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Goldmünze Hamburg

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Die Goldmünzen des Kaiserreichs sind filigrane, wunderschön ausgeprägte, exakte und hochwertige Münzen. Scharfe Konturen, gleichmäßig umlaufende Randperlen, einfach tolle Münzen ;-)
...
Das läßt sich m. E. allenfalls für Best-Qualitäten verallgemeinern.

Z. B. wird es mit scharfen Konturen oder einer wunderschönen Ausprägung bei einer ca. ss-erhaltenen Reichsgoldmünze (und das ist vermutlich ein satter Prozentsatz) nicht (mehr) so weit her sein - sonst wär's ja auch keine (nur) sehr schön-Erhaltung... :rolleyes:

@ jojo8766

Kannst Du eventuell auch hochauflösende Bilder von der Randinschrift machen - zumindest eines wo der Schriftzug "GOTT" zu sehen ist ?

Alexander
 
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Da kann ich mir richtig vorstellen, dass bei einer Münze, die völlig unbekannt ist, der Stempel schneller verschleißt und nach jedem Prägevorgang abgezogen werden muss, daher das flaue Münzbild.

Hier im Forum sind hunderte von Sammlern angemeldet, die jeden Tag auf ein großes Wunder hoffen. Unserem jojo ist das jetzt wiederfahren - fast so wie in Lourdes oder bei der Fatima.
Wann sind die anderen dran?

Lourdes.jpg
 
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Da kann ich mir richtig vorstellen, dass bei einer Münze, die völlig unbekannt ist, der Stempel schneller verschleißt und nach jedem Prägevorgang abgezogen werden muss, daher das flaue Münzbild.

Hier im Forum sind hunderte von Sammlern angemeldet, die jeden Tag auf ein großes Wunder hoffen. Unserem jojo ist das jetzt wiederfahren - fast so wie in Lourdes oder bei der Fatima.
Wann sind die anderen dran?

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Kannst Du auf der Wappenseite (das letzte Bild in etwas höherer Auflage) nicht ziemlich deutliche Berührungsspuren erkennen ? :confused:

Also ich schon... ;)

Ich halte die Münze von jojo8766 nach wie vor mit hoher Wahrscheinlichkeit für kein Original, aber in prinzipiellen Fragen dürfte es die eine oder andere Meinungsverschiedenheit geben - bei einer so diffizilen Thematik kein Wunder.

Mir hat ein Wiener Münzhändler einmal eine kurze, recht nette Geschichte erzählt:

bei einer Messe hatte ein Münzhändler 8 Reichsgoldmünzen liegen: einige davon waren falsch (er wußte natürlich welche) und er hat dann einige seiner Kollegen einschätzen lassen, welche echt / falsch wären.

Alle hatten dann den Brustton der Überzeugung was ihr Urteil betraf, aber jeder hielt andere Münzen für falsch und keiner hatte die volle Trefferanzahl... :rolleyes:

Bis für eine handverlesene Anzahl von Experten oder bei krassen Fällen (z. B. 20 Mark mit zu schwach / falsch ausgeprägter Randinschrift) ist eine Echtheitsbestimmung m. E. meist alles andere als trivial... ;)

Alexander
 
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Randinschrift

Also ich hab versucht die Randinschrift zu fotografieren was mit meinen Möglichkeiten nicht ganz einfach ist. Hier das Foto. Wie man sieht, sind schon deutliche Abnutzungen zu erkennen, aber man kanns noch lesen.
An diwidat: Ich bin 58 und somit aus dem Alter heraus wo man auf Wunder hofft. Aber neugierig bin ich jetzt doch geworden.
 

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jeggy

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Hm - mit dem Bild der dritten Münzoberfläche wird die Münze garantiert nicht echter. Es ist meiner Einschätzung nach eine Gussmünze - sehr verdächtig sind neben dem flauen Eindruck des Münzbilds und der in bestimmter Form fehlenden Details auch die Gusspickel zwischen den Buchstaben und insbesondere bei den Randperlen.

Gruss,
jeggy
 
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Die Randschrift entspricht auch nicht dem Original. Ich denk auch, daß es ein Guß ist. Körnige Oberfläche, unscharfe Buchstaben, Materialreste über dem zweiten S von DEUTSCHES und an der 3 Randperle nach der Jahreszahl, ganz zu schweigen von den Zwischenräumen der Buchstaben HANSE.

Alles in allem eine ziemliche Rübe und eigentlich kein "zweifelhafter Fall".

@ Münzenhamster
Sicher, ich erinnere mich gut an die kleine Debatte, die ich mit Ihnen geführt habe. Es ging um Erkennung von Fälschungen, über Sinn oder Unsinn Sammler umfassend aufzuklären.

Es ist einige Zeit ins Land gegangen und ich stimme ihnen zu, daß es keine Patentrezepte zur Erkennung von Fälschungen diesbezüglich gibt. Man muß viel sehen, viel fragen und Erfahrungen sammeln, versuchen am Wissen der besten Leute, die es auf dem Gebiet gibt zu partizipieren. Das versuch ich und so kommt dann eben ein Mosaiksteinchen zum anderen und es bildet sich eben das, was man vielleicht Sensibilität in Bezug auf diese Fälschungen nennen kann.

Die Übergänge sind meist fließend. Von ganz miesen Stücken, die offensichtlich falsch sind, über ganz nett gemachte, bis hin zu Stücken, bei denen einige Gutachter nicht der gleichen Meinung sind. Es sind dann oft nur das ein oder andere Indiz, das auf eine Fälschung hinweist, bei der aber nur mit einem 100% echten Vergleichsstück letztlich Gewissheit geschafft werden kann.

Die Thematik an sich ist hochinteressant und die "goldenen Zwanziger" sind für mich das non plus ultra einer schönen Münze.

Ich hatte mir das Ganze einfacher vorgestellt, aber man lernt immer etwas dazu und vor allem man lernt nie aus. :)

Grüsse
 
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@ jojo, da bin ich Dir im Alter ja gerade nur 1 1/2 Jahrzehnte voraus :rolleyes:
und an Wunder glaube ich auch nicht mehr.
Bei der Münze bin ich der gleichen Meinung mit Jeggy, es handelt sich sicherlich um einen Guss, bei dem Die Formen von zwei verschiedenen Münzen abgenommen wurden.
In Pforzheim habe ich mal gesehen, wie die Formen für Schmuckstücke gemacht werden, die man später im Schleudergussverfahren füllt. Da sind auch über ein Wachs-Ausschmelzverfahren alle Mikrodetails (einschließlich der Krallen für die Steinhalterung) erhalten geblieben.

Die detailierten Unterschiede sind in dem Bild gut zu erkennen. Links der Hamburger (aber kein McAurum), rechts die Adlerseite eines Preussen in ss - also eine schon stark berührte Münze (um die Bedenken von Alex zu zerstreuen).

20Mark-Unterschiede.jpg
 
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Echt oder Falsch?

Wie schwierig manchmal die Bestimmung einer Münze sein kann, wird bei kaum einem anderen Münztyp so deutlich, wie bei diesem.

Mein Lieblingsstück war Gegenstand eines Gutachterstreits. Und ich wollte eigentlich nur eine zweite Expertise um jeglichen Zweifel zu zerstreuen.
 

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Auf dem ersten Blick hätte ich gesagt - falsch -

Da die Stempel aber in Afrika handgeschnitzt wurden, gelten hier andere Kriterien.
In einem alten MT war mal ein Artikel über die Tabora Prägungen, bei dem sich der Autor als Experte outete, liegt aber zu lange zurück (10 - 15 Jahre), als dass ich mich an Details erinnern kann.
 

Raphael

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Ja der erster Blick :) Die Oberfläche erscheint viel zu glatt, keine Poren etc...
 
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