Gedenkmünzen der Zwischenkriegszeit, die ebenfalls auf Grund privater Initiativen enstanden.
30 FdWs..., Mir würde schon einer genügen.
 

bayreuth

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Die Not der Kriegszeit gestattete nur eine Auflage von 100 Stück im Nennwert von 3 Mark. Dreißig Stück von diesen erhielt der Herr Minister mit seinem Gehalt ausgezahlt. Die übrigen wurden zurückgehalten, aber infolge der Revolution von 1918 mit Ausnahme von ein paar wenigen, die unrechtmäßig auf die Seite gebracht wurden, versehentlich wieder eingeschmolzen. Nachahmungen sind nie versucht worden, Nachprägungen nicht zu erwarten, da die Stempel zuverlässig amtlich verwahrt sind.

Der letzte Versteigerungspreis, der für ein solches Stück im Jahre 1965 in Frankfurt am Main erzielt wurde, betrug 9.000 Mark, das ist, einschließlich des Auktionsaufschlages, der Gegenwert für 2 kg Feingold. Mit dieser Kostbarkeit fand die sächsische Münzprägung ihren Abschluß.[/I]

Man sieht also, dass @Le Achim mit seiner Geschichte gar nicht sooo weit daneben lag! ;)

Die Stücke wurden also eingeschmolzen, wenn wohl auch versehentlich. Da von "mit Ausnahme von ein paar wenigen" geschrieben wird, dürften zusammen mit den 30 Stück des Ministers vermutlich nicht mal mehr die Hälfte der 100 geprägten Stücke existieren. Eine Zahl von ca. 40-45 Stück scheint da realistisch zu sein. Zumindest dieser Teil der Künker-Aussage stimmt also wohl einigermaßen.
30 Stück ausbezahlt, einige auf die Seite geschafft, der Rest "versehentlich eingeschmolzen".
"Versehentlich eingeschmolzen" klingt für mich nach einer Ausrede eines verantwortlichen, der etwas geschickter vorgegangen ist als "einige auf die Seite geschafft". Wenn man einige normale 3er mit herein bringt und diese einschmilzt, braucht man nur noch die seltenen wieder herausschmuggeln und keiner kann behaupten das man sie gestohlen hat, weil die Silbergewichte stimmen. In der damaligen Zeit gab es keine Metalldetektoren, wenn es ein höherrangiger Mitarbeiter war, hätte der vermutlich einfach mit der Aktentasche das an einem Tag herausschmuggeln können.
Man wird es aber wohl nie erfahren wieviele es tatsächlich gibt, es sei den jemand macht für die nächsten Jahrzehnte sich die Mühe alle Auktionsfotos nachzuverfolgen, und selbst dann ist es unwahrscheinlich, da ja manche über Generationen in Familienbesitz bleiben werden.
 
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