Goldankaufspreise bei Edelmetall-Händlern

Kempelen

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Hallo

Ich hatte gestern eine Kaiserreich-Goldmünze bei einem Edelmetall-Händler zum Verkauf angeboten.
Beim momentanen Goldunzen-Ankaufspreis von etwa 900.00 Euro ging ich bei dem 10 Mark Stück (3,58 g fein) von einem Ankaufspreis von mindestens 90.00 Euro aus.
Der Händler bot für die Münze aber nur 40.00 Euro an (ca. 4 g á 10.00 Euro).
Als ich ihn darauf hinwies, da er doch mit einem Ankaufspreis von bis zu 28.50 Euro pro Gramm Feingold warb, er für diese Münze mit einem Feingehalt von 900/1000 also wenigstens 25.00 Euro pro Gramm zahlen müsste, entgegnete er, daß er für 900er Gold nur einen Gramm-Preis von 10.00 Euro zahle :eek2:.
Logischerweise nahm ich meine Münze wieder mit.

Hat unter euch auch jemand eine ähnliche Erfahrung mit Edelmetall-Ankäufern gemacht ?
Mir ist schon klar, daß man Abschläge hinnehmen muß, aber daß nicht einmal der halbe Goldankaufspreis angeboten wurde verwunderte mich doch sehr stark. Vor allem, weil ja in Zeitungsanzeigen mit "Ankauf zu Höchstpreisen" geworben wurde.
 
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Moin moin,
bei Goldankäufern wirst Du die tollsten Sachen erleben:D
Ich habe des öfteren Goldschmuck zu verkaufen und habe den Goldankäufer meines Vertrauens nach langem Suchen endlich gefunden.
Mir sind aber auch schon Goldpreise von 5 Euro bis 10 Euro geboten worden, bei einem Goldwert von damals ca. 20 Euro:eek:
Natürlich sollen diese Leute auch verdienen aber ich muss sie ja nicht mit Gewalt reich machen.
Erklärungen für die Preisabweichungen gingen von Bearbeitungsgebühren bis zu dem Satz " Gold lässt sich ganz schwer verkaufen " und sonstigem Blödsinn.
Drum heisst es gerade beim Goldverkauf, trau schau wem.
Gruß
Holger
 
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War das so ein Strassenhändler der alles ankauft und jetzt auch in Gold machen will?
Da wundert mich garnix. Hättest dem sicher auch sagen können, dass das 999/000 ist und der Preis wäre der selbe gewesen.

Getreu dem Motto: "Gold liegt doch wie Blei in den Regalen" ^^
 
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Moin moin,
nene, das waren schon solche welche auch ein Ladengeschäft haben.
Aber ist ja auch klar, je weniger sie bezahlen desto höher ihr Gewinn:)
Vorsicht ist auch geboten wenn sie das Gold wiegen und man es nicht kontrollieren kann, da werden aus 250 Gramm ganz schnell 200 Gramm, wollte schon mal jemand bei mir probieren.:rolleyes:
Danach hat er mich mal etwas persönlicher kennengelernt:D
Gruß
Holger
 

bayreuth

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Bitte Anekdoten!
Gerne auch anonymisiert, zum Lachen reicht es sicherlich.

Ich kenne einen "Juwelier"/Reisebüro/Dönerbude-Geschäftsinhaber, der hat ein "Goldprüfkistchen" mit unterschiedlich starken Säuren (Strichmethode).

Unklares (aber nachweisliches Fein-) Gold eines Bekannten wurde bis 750er "hochgeprüft" auf der einen Seite des mit Zahlreichen Strichen überzogenen Schieferbrettchens (ich hatte vorher für den Kollegen eine Dichtemessung gemacht, daher weiß ich um die Feinheit des Materials).
Dann wurde das Brettchen rasch umgedreht, die Rückseite war komplett leer. Noch ein Strich, und alles Aufgelöst mit der "nächststärkeren" Säure (diese Flasche OHNE Beschriftung war nicht Teil des originalen Prüfkits).

Dann kam das Angebot: bei Spot von 24 €/g hätte es immerhin stolze 10 €/g (fein) gegeben "beste Preis von ganze Stadt!")
Zumindest mit dem letzten Satz hat unser Mitbürger mit Migrationshintergrund recht gehabt. Bei einem Namhaften Juweliergeschäft wollte man das Material zur Prüfung einschicken: "Kostet 12,90 Euro Gebühr, und sie bekommen dann 6,50 €/g fein."

Lokal sollte man wohl in den meisten Gegenden kein Edelmetall verkaufen (bei Ebay gab es damals für meinen Bekannten Spot).
 

Raphael

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Anleitung zum Selbstversuch:

Legt euch doch eine Kurzgeschichte zurecht und geht "hausieren":

"Ich habe eine Goldmünze, ich hoffe es ist eine, geschenkt bekommen und möchte sie versilbern. Was bekomme ich dafür?"

Juweliere, Goldankäufer oder sonstige werden nun angelaufen, nie wird der Eindruck erweckt, dass man den wahren Wert kennt.

Um es für beide Seiten einfach zu machen, haltet in den Händen offensichtliche eine 999er Münze!


Hier die Preisfrage: Was wird geboten? (Tageskurs = 100 %)

a. 90 %
b. 80 %
c. 70 %
d. 60 %
e. 50 %
f. 40 %
g. 30 %
h. 20 %
oder gar nur
i. 10 %

Viel Spaß! :(
 

Kempelen

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Daß der Händler/Goldankäufer (siehe Beitrag 1) von Münzen wenig Ahnung hatte wurde mir erst klar, als er die Kaiserreich-Goldmünze nach Feinheits- und Gewichtsangaben absuchte. Seltsamerweise standen nirgendwo Angaben wie 900 oder 3,58 g ;).
Also hatte die Münze auch keinen besonderen Wert :mad:.

Mir geht es in diesem Thread nicht darum, den Berufsstand der Edelmetallhändler schlecht zu machen. Schwarze Schafe gibt es schließlich überall.
Trotzdem ist dieses Thema sicher für viele Leser interessant, denn es zeigt sich, daß man den Wert seiner Münzen/Schmuckstücke schon in etwa kennen sollte, um nicht deutlich unter Wert abgespeist zu werden.
 
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Seltsamerweise standen nirgendwo Angaben wie 900 oder 3,58 g ;).
Also hatte die Münze auch keinen besonderen Wert :mad:.

Was hast Du ihm denn da vorgeworfen ? Bremen 1907 :D?

Vielleicht hatte der Goldankäufer ja nur Erfahrung mit finnischen Zehnmarkstücken, auf ihnen steht, wieviel kuparia und kultaa sie enthalten ;)
 
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