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Gefahr von Verunreinigungen / Befall / Übertragbarkeit

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von Chamuel, 10. Februar 2019.

  1. four9fine

    four9fine

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    Das ist doch selbstverständlich.

    Was hast du überhaupt für Münzen? Wenn es moderne deutsche Münzen ab 1871 sind, empfehle ich dir den Katalog von Jäger. Da sind Tabellen zu den Legierungen der einzelnen Münztypen drin.

    Was du grundsätzlich erstmal mit jeder Münze machen kannst, unabhängig vom Material, ist sie in Petroleum einzulegen. Petroleum löst über Tage, manchmal auch Wochen alle möglichen Verunreinigungen, Öle und Fette vom Münzmetall, läßt aber die evt. wertvolle Patina völlig unberührt.
    Bei Korrosion hilft es natürlich nicht mehr, eine zerfressene Zinkmünze wird dadurch nicht wieder blank.

    Bei mir ist es inzwischen obligatorisch, daß jede Münze für die Sammlung 2 x in Petroleum badet. Einmal ganz am Anfang für längere Zeit, um den Schmutz zu lösen und am Ende des Reinigungsprozesses nochmal in ganz sauberem Pertroleum, damit nach dem trocknen ein hauchdünner Ölfilm auf der Münze verbleibt. Dazwischen liegen manchmal auch weitere kurze Bäder in aggressiven Flüssigkeiten wie Seifenwasser oder verschiedene Säuren.

    Hol dir dafür reines Petroleum für Reinigungszwecke von der Tankstelle, nimm nicht den Mist aus dem Supermarkt, wo Lampenöl draufsteht!

    Hier habe ich beispielhaft mal ein paar Bilder eingestellt, auf denen man ganz gut sieht, wie das Petroleum wirkt: Rettung eines KMS aus PVC-Folie - Bildergeschichte

    Gruß
    9999
     
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  2. navada51

    navada51

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    Ich empfehle Dir die PGAA, die in Garching durchgeführt wird. Zunächst ist aber sinnvoll sich mit dem Versuchsprotokoll auseinanderzusetzen. Ich habe seinerzeit nämlich false-positives mit Zinn gehabt.
    Eine RFA ist möglich, untersucht aber nur die Oberflächen der Münzen.

    Selbstverständlich kann ein Katalog kein Material bestimmen. Er ist aber ein übliches Medium, in dem auf Materialbestimmungen Bezug genommen wird. Meistens in Textform. Das ist zwar keine Primärquelle, aber die Angaben entsprechen den Toleranzbereichen der jeweiligen Ausgabe-Veröffentlichung der entsprechenden Münzen. Die Wahrscheinlichkeit dass dieses Remedium bei einer Stichprobe unter - oder überschritten wird ist real, aber sehr gering.

    Wenn noch so viele Fragen offen sind, schlage ich Dir vor, du recherchierst erst einmal die Methodik der Materialbestimmungen und ggf. der Fotografie. Wenn es dann an die Praxis geht, wirst Du hier sehr kompetente Hilfe finden.
     
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