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Geändertes Bestellverfahren für Goldmünzen bei der VfS ? Wer weiss etwas ?

Dieses Thema im Forum "Goldmünzen" wurde erstellt von hegele, 23. November 2013.

  1. phialca

    phialca

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    Ich sehe das Problem gar nicht beim Ausschluss des Widerrufsrechts, sondern in der Argumentation der VfS für die Beibehaltung des Prägeaufschlags. Zum einen sagen sie, du hast kein Widerrufsrecht, weil du eine schnöde Anlagemünze bestellst. Aber du musst einen Prägeaufschlag von 50 € bezahlen, weil du ja eine ganz besondere Sammlermünze und keine schnöde Anlagemünze bekommst.
     
  2. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Hallo manloeste

    Es ist nicht mein Anliegen, hier eine rechtliche Beurteilung über die Vorgehensweise der VfS abzugeben.
    Mir geht es darum, die Gründe, die den Ausschluß der Widerrufsmöglichkeit als nachvollziehbar erscheinen lassen, zu erläutern.
    Ich bin eben ein eher praktisch orientierter Mensch (sonst könnte ich in meinem Beruf auf Dauer auch kaum bestehen).
    Stures theoretisieren überlasse ich lieber anderen ;).
     
  3. manloeste

    manloeste 0-Euro-Schein-Sammler

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    Ich möchte nicht abstreiten, dass das eine meiner Stärken ist :D
     
  4. Murdoc87

    Murdoc87 Moderator Mitarbeiter

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    Das sind doch alles hausgemachte Probleme. Warum sagen sie nicht, wir prägen 100.000 Münzen, diese stellen wir (wie alle anderen Länder übrigens auch) in unseren Online-Shop und wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag.

    200.000 Münzen prägen sie bestimmt nicht aus Mitleid das ein Sammler leer ausgehen könnte, sondern schlichtweg aus profitgier.

    Und wenn sie schon so viel Wert darauf legen, dass es sich um Sammlermünzen handelt, warum prägen sie dann nicht mal in einer für Sammler würdigen Qualität? Für mich sind das zu viele Widersprüche und lediglich eine Maximierung des "Münz"gewinns auf Kosten der Sammler.

    Die Mitarbeiter der VfS können da sicherlich auch nichts dafür, aber die Argumentation ist teilweise sehr widersprüchlich und die Ausgabe von Münzen alles andere als am Sammler orientiert. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach!
     
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  5. Murdoc87

    Murdoc87 Moderator Mitarbeiter

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    Heute erhielt ich zu meiner Anfrage auch noch die Antwort vom BADV, welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

    Sehr geehrter Herr XYZ,

    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 12. August 2014 an die VfS "deutsche-sammlermuenzen.de".
    Ihre Mail wurde mir zuständigkeitshalber weitergeleitet. Zuerst möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen, dass ich erst jetzt Ihre o.g. E-Mail beantworte.

    Bezüglich des Aufschlages möchte ich Ihnen mitteilen, dass der Ausgabeaufschlag für die deutschen Sammlermünzen auch dazu dient, die Kosten des Herstellungsprozesses zu decken. Hierzu gehören beispielsweise sowohl die Sach- und Personalkosten der beteiligten Einrichtungen (z.B. Münzprägestätten, die Dienstleister) wie auch die im Vorfeld des Produktionsprozesses zu berücksichtigenden Kosten für die Motivfindung.

    Für die deutschen Goldmünzen wurde der Ausgabeaufschlag auf 50,00 Euro festgelegt, da durch die limitierten Auflagen (beispielsweise Auflagenhöhe der "UNESCO Welterbe - Kloster Lorsch" in Höhe von 200.000 Stück) der Bund mit Blick auf die Sammler zugunsten des erheblichen Wertsteigerungspotenzials der Münze auf entsprechende Einnahmen aus einer höheren Auflage verzichtet hat. Auch die allgemeinen Kostensteigerungen bei der Münzherstellung hat dazu geführt, dass der Ausgabeaufschlag (der seit 2002 unverändert war) angehoben wurde.


    Bezüglich der Umstellung der Legierungen der 10-Euro-Sammlermünzen möchte ich Ihnen gerne Folgendes mitteilen:

    Mit der Ausgabe von 10-Euro-Sammlermünzen verfolgt die Bundesregierung insbesondere zwei Ziele. Sie würdigt einerseits in besonderer Weise bedeutende Persönlichkeiten oder Anlässe und deckt damit die Nachfrage der Sammler nach solchen Münzen. Andererseits werden durch den Münzgewinn Einnahmen für den Bundeshaushalt generiert.

    Angesichts der im Jahr 2010 stark angestiegenen Edelmetallpreise war die Emission von Münzen mit einem Silbergehalt von (zuletzt) 10g zum Nennwert von 10 Euro nicht mehr möglich. Die aus haushaltsrechtlichen Gründen zwingend erforderliche kostendeckende Ausgabe der Münzen konnte nicht mehr gewährleistet werden. Auch sollten infolge der Annäherung von Metall- und Nennwert die Sammlermünzen, die als Sammler- und nicht als Anlagemünzen konzipiert sind, nicht Gegenstand von Spekulationen werden.

    Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung im April 2011 beschlossen, die 10-Euro-Sammlermünze in zwei verschiedenen Legierungen auszugeben: die Stempelglanzversion der Münze - deren Inverkehrgabe steuerfrei zum Nennwert erfolgt - aus einer Kupfer-Nickel-Legierung (Cu75Ni25) und Münzen in einer höherwertigen Sammlerqualität "Spiegelglanz" aus Silber (Ag 625), die zu einem über dem Nennwert liegenden Preis verkauft werden.

    Im Rahmen der Entscheidungsfindung für die Ausgestaltung der Münzen in Stempelglanzversion wurden auch alternative Handlungsoptionen diskutiert, u.a. die Anhebung des Nennwertes auf 20 Euro.

    Die Entwicklungen des Sammlermarktes werden vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und dem Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) beobachtet und diskutiert.


    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    ...
     
  6. eichbaum

    eichbaum

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    Auflagenhöhe 200000 Stück? Auf dem EchtheiTzzertifikat steht max.220000 Stück. Somit könnten es auch 150000 oder weniger sein?
     
  7. Ruhejofes

    Ruhejofes

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    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2014
  8. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Ruhejofes

    Das Widerrufsrecht bezieht sich aber nicht auf vorbestellte Goldeuros, sondern nur auf im Shop zum Sofortkauf angebotene Goldeuros bzw. auf KMS oder Spiegelglanz-Zehner.
     
  9. Ruhejofes

    Ruhejofes

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    Theoretisch ja, praktisch kannst du aber nach einem Anruf bei der VfS auch vorbestellte Goldeuros bei triftigen Gründen widerrufen.
     
  10. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Ich denke auch, daß man notfalls vom Vertrag zurücktreten kann. Mit einem sachlichen Gespräch lässt sich das sicher klären.
     
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