Goldankaufspreise bei Edelmetall-Händlern

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Ich gehe mal davon aus, dass sich diese Bemerkung auf meine kurze Andeutung zu "guten alten DDR-Zeiten" bezog. Keine Sorge, selbstverständlich sind mir nicht nur die positiven Eindrücke haften geblieben. Ganz im Gegenteil. Ich weine meinem Geburtsland, in dem ich aufgewachsen bin, keine Träne nach. Aber es war eben auch nicht alles schlecht. Ich hatte diesen Vergleich ja auch nur mal heran gezogen, weil Anubix schon von 75 EURO Warmmiete begeistert war. Deshalb wollte ich ihn nur darauf hinweisen, dass es nicht um EURO, sondern um Ost-Mark ging. Nicht mehr und nicht weniger. Wie gesagt, ich schaue nicht weinend zurück, sondern positiv nach vorn...

Wenn dieses Argument heute von einem über 80-Jährigen vorgebracht wird, ist das sofort ein Altnazi. :(

Zum einen verkennt man aber, dass es sich in der Tat nur positive Eindrücke einbrennen. Wenn man nun hinterfragt, dann bekommt man die Standardantworten, wie z.B. "Vollbeschäftigung","Familienfreundlich", "Wir waren wer in Europa!" und nicht zu vergessen natürlich die "Autobahn".

Genauso kann man das mit der SBZ machen. Dort gab es auch Vorteile, wie z.B. Vollbeschäftigung, Niedrige Mieten, Grundnahrungsmittel extrem billig (Brötchen 5 Pfennig) und auch die Urlaubsreise zu den "Sozialistischen Naherholungsgebieten" waren für jedermann erschwinglich.

Diese Liste läßt sich nun in beiden Fällen beliebig erweitern und zeigen im Groben und Ganzen eine deutliche Ähnlichkeit.

Jedoch eines hatten beide Systeme gemein, Staatliche Gewalt und Unterdrückung Andersdenkender.

Um jedoch beim Thema zu bleiben, mein Mann ist heute mit dem Unzenbarren in das Geschäft gegangen und er sollte auch nur 350 Euro bekommen. Jeder weitere Kommentar dazu verbietet meine Gute Erziehung!. :motz:

Beate
 
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eBay-Logo drei.stutz
................Grundnahrungsmittel extrem billig (Brötchen 5 Pfennig) ...........
Beate
In meiner Kindheit (bin Jahrgang 1952) gab es das bei uns auch.
Naja, ich erinnere mich nur noch an Brötchen 7 Pfennig, Kugel Eis 10 Pfennig, zwei Kugeln 15 Pfennig.
 
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Genauso kann man das mit der SBZ machen. Dort gab es auch Vorteile, wie z.B. Vollbeschäftigung, Niedrige Mieten, Grundnahrungsmittel extrem billig (Brötchen 5 Pfennig) und auch die Urlaubsreise zu den "Sozialistischen Naherholungsgebieten" waren für jedermann erschwinglich.
Naja wenn man denn an eine Urlaubsreise gekommen ist. Mit meinen Eltern ging es erstmals nach 17 Jahren in den Urlaub. (Ich war 13 und es ging nach Ostberlin für 10 Tage.)
Ansonsten Positiv als Kind die Lakritzstangen für 10 Pf.
Später nicht so toll, Farbfernseher in den 80er für über 6000,- Ostmark.
Die gab es aber auch nicht immer.
grüße Matthias
 
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unterschiedliche Handelsstrukturen

Hallo,
vor längerer Zeit habe ich mal eine beschädigte Fassung einer 20 M-Goldmünze verkauft (ein Hausman aus Sachsen-Coburg-Gotha, den ich hier auch vorgestellt habe).

Die Nachfrage bei verschiedenen Juwelieren ergab max. 10,-- € pro Gramm Feingold zu einer Zeit, als der Goldpreis bei etwa 20,-- € /g stand.

Dagegen bot ein "Kramladen", der auch lt. Inserat Gold gewerblich ankaufte, 14 €. Der machte auch keine Zicken mit dem Gewicht, wog also korrekt, akzeptierte nach Untersuchung mit einer Lupe den 750er Stempel als Faktum und bot mir schließlich einen leicht aufgerundeten glatten Preis. Abwicklung war dem Gesetz entsprechend, also mit Perso-Vorlage. Inhaber war übrigens ein türkischer oder türkischstämmiger Mitbürger.

Ich habe das Teil für den gebotenen Preis verkauft; was soll so ein Teil herumliegen. Schließlich sammle ich Münzen und kein Altgold.

Dieser Laden war als Goldankäufer einer Kette angeschlossen, die ständig in der Tagespresse wirbt. Es ist anzunehmen, dass die ein höheres Aufkommen haben als die Juweliere und daher ihre Fixkosten anders verrechnen können. Insofern ist es schon palusibel, dass Juweliere schlechte Preise machen.

Und im übrigen: wer Gold verkauft, steht zunächst immer im Verdacht, Geld zu brauchen, und da wird natürlich der Versuch gemacht, die Gelegenheit zu nutzen!

Grüße
collettore
 
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Was mich hier im Fred ein wenig verwundert ist, dass wohl einige schon mit 70-80% vom Spot zufrieden wären bzw. damit rechnen??? Also ich niemals... ein von mir mehrfach getesteter Ankäufer zahlt genau in diesem Moment 96% vom Spot, wobei er mehrmals täglich Preise angleicht und es sogar kurzfristig vorkommen kann, dass er ein wenig über die 100% zahlt... und das natürlich versandkostenfrei und ohne jeglicher dubiosen Gebühren.
 
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... ein von mir mehrfach getesteter Ankäufer zahlt genau in diesem Moment 96% vom Spot, ... dass er ein wenig über die 100% zahlt...

Hallo!
Heisst "getestet" denn tatsächlich Verkauf abgewickelt / durchgeführt oder nur Preisangebote eingeholt?

Dessen Kalkulation möchte ich sehen, oder lieber nicht sehen:confused:. Fallen bei dem keine Kosten / Fixkosten an? Und nimmt die Scheideanstalt ihm das Gold zu einem Kurs nahe Spot ab? Zumindest unter kaufmännischen Aspekten ist das für mich unverständlich. Oder er saugt nur an und spekuliert auf weitere Kurssteigerungen.

Das erinnert mich an den "billigen Jakob" auf Jahrmärkten. Der verkaufte sein "Zeuges" auch immer ohne Gewinn. "Ich mach das hier nur als Hobby:D, leben tu ich von meiner Frau, die muss arbeiten:eek:."

Grüße
collettore
 
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Hallo!
Heisst "getestet" denn tatsächlich Verkauf abgewickelt / durchgeführt oder nur Preisangebote eingeholt

Mehrfach habe ich Bruchgold und 2x nicht mehr sammelwürdige Feingoldmünzen verkauft!!! Erst vor ca. drei Wochen z.B. eine Goldmark, die wohl von einem LKW überrollt wurde (für 373.- + 6,90€ Versandkostenrückerstattung). Ebay hätte mir definitiv aufgrund der Gebühren deutlich weniger eingebracht. Den Tip hab ich übrigens in einem Thread hier entnommen, ich glaube Goldnase hatte hier mal nen Link gesetzt. Leider ist dieser Thread gelöscht worden...
 

bayreuth

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Mehrfach habe ich Bruchgold und 2x nicht mehr sammelwürdige Feingoldmünzen verkauft!!! Erst vor ca. drei Wochen z.B. eine Goldmark, die wohl von einem LKW überrollt wurde (für 373.- + 6,90€ Versandkostenrückerstattung). Ebay hätte mir definitiv aufgrund der Gebühren deutlich weniger eingebracht. Den Tip hab ich übrigens in einem Thread hier entnommen, ich glaube Goldnase hatte hier mal nen Link gesetzt. Leider ist dieser Thread gelöscht worden...

Den kenne ich ebenfalls (war mein Thread). Die Ankaufspreise dort sind wirklich gut im Vergleich zu allen anderen Aufkäufern im Web (auch wenn die Website im Design der 90er Jahre stehen geblieben ist).

Wenn man sich den Angeschlossenen Diamant- und Schmuckhandel anschaut, weiß man, wo der Gewinn gemacht wird, die guten Bruch- bzw. Schrottgoldpreise (die es tatsächlich so gibt) sind denke ich nur ein Lockmittel, um auch den hochwertigen Schmuck, der nicht in die Schmelze wandert, anzuziehen (der natürlich auch nochmal extra bezahlt wird). Da sind Diamanten und Schmuckstücke bis knapp 100000 Euro Einzelpreis im Angebot.
Und ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich sicherlich auch die Belieferung von kleinen Juweliergeschäften (wenn man einen festen Kundenstamm hat und für Kleinmengen die Schmelze unterbieten kann, z.B.)
 

Kempelen

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Hallo

Ich möchte mich hiermit für die vielen interessanten und auch sehr aufschlußreichen Antworten auf meine in Beitrag 1 gestellte Frage bedanken :) (natürlich sind weitere Wortmeldungen gerne gesehen).
 
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