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Goldankaufspreise bei Edelmetall-Händlern

Dieses Thema im Forum "Edelmetalle" wurde erstellt von Kempelen, 22. Mai 2010.

  1. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Hallo

    Ich möchte mich hiermit für die vielen interessanten und auch sehr aufschlußreichen Antworten auf meine in Beitrag 1 gestellte Frage bedanken :) (natürlich sind weitere Wortmeldungen gerne gesehen).
     
  2. Kanisterkopp

    Kanisterkopp

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    Na das passt hier ja her wie Faust aufs Auge...

    HEUTE 17:00 Uhr RTL 2 "der Trödeltrupp" :

    Der Trödler "Otto" geht mit einer Familie zu einer Juwelierin in den Laden und präsentiert einen Schmuckkoffer voller Goldschmuck.

    Neben jeder Menge Ketten, Ringen und Ohranhängern war da auch eine eingefasste Walking Liberty dabei, die ja schon ein respektables Gewicht hat;)

    Nachdem die Juwelierin alles geprüft, gewogen etc hatte, fragte Otto:

    Er: "Um welchen Grammpreis reden wir?"
    Sie:" 14 Euro pro Gramm"
    Er (sichtlich verstört): "Wir reden über den Feingrammpreis?"
    Sie: "Ja natürlich":eek:
    Er:" Aber der Feingrammpreis liegt derzeit bei über 27.- Euro !!! "
    Sie: "Also das maximale wären 16.- Euro"
    Er (leicht roter Kopf): "Wie kommen Sie auf so einen Preis?"
    Sie:" Also, das muss ja geschmolzen werden und Scheidegebühren...,was soll ich denn Ihrer Meinung nach bezahlen?"
    Er:"Na 27.- Euro, ok...mit Scheidekosten 26.- Euro, aber auf keinen Fall weniger..."
    Sie:" also ich würde mich noch auf 18.- einlassen, aber mehr geht nicht."

    Otto packt ein und geht raus, lässt dann einen deftigen Kommentar ab nach dem Motto, man braucht sich nich über den Dorn ziehen lassen.

    Wie dummdreist muss diese Juwelierin sein, eine solche Verhandlung vor laufender Kamera zu machen? Und dann noch rotzfrech 14.-€ pro Feingramm anzusetzen???:wut:

    Halb Deutschland hat zugesehen :D EXTREM GUTE WERBUNG :respekt:

    Ob da noch mal jemand Gold verkaufen möchte? Tztz...
     
  3. Florin

    Florin

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    Meine Erfahrung: Kein Gold beim Juwelier verkaufen! Ich hatte mal einige Goldmedaillen geerbt, die ich loswerden wollte. Hatte damals die gelben Seiten genommen (hatte ich tatsächlich noch in Buchform), und unter "Goldankauf" gekuckt. Drei Nummern angerufen. Der Juwelier war total unfreundlich, gab mir den schlechtesten Preis. Ein Münzhändler, der eigentlich sonst recht gut ist (auch im Verband dt. Münzhändler) gab mir einen mittleren Preis. Den besten Preis bekam ich von dem dritten Angebot: ein kleiner unscheinbarer Trödelladen um die Ecke. War schon eleganter als "Trödel", aber noch nicht ganz "Antiquitäten", ein Mittelding halt. Waren auch sehr freundlich.

    Mein Fazit: einfach bischen rumsuchen, mit unfreundlicher Art und halsabschneiderischen Preisen gleich im Vorfeld fest rechnen - dann regt man sich nicht so auf, ignoriert es und sucht einfach weiter und vergleicht ein paar Angebote. Aber der Juwelier schien mir die schlechteste Adresse hierfür. Und was ich hier so von einigen lese (Frankreich halbe Unze Gold 120 Euro? lach!), das bestätigt mich ja nur.

    Tipp: Einige Edelmetallhändler wie Göbel, pro-aurum, Taurus Edelmetalle etc. haben AnkaufsPreislisten im Internet. Hab dort zwar noch nicht gekauft (außer bei Göbel) aber kucke dort oft auf deren Internetseiten um mich über aktuelle Preise zu informieren (bei der Kitco-Seite blick ich irgendwie nicht durch bei den vielen Charts).

    Bspw. Pro-Aurum 1 Uz Gold (Maple leaf etc.) zur Zeit ca. 1050 Euro Verkauf, Ankauf ca. 988 Euro. Finde ich eigentlich recht faire Ankaufspreise.
     
  4. Fusselbär

    Fusselbär

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    Im letzten Jahr anfang September stand ich vor dem gleichem Problem. Wohin mit gut 50 Gramm (Fein) Bruchgold. Reste von Ketten, Ringen und Einfassungen. Der Feingoldpreis lag etwa bei 21,50 Euro. Beim Um-die-Ecke-Trödler hätte ich ca. 14,- Euro Fein bekommen. Beim Juwelier habe ich aufgrund einer anderen Erfahrung erst gar nicht nachgefragt. Also Internet. Da hätte ich im günstigsten Fall 17,- Euro bekommen.
    Was blieb war die Elektrische Bucht. Also Bruchgold hineingesetzt und siehe da es gab dort von einem Aufkäufer als Höchstbietender 20,51 Euro pro Feingramm. Nach Abzug der Gebühren sind noch 19,78 Euro übrig geblieben. Mein Fazit, es lohnt sich sicherlich nicht 10 Gramm auf der Bucht einzustellen (wegen Gebühren), aber so bei 50 Gramm Fein ist das schon sehr besser als beim Goldeinkäufer um die Ecke.
    grüße Matthias
     
  5. gladius

    gladius

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    Händler um die Ecke... usw.

    Warum sendet ihr das ganze Gold und Silber nicht gleich dort hin, wo die Händler es auch hinsenden?

    Also ab gleich in die Scheideanstalt.

    Egal ob es sich um den Schrott von M*M, bis hin zum Zahngold, die nehmen dies alles. Geld geht gleich aufs Konto und per Post bekommt man eine detailierte Aufstellung. Nix mit Schätzkosten oder ähnliches.
     
  6. Fusselbär

    Fusselbär

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    Hallo Gladius,
    auch bei der Scheideanstalt war der erzielbare Preis nicht so hoch!
    grüße Matthias
     
  7. gladius

    gladius

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    Hehe, jeden Tag stehen 3 dumme auf.
    Und Du hast das Glück gehabt, dass sich 2 von den 3, um Deine Auktion gerissen haben.
    Davon kann man im Normalfall aber nicht regelmäßig ausgehen.
    Schön wärs ja...
     
  8. dani19801

    dani19801

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    Bei einer richtigen Scheideanstalt (eine die Good Delivery Barren herstellt, die in London gehandelt werden), bekommst du genau den Spotpreis und teilweise sogar 10cent über Spot.

    Es gibt natürlich zahlreiche Unternehmen die sich Scheideanstalt nennen, aber auch nur schwindelige Zwischenhändler sind. :cool:

    In Pforzheim steht z.B. eine Scheideanstalt die Good Delivery Barren herstellt.
     
  9. Löwenherz

    Löwenherz

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    Gilt das auch für Kleinmengen? Auf der Onlineseite aus Pforzheim steht nämlich:
    "Die Preise beziehen sich auf industrielle Mengen, bei Kleinmengen sind Abweichungen zu diesen Preisangaben möglich."
    Und werden von diesen Preisen nicht die Schmelzkosten noch in Abzug gebracht, sofern es sich nicht um Feingold handelt?
     
  10. Fusselbär

    Fusselbär

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    Genau da denke ich liegt das Problem. Bei Kleinmengen glaube ich nicht das bei einer Scheideanstalt die nähe des Spotpreis bezahlt werden kann.
    Eine Scheideanstalt ist kein Samariter, das Unternehmen muss auch seine kosten decken. Und die Prüfung von Kleinmengen dauern auch Zeit.
    Sicherlich habe ich bei meiner Auktion Glück gehabt Gladius, aber das gehört als Risiko auch dazu. Und ein bisschen kommt es auch auf die beschreibung an, eine möglichst genaue Beschreibung schafft vertrauen.
    grüße Matthias
     
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