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Glyphosat - nun doch Krebserregend in den USA

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Onkel Sam, 20. März 2019.

  1. Onkel Sam

    Onkel Sam

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    2016:
    Mit der Übernahme von Monsanto für 66 Milliarden Dollar wird Bayer zum größten Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Umweltschützer kritisieren den Kauf.
    Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-09/bayer-kauft-us-saatguthersteller-monsanto

    Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein.


    2017:
    EU verlängert Glyphosat-Zulassung um fünf Jahre
    Glyphosat ist ein hoch umstrittenes Unkrautvernichtungsmittel, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die EU-Kommission hat die Zulassung des Pestizids nun um fünf Jahre verlängert.
    Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-eu-verlaengert-zulassung-um-fuenf-jahre-a-1180544.html

    2019:
    Bayer-Aktie stürzt nach Gerichtsentscheid ab
    Die Bayer-Tochter Monsanto hat in einem Prozess eine Teilniederlage erlitten. Ein US-Gericht wies dem Unkrautvernichter Glyphosat eine Mitschuld an der Krebserkrankung eines Mannes zu. Die Bayer-Aktie stürzte ab.
    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/monsanto-niederlage-in-glyphosat-prozess-bayer-aktie-stuerzt-ab-a-1258735.html


    Was mich nun interessieren würde. Was bewog im Jahre 2017 die EU nun doch dazu das das Glyphosat weitere 5 Jahre in der Europäischen Union verwendet werden darf während von Umweltverbänden ein Aufschrei ging, dass das Mittel im Verdacht stehe krebserregend zu sein?
    Wollte man dem Bayer Konzern eine Chance geben seine investierten 66 Milliarden US Dollar wieder reinzuholen, stehen in der EU die einzelnen Firmeninteressen und die damit verbundenen Arbeitsplätze mehr im Vordergrund als die Umwelt und unsere Gesundheit?

    Hier ein weiterer Auszug:
    Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes "Totalherbizid". Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. ....

    weiter heist es in dem Artikel:

    Am 27. November 2017 hat dann der Unions-Teil der Bundesregierung dann in Person des damaligen Landwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) im Alleingang mit einem "Ja" zu Glyphosat alle bisher gültigen Regeln und Absprachen zwischen den Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD gebrochen. Die deutsche Zustimmung hat ermöglicht, dass Glyphosat für fünf weitere Jahre in der EU eingesetzt werden kann.
    Quelle: https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/


    Riecht das nicht nach Lobbyismus und Korruption?


     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2019
  2. Fusselbär

    Fusselbär

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    Ich weiß nicht ob Glyphosat Krebseregend ist oder nicht. Ich weiß nur, das die in diesem Zusammenhang vielzitierte Studie der WHO zu dem Ergebnis kam, wahrscheinlich krebseregend.
    In anderen Studien kam die WHO zu dem Ergebnis, Sonnenlicht ist krebseregend. Oder rotes Fleisch. Oder Wurstwaren sind auch krebseregend.
    Wie schon oben geschrieben, ich habe keine Ahnung ob Glyphosat bei ordnungsgemäßem Einsatz krebseregend ist. Nur falls es so sein sollte, müssten dann nicht die Anwender z.B. Bauern, Gärtner, und wer weiß ich noch, auffallend eine hohe Krebsrate haben?
     
    hegele gefällt das.
  3. michkeft

    michkeft

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    Das in dieser Welt nicht das Soziale, der Mensch und Mutter Erde im Vordergrund stehen, sondern die Wirtschaft und deren Wachstum ist mir neu
    Aber keine Bange liebe Erde, die Krankheit Mensch geht auch wieder vorbei ☀️
     
  4. Schneeflocke78

    Schneeflocke78

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    Nachdem jetzt eine deutsche Firma dafür haftet, kann es ja losgehen mit den Klagen.

    Kein Mitleid für Bayer :hahaha:
     
  5. schurl

    schurl

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    wenn die firmenchefs und anwälte der Meinung sind, dass dieses herbizid keinerlei auswirkungen hat, dann sollen sie doch vor Gericht dämpfe davon inhalieren oder einfach mal nur die hände damit einreiben. wird keiner machen. und warum? weil sie wissen, dass das zeug eben diese nebenwirkungen auslösen kann.
    hybridsamen, round up resistente pflanzen, niemand braucht so einen schwachsinn. es geht rein ums gewinne lukrieren, natur und mensch stehen hierbei hinten an.
     
  6. jannys33

    jannys33 Registered User

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    Krebserregend hin oder her das Zeug ist nicht gesund!

    Aber Clever von den Ami´s als es noch eine Amerikanische Firma war, war das Zeug quasi BIO, jetzt wo es eine Ausländische Firma ist, ist es das Teufelszeug schlecht hin.
    Tja da hat Bayer sich wohl gekonnt ins Knie geschossen.
     
  7. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Ihr versteht das alle ganz falsch. Es ist NUR in den USA krebserregend aber nicht in Deutschland, dann in den Staaten ist vieles gesundheitsschädlich was hierzulande dem Bürger ungestraft zugemutet werden kann. Dieselabgase oder Feinstaub zum Beispiel...
    Eine gut bezahlte Lobbyistentruppe sorgt dafür das das auch so bleibt.
     
    Handzumgrus und schurl gefällt das.
  8. redlock

    redlock

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    Eine Jury in Kalifornien, noch genauer in San Francisco (mehr ''Links'' -- im politishen Spektrum -- geht in den USA eh nicht) meint, das Zeug ist krebserregend. ''Glücklicherweise'' für Bayer sind The Donald und vor allem der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, dabei die Berufungsgerichte mit streng konservativen und ''pro-business'' Richtern zu besetzten. Da hat Bayer noch ein paar Asse im Ärmel. ;)
    Gewinner werden am Ende sowie so nur die Anwälte auf beiden Seiten sein, und nicht der ''kleine Mann.''
     
  9. Onkel Sam

    Onkel Sam

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    "Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes "Totalherbizid". Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt."

    Darüber regt sich niemand auf?
    Vor 20 Jahren wurden Tomaten aus Holland und Belgien verächtet da diese genetisch Verändert seien.
    Ich weis nicht was der Junker mit dem US Präsidenten Dump ausgehandelt hat. Hoffe aber das deren Genmais, Gensoja und Generdnüsse nicht bei uns auf den Markt landet.

    Glyphpsat tötet alles natürlich wachsende damit nur noch die Monsanto-Pflanze das Feld für sich alleine hat.
    Inzwischen ist es schon so das immer mehr Früchte Kernlos gezüchtet werden, damit der Landwirt nächstes Jahr bei Monsanto wieder Sämereien kauft.
    Angeblich sind wir sogar schon so weit, dass bei Tomaten und anderen Feldfrüchten man die Kerne für nichts mehr gebrauchen kann. Die angebaute Tomate besitzt zwar noch Kerne, aber diese kann man im kommenden Jahr nicht mehr für den Anbau einer neuer Ernte hernehmen. Der Bauer wird gezwungen jedes Jahr bei Monsanto die Samen für die neue Ernte zu kaufen.

    Was passiert wenn Monsanto oder ein anderes Unternehmen eines Tages eine neue Züchtung heraus bringt die dann unglücklicherweise aber keinen Ertrag mehr einbringt? Müssen wir dann alle verhungern, weil ein Unternhemen sich die Natur aus profitgier patentieren lies?
    Erinnert mich etwas an Termionator. Nur bei uns erschaffen Menschen keine Roboter sondern genetisch veränderte Pflanzen ...

    Hasta la vista, Homo Sapiens!
     
  10. four9fine

    four9fine

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    Das ist der Kern der Sache.

    Wäre ich ein Misanthrop, würde ich sagen selbst Schuld. Wer mit so einer Massenvernichtungswaffe Krieg gegen das gesamte Leben führt, hat es nicht besser verdient, als an Krebs zu verrecken.

    Aber bin ich ja nicht und ich weiß natürlich, daß die meisten Landwirte in gutem Glauben handeln, weil sie auf die Versprechungen der Industrie vertrauen.

    Was die Fa. Bayer angeht, so sage ich aber selbst Schuld. Denen wird es genauso ergehen wie damals Daimler mit Chrysler. Wer mit der Ostküste Geschäfte macht, kann sich nicht darauf herausreden, er wüßte nicht mit wem er es dort zu tun hat.

    Gruß
    9999
     
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