Gewinn bei Ebay bricht drastisch ein

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Bei den Ebay-Alternativen ist Angebot und Nachfrage noch schwächer ausgeprägt, sodaß Ihr Slowakei-Satz untergegangen ist... nicht untergehen würde er auf der STARTSEITE der Plattform, dort kosten Auktionen nicht etwa mehr, sondern WENIGER (2% statt 4%) und nennen sich TOP-Auktionen. Voraussetzung allerdings: ab 1 Euro, geprüftes Mitglied, Katalogwert ab 50 Euro aufwärts.

Die jeweils letzten 100 dort ausgelaufenen Auktionen sieht man unter:
Mnzen bei ***************** - Muenzen, Gold, Euromnzen, Medaillen

...so kann man sich gut ein Bild machen, was dort wie ausläuft und ob sich kaufen oder verkaufen lohnt...

Ja, das ist schon klar. Die Plattform ist eher für hochwertigere Artikel bzw. klassische Münzen geeignet. Aber wenn 3,88 €, die man für 2,45 € in den Briefkasten geliefert bekommen könnte, liegenbleiben, sagt der Test schon etwas über die Funktionsweise der Plattform aus.

Mein Hauptbetätigungsfeld sind halt 2-Euro-Gedenkmünzen und davon aber gerne auch viele, die zügig durchgesetzt werden. Ob dabei 2 % oder 4 % Verkaufsprovision anfallen, ist eigentlich auch egal (11% hingegen machen sich schon bemerkbar, besonders, wenn die Artikel dann auch noch besonders gut versteckt werden :D ). Hinderlich ist aber, dass man als Normal-Verkäufer nur einen Artikel von jeder Sorte gleichzeitig einstellen darf.

Ich werde mal weiter mit anderen Angeboten testen.
 
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Die Gefahr bei "kostenlosen" Auktionshäusern ist, daß
a) das Angebot leidet (überhöhte Startpreise)
und / oder
b) eigene Auktionen massiv selbst durch Freunde oder befreundete Händler hochgeboten werden ...

Beide Probleme hat eBay meiner Meinung nach nicht.
Und ob es zur Zeit noch viele Firmen gibt, die wie eBay einen "enttäuschenden" Gewinn von 367,2 Mio Euro in 3 Monaten erwirtschaften, kann ich nicht sagen. Ich finde es zumindest beachtlich. Die Zeiten, in denen Allerweltsware bei eBay mit Gewinn verkauft werden konnte, sind vorbei. Interessante Münzen erzielen auch Spitzenpreise !

Hmmm, wenn man einmal nur das Segment 2-€-Gedenkmünzen und da speziell die Sofortkaufangebote betrachtet, dann leidet das Angebot bei Ebay schon unter überhöhten Preisen. Die Erhöhung der Verkaufsprovision von 5 % auf 11 % für gewerbliche Händler hat zwangsläufig dazu geführt, dass die Preise gestiegen sind. Während früher regelmäßig Angebote mit einer 2 vor dem Komma anzutreffen waren, steht jetzt meist hinter der 3 noch etwas.

Sicher sind mit einer Allerweltsware wie normalen 2-€-Gedenkmünzen oder normalen Euro-Sätzen keine Riesengeschäfte zu machen, aber eine ganz normale Handelstätigkeit mit einer aufwandsorientierten Gewinnspanne sollte möglich sein. Dass seltene, alte und schwierig zu beschaffende Münzen bessere Erfolge erzielen, ist klar. Aber es gibt auch genug Sammler, die - attraktive Preise vorausgesetzt - reichlich bei der Allerweltsware zugreifen.

Und gerade in diesem Bereich schaufelt sich Ebay sein eigenes Grab, wenn man dort nicht bald etwas ändert. Allerweltsware muss schnell und in großer Menge durchgesetzt werden. Jeder will die Ware nach Erscheinen zügig und billig haben. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn die Angebote regelrecht versteckt werden. Die Festpreisangebote rutschen nach hinten, präsent sind nur die Auktionen. In Auktionen lässt sich aber nicht viel an Ware schnell durchsetzen, weil sie halt ihre festen Laufzeiten haben und nicht allzuviele Artikel gleichzeitig eingestellt werden können, wenn man den Erfolg nicht gefährden will. Steigerungsschritte von 50 Cent sind zudem bei 2-€-Gedenkmünzen zu grob, so dass die Bereitschaft noch einen Fuffziger draufzulegen, eher gering ist.

Entscheidend finde ich aber, dass Ebay seine Kundschaft - und das sind in erster Linie die _Ver_käufer - und deren Bedürfnisse missachtet. Das führt unabhängig von momentan respektablen Millionengewinnen ins Abseits. Der richtige Zeitpunkt zum Nachdenken ist nicht, wenn Gewinn oder Umsatz bei Null liegen, sondern wenn die Zahlen plötzlich anfangen, nach unten zu gehen. Wenn man sich dann überlegt, was man in letzter Zeit geändert hat, kommt man vielleicht drauf, was man falsch gemacht hat. Aber auch nur, wenn man vor lauter Änderungen selbst noch durchblickt.
 
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Entscheidend finde ich aber, dass Ebay seine Kundschaft - und das sind in erster Linie die _Ver_käufer - und deren Bedürfnisse missachtet. Das führt unabhängig von momentan respektablen Millionengewinnen ins Abseits. Der richtige Zeitpunkt zum Nachdenken ist nicht, wenn Gewinn oder Umsatz bei Null liegen, sondern wenn die Zahlen plötzlich anfangen, nach unten zu gehen. Wenn man sich dann überlegt, was man in letzter Zeit geändert hat, kommt man vielleicht drauf, was man falsch gemacht hat. Aber auch nur, wenn man vor lauter Änderungen selbst noch durchblickt.

:respekt: Ein ganz dickes JA!

Ich halte Ebay zwar noch für die beste Auktionsplattform und alles andere für reine Versuchsprojekte, aber wenn das so weiter geht, gibts eben nur noch letztere.
 

*Lilienthal-Fan*

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Ich frage mich schon einige Zeit, warum "Preis vorschlagen" fast nicht genutzt wird. Ich hatte schon Fälle, wo lieber der volle Betrag gezahlt wurde, als über "Preis vorschlagen" Einsparungen zu erreichen.
Das ist einfach nicht nachzuvollziehen.:(
 
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Ich frage mich schon einige Zeit, warum "Preis vorschlagen" fast nicht genutzt wird. Ich hatte schon Fälle, wo lieber der volle Betrag gezahlt wurde, als über "Preis vorschlagen" Einsparungen zu erreichen.
Das ist einfach nicht nachzuvollziehen.:(

Ich wage mal eine Vermutung: diejenigen, die Einsparungen wollen, die konzentrieren sich von Vornherein auf Auktionen, möglichst mit niedrigem Startpreis. Und denjenigen, welche sich überhaupt erst mit den Sofortkaufartikeln abgeben, ist es eventuell völlig egal, ob sie Einsparungen erreichen können, weil sie den Artikel nun einmal "sofort" haben wollen und nicht erst auf eine Antwort des Verkäufers warten möchten.

Dieser Gedanke scheint mir auch gar nicht so abwägig zu sein, denn auch ich habe schon aus den genannten Gründen so gehandelt, obwohl es eine Preisvorschlagsoption gab. Allerdings waren das derart niedrigpreisige Artikel, dass sich das bisschen Einsparung gar nicht gelohnt hätte.
 
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Ich frage mich schon einige Zeit, warum "Preis vorschlagen" fast nicht genutzt wird. Ich hatte schon Fälle, wo lieber der volle Betrag gezahlt wurde, als über "Preis vorschlagen" Einsparungen zu erreichen.
Das ist einfach nicht nachzuvollziehen.:(
Ich habe kürzlich über den Preisvorschlag eine Münze statt für 170 € für 135 € bekommen. Da lohnt es sich doch diese Funktion. Wobei ich gestehen muss, dass 135 € der realistische Preis war.
Aber ich bin ja auch Schwabe.
 

Tobias Honscha

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Schuld am Gewinnrückgang ist eBay natürlich zu 50 % selbst.
1. sind die Gebühren zu hoch
2. ist der Kundenservice unpersönlich und sachlich mangelhaft (beschränkt sich auf das Versenden von Textbausteinen - Probleme werden gar nicht erkannt)
3. ist die neue Suche und Listensortierung sehr viel schlechter, als vor ca. 1/2 Jahr
4. werden betrügerische Auktionen gar nicht oder zu spät gelöscht

Die restlichen 50 % sind aber den Händlern selbst zuzuschreiben:
Nicht nur im Münzen-Bereich tobt ein ruinöser Preiskampf, auch in anderen Kategorien haben Super-Powerseller einsehen müssen, daß man mit 1 % Marge nicht leben kann.
Und ist der Preis eines Produktes ersteinmal am Boden, kann man auch Nachfolge-Modelle nur schwer zu guten Preisen absetzen.
Und wenn der Gewinn gegen null geht, bleibt auch der Service auf der Strecke. Und welcher seriöse Händler möchte sich gerne in die Preisschlacht mit Hosentaschenhändlern begeben - ein Teufelskreis.
Ebay heizt diese Preisschlacht natürlich noch an, um überhaupt noch gegen die Online-Shops bestehen zu können.
Ich kenne die Ausgabepreise aller Euro-Neuausgaben und kann aus Erfahrung berichten, daß eine große Zahl von Münzen +- 0 verkauft werden. Wer vom Ebay- Münzenhandel lebt, wird das nicht mehr lange durchhalten können ! (Wenn man keinen eigenen Online-Shop betreibt)
 
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Meiner Meinung nach befindet sich Ebay in einem Dilemma hinsichtlich der Zielsetzung.

Was will Ebay?

Privater Flohmarkhandel oder kommerzieller E-Commerce Handel

Die Mischung, die Ebay zur Zeit bietet, wird keiner Seite wirklich gerecht. Das zeigt sich auch darin, dass sich mittlerweile auf beiden Seiten Konkurrenz entwickelt.

Ebay kann nicht gleichzeitig ein E-Commerce Auktions- und Handelshaus sein und auf der anderen Seite gegenüber dem Privatanbieter den Flohmarktcharacter bieten.

Also muss eine Entscheidung gefällt werden, welches Geschäftsmodell die größeren Zukunftsperspektiven und damit die höheren Gewinne ermöglicht.
Vermutlich sind die potentiellen Gewinne im E-Commerce zur Zeit höher, womit sich Ebay schnell in direkter Konkurrenz zu amazon und co. befindet.

Ich weiß nicht, wohin die Entwicklung geht. Aber ein klares Geschäftsmodell für die Zukunft würde sicher der Entwicklung von Ebay gut tun.
 
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