Goldankaufspreise bei Edelmetall-Händlern

Kempelen

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Was hast Du ihm denn da vorgeworfen ? Bremen 1907 :D?

Vielleicht hatte der Goldankäufer ja nur Erfahrung mit finnischen Zehnmarkstücken, auf ihnen steht, wieviel kuparia und kultaa sie enthalten ;)

Nein, es handelte sich nur um eine "seltene" preussische 10 Mark Münze von 1903 :rolleyes:.

Ich hatte den Eindruck, der Händler hatte nur Interesse an Goldmünzen bei denen Gewichts- und Feinheitsangaben abzulesen waren.
Seine Waage wollte er anscheindend nur für Goldketten und andere Schmuckstücke verwenden. Meine Kaiserreich-Münze schien ihm deshalb irgendwie suspekt ;). Naja, mit seinem Ankaufspreis-Angebot ist er mich dann auch wieder sehr schnell los geworden.
 
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Naja, mit seinem Ankaufspreis-Angebot ist er mich dann auch wieder sehr schnell los geworden.

Recht so, man soll keine Perlen vor die Säue werfen, nicht mal wenn sie aus Preussen sind.

" Der Goldankäufer " - klingt fast wie eine Figur aus Asterix oder Lucky Luke.
 

Kempelen

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Anleitung zum Selbstversuch:



Viel Spaß! :(

10 % :wut:

20 % :mad:

30 % :motz:

40 % :(

50 % :cool:

60 % :rolleyes:

70 % :)

80 % :D

90 % :D :D

Das wäre meine persönliche Beurteilung der Ankaufs-Angebote ;).

Bei einer Münze mit Angabe 999 halte ich 70 bis 80 % für realistisch.
 
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Zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis eines Händlers liegen in der Regel 50% .. (und damit meine ich nicht unbedingt nur Edelmetall-Händler). Das sollte jedem bewusst sein der irgendwo irgendwas in Zahlung gibt. (Bei Autos wird das daduch geschönt das dein gewisser Teil - vom möglichen Rabatt auf den Neuwagen abgezogen wird).

Diese 50% sind dann aber noch nicht der Gewinn - davon kommt der Deckungsbeitrag weg - also ein Teil der Kosten die der Händler für Nebenkosten (Gehälter / Miete / Ladeneinrichten / Werbung ect) ausgibt und den Gewinn muss er auch noch versteuern !

Ich schätze mal das dann vielleicht noch 20% übrig bleiben .. und davon muss der Händler leben.

Klar das uns 50% etwas wenig vorkommen .... aber dann dürfen wir eben unser "Zeugs" nicht an einen Zwischenhändler verkaufen - sondern müssen uns einen Endabnehmer wenden !

Nachdem Gold vermutlich nur kurz auf Lager liegt - wäre vielleicht sogar ein etwas höherer %-Satz angebracht - 60 - 70 % ... wären meiner Meinung nach Ok. (Natürlich nicht wenn ich eine Münze verkaufen will ... dann sollen es gefälligst 110% sein)

PS: Die Handelsspannen bei den meisten Produkten des täglichen Lebens sind viel höher - wüsstet Ihr was diese Waren in der Herstellung kosten - würdet Ihr Euch darüber viel mehr aufregen - garantiert ... !
[HÄNDLER IN SCHUTZNEHMEN-MODUS off]

Lg
Marcus
 
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Moin moin,
da will ich mal eine Geschichte erzählen wie sie mir tatsächlich passiert ist.
Ich hatte 15 Teile an Bruchgold zusammen mit einem Gesamtgewicht von 150 Gramm.
Alles gestempelt mit 585 und ohne Steine.
Der Goldwert lag zu dem Zeitpunkt bei ca. 20 Euro das Gramm.
Bei uns in der Gegend gibt es Goldankäufer wie Sand am Meer, leider auch teilweise genauso " schmutzig ".
Alles zusammengepackt und ab zum Händler welcher mit Tageshöchstpreisen warb.
Es war ein Schmuckfachgeschäft mit wirklich exqusiten Teilen in der Auslage.
Ladengeschäft befand sich in einer sehr gut gelegenen Einkaufstraße und das obligatorische Schild, Goldankauf zu Tageshöchstpreisen befand sich auch gut sichtbar in der Scheibe.
Nun zu dem Ablauf des Gespächs..
1. er müsste mir pauschal 10% des Gewichts abziehen, weil das würde die Goldschmelze bei Ihm auch machen ( wahrscheinlich verdampft diese Menge beim Einschmelzen )
2. jedes Teil würde extra geprüft werden und kostet 5 Euro je Stück ( wohlgemerkt, ein Juwelier mit teuren Artikeln )
3. er ermittelte ein Feingewicht von 75 Gramm ( 3,975 Gramm sind wohl erlaubte Meßtoleranz bei solchen Geschäften )
4. Gebühren in Höhe von 5% auf die Gesamtsumme würden ebenfalls anfallen ( einer muss ihm ja die erstatten, ist klar )
langsam hatte ich zu dem Zeitpunkt die Angst, ich müsste Ihm noch Geld geben damit er mein schäbiges Gold annehmen würde;)
5. laut telefonischer Rücksprache betrug der Goldankaufswert zu dem Zeitpunkt 13 Euro das Gramm ( vielleicht hatte er aus Versehen ja auch nur mit seinem Friseur telefoniert )
6. weil ich Ihm sympathisch war ( Originalworte ) würde er mir 11,50 Euro bezahlen.
7. er bot mir die Summe von 750 Euro für alles zusammen an. ( wohlgemerkt, für 150 Gramm 585 Gold bei einem Wert von 20 Euro das Gramm )
8. er könnte noch 20 Euro drauflegen wenn ich keinen Beleg bräuchte.

Ich bedankte mich dann in meiner herzlichen und lauten Art bei Ihm recht höflich und versicherte Ihm das ich sein Geschäft auf keinen Fall weiter empfehlen würde.
Leider funktioniert solche Vorgehensweise bei vielen anderen, welche sich nicht mit der Materie auseinandersetzen oder aus der Not heraus verkaufen, immer wieder.
Ich hoffe die Story war nicht zu lang und legt bitte die Werte nicht auf die " Goldwaage ".
Gruß
Holger
 

bayreuth

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Eine hab ich noch: Ist zwar kein Ankauf, aber Wertermittlung gewesen.
Die Freundin von meinem Bruder hatte einen älteren Goldring mit Diamanten geerbt. Die Betonung liegt hierbei auf den Diamanten, denn die Fassung hatte nur ca. wenige Gramm. Die Steine aber waren von sehr hoher Reinheit und hatten zusammen ca. 1,2 Karat.
Um das geeigneter Weise zu verkaufen, wollte sie also einen Echtheits-Beleg vom Juweliergeschäft, wo das Stück 25 Jahre vorher für damals um die 10000 DM erworben wurde.

Für nur 15 Euro Gebühren gab es dann einen Kassenzettel, wo drauf stand:
Goldprüfung: 7,50 Euro
Diamantenprüfung: 7,50 Euro

Sowie die Mündliche Auskunft: Es ist 585er Gold und die Diamanten sind welche.:wut:
Gefolgt von einem Angebot: 80 Euro (weil der Ring ja Tragespuren hat). Das hat grade mal den damaligen Goldpreis des Stückes abgedeckt...
 

Raphael

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Zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis eines Händlers liegen in der Regel ...

Ein Reporter (Sendung Volle-Kanne) hat gerade in Mannheim 4 Läden mit Goldschmuck angelaufen. Vorab wurde der Goldwert auf 1900 € tagesaktuell geschätzt, ein Schmuckwert war nicht vorhanden.

Bestpreis - 1630 €

--- etwa 1300 €

Suprise - 930 €

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Ich war positiv überrascht!
 
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Da muß ich auch mal einen z. Besten geben.
Ich (Dresdner) war 1988 zur Hochzeit im Westen meiner Cousine. Da der Junge den sie heiratete dies zum 2. mal tat, gab er mir seinen Ring aus 1. Ehe. Waren ca. 5g 585er Weißgold. Ich hier bei einem Uhrmacher oder was das war verkauft, gab 450,- OM. Zum Vergleich, das war immerhin für ein halbes Jahr die Warm-Miete, oder 9000 kl. Brötchen, oder 45 kg Rouladen,oder aber auch 1/6 Farbfernseher :heul:.

Gruß Micha
 
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Da muß ich auch mal einen z. Besten geben.
Ich (Dresdner) war 1988 zur Hochzeit im Westen meiner Cousine. Da der Junge den sie heiratete dies zum 2. mal tat, gab er mir seinen Ring aus 1. Ehe. Waren ca. 5g 585er Weißgold. Ich hier bei einem Uhrmacher oder was das war verkauft, gab 450,- OM. Zum Vergleich, das war immerhin für ein halbes Jahr die Warm-Miete, oder 9000 kl. Brötchen, oder 45 kg Rouladen,oder aber auch 1/6 Farbfernseher :heul:.

Gruß Micha

75 € Warmmiete ? Wow ... !
Was wäre wohl passiert - wenn Du damals beim Becker 9000 Brötchen bestellt hättest ? ;) ...

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Marcus
 
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