Goldpreis

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Original geschrieben von Dwimbor
Das ist sicher richtig. Ich halte Gold aber nicht per se anderen Anlageformen für überlegen. Da spielt bei manchem sicher eine etwas irrationale und verklärende Auffassung von Gold eine Rolle, obwohl es sich letztlich um ein ganz normales Asset handelt. Gold ist aber sicher auch recht hilfreich zur Risikodiversifikation. Im übrigen muss die ANlage in Aktien (bzw. alle daraus abgeleiteten Anlageformen) ja auch kein schnelles Rein und Raus bedeuten. Das war wohl doch eher ein Phänomen (um nicht zu sagen: Modeerscheinung) der letzten Jahre. Apropos Modeerscheinung: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Gold auch einfach gerade "in" ist, im Gegensatz zu Aktien.

Also Gold ist meiner Meinung nach anderen Anlageformen nicht überlegen - aber es ist eine interessante Veranlagungsform. Das Gold zur Zeit "in" ist glaube ich auch. Ich halte das aber eher für schlecht. Kostolyani (ich habe jetzt bestimmt 5 Fehler bei diesem Namen gemacht) hat das einmal mit den zittrigen Händen erkärt die überaus nervös auf Kursschwankungen (in diesem Fall bei Gold) reagieren. Als langfristiges Investment habe ich allerdings eine positive Einstellung für Gold.
 
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Jetzt verfallt Ihr langsam wieder in dieses schlaumeierische Börsengeschwätz. Warum ignoriert eigentlich jeder Dwimbors Argument

> Wenn der Goldpreis hoch ist, öffenen mehr Minen und weiten ihre Produktion
> aus, während ein Teil der Goldnachfrage preiselastisch reagiert und
> zurückgeht.

??

Das ist doch viel einleuchtender als alle Phantastereien zur Nachfrageentwicklung bei den Chinesen.
 
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Original geschrieben von Dieter Taube
Jetzt verfallt Ihr langsam wieder in dieses schlaumeierische Börsengeschwätz. Warum ignoriert eigentlich jeder Dwimbors Argument

> Wenn der Goldpreis hoch ist, öffenen mehr Minen und weiten ihre Produktion
> aus, während ein Teil der Goldnachfrage preiselastisch reagiert und
> zurückgeht.

??

Das ist doch viel einleuchtender als alle Phantastereien zur Nachfrageentwicklung bei den Chinesen.



Also ich ignoriere Dwimbors Argumente nicht. Natürlich werden mit einem steigenden Goldpreis mehr Minen eröffnet. So etwas macht man aber nicht aus Jux und Tollerei das man dieses Monat eine Mine in Betrieb gehen lässt weil der Goldkurs gerade hoch ist und zwei Monate später wieder schliesst weil der Preis wieder gefallen ist. Vor der Neueröffnung einer Mine muss einmal der Goldpreis nachhaltig kräftig anziehen. Und damit haben die wieder Recht die meinen das Gold seine Chanchen hat.

Das Thema China mit Phantastereien abzutun ist ein bisschen billig. China hat eines der am stärksten wachsenden BIP der Welt. Das das langfristig den Wohlstand der Bevölkerung erhöht kann man nicht abstreiten. Das sehe ich jeden Tag wenn ich hier aus meinem Bürofenster rausschaue. Und das höherer Wohlstand einen erhöhten Goldbedarf auslöst ist einfach so.
Wer von uns ist nicht verheiratet? Und wenn Geld in der Kassa ist und die Frau raunzt dass sie wahnsinnig gerne dieses Kettchen oder diesen Ring haben möchte wer sagt dann schon auf Dauer nein? Chinesische Frauen unterscheiden sich hier nicht von europäischen Frauen.
Übrigens, eine persönliche Frage die sie mir natürlich nicht beantworten müssen: Haben sie Ihrer Frau, ihren Kindern, Enkerln oder einfach nur sich selbst nicht auch schon mal ein Goldgeschenk gemacht. Ich denke schon. China ist diesbezüglich nicht anders als Europa. Nur der Aufholbedarf ist grösser.
 
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Original geschrieben von goldcoin
Also ich ignoriere Dwimbors Argumente nicht. Natürlich werden mit einem steigenden Goldpreis mehr Minen eröffnet. So etwas macht man aber nicht aus Jux und Tollerei das man dieses Monat eine Mine in Betrieb gehen lässt weil der Goldkurs gerade hoch ist und zwei Monate später wieder schliesst weil der Preis wieder gefallen ist. Vor der Neueröffnung einer Mine muss einmal der Goldpreis nachhaltig kräftig anziehen. Und damit haben die wieder Recht die meinen das Gold seine Chanchen hat.

Das Thema China mit Phantastereien abzutun ist ein bisschen billig. China hat eines der am stärksten wachsenden BIP der Welt. Das das langfristig den Wohlstand der Bevölkerung erhöht kann man nicht abstreiten. Das sehe ich jeden Tag wenn ich hier aus meinem Bürofenster rausschaue. Und das höherer Wohlstand einen erhöhten Goldbedarf auslöst ist einfach so.

Dass die Betreiber jeden Monat neue Minen eröffnen, hat ja niemand behauptet. Aber wenn die Nachfrage anzieht können sie sich zunächst einmal Gold bei Notenbanken leihen. Wenn sie dauerhaft sehen, dass die Nachfrage hoch ist, können sie dann ihre Produktion erhöhen. Bis dahin kann die erhöhte Nachfrage mit geliehenem Gold gedeckt werden. Insgesamt ergibt sich also bei dieser Überlegung nur ein geringer EInfluss auf den Goldpreis.

Zu China kann ich nur wiederholt sagen: Wenn die Goldnachfrage ohnehin nur bei entsprechend starkem Wirtschaftswachstum anzieht, warum dann in Gold und nicht gleich in die chinesische Wirtschaft investieren?
 
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Original geschrieben von goldcoin
Das Thema China mit Phantastereien abzutun ist ein bisschen billig. China hat eines der am stärksten wachsenden BIP der Welt.
Ja, vor 20 Jahren war Brasilien das Land der Zukunft, vor 40 Jahren Argentinien. Kluge Leute hatten außerdem bewiesen, daß Japan ungefähr heute die USA wirtschaftlich überholt haben müßte.

Aus der trivialen Annahme, daß Chinas Wirtschaft vermutlich kräftig wachsen wird, auf den zukünftigen Goldpreis zu schließen, ist einfach kalter Kaffee. Es gab immer Teile der Weltwirtschaft mit überdurchschnittlichem Wachstum. Vielleicht erschließt gerade China besonders ergiebige Goldvorkommen und überschwemmt den Markt. Dann wird sicher behauptet, daß damit keiner rechnen konnte.
 
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Original geschrieben von Dieter Taube
Ja, vor 20 Jahren war Brasilien das Land der Zukunft, vor 40 Jahren Argentinien. Kluge Leute hatten außerdem bewiesen, daß Japan ungefähr heute die USA wirtschaftlich überholt haben müßte.

Aus der trivialen Annahme, daß Chinas Wirtschaft vermutlich kräftig wachsen wird, auf den zukünftigen Goldpreis zu schließen, ist einfach kalter Kaffee. Es gab immer Teile der Weltwirtschaft mit überdurchschnittlichem Wachstum. Vielleicht erschließt gerade China besonders ergiebige Goldvorkommen und überschwemmt den Markt. Dann wird sicher behauptet, daß damit keiner rechnen konnte.

Jedenfalls darf man China nicht alleine anhand der Bevölkerungszahlen bewerten. Keiner weiß ja, wie sich die ländlichen Gegenden entwickeln werden. Was man in der Regel sieht sind die Großstädte, die nur die Minderheit der Bevölkerung repräsentieren. daraus SChlussfolgerungen für ganz China zu ziehen, indem man einfach mit der bevölkerungszahl multipliziert ist wohl doch zu einfach. Bis die ländlichen Gegenden sich überhaupt weit genug entwickelt haben, um vom Wirtschaftswachstum zu profitieren, kann noch viel Wasser den Yangtse runterfließen.
 
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Q Dieter:

Der Unterschied zwischen China und Südamerika ist banal:

Die südamerikanischen Mafiosi haben Ihr Geld sehr schnell aus dem Land geschafft. . Die chinesischen Mafiosi reinvestieren in China.

China ist ökonomisch betrachtet eines der spannendsten Themen für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre.


Gruß,
Euromartin
 
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fakten

es ist ein fakt, ueberpruefbar und belegbar, dass jedes jahr 3/4 der goldschmucknachfrage aus dem asiatischen raum stammt und dort staendig steigt... natuerlich kauft sich nicht jeder chinese einen kg-barren, so schlau sind wir auch. in Indien z.b. bekommt die frau zur hochzeit in der Regel nur goldschmuck geschenkt. bei einer trennung ist der goldschmuck das einzige was sie mitnehmen darf, deswegen geht das oft in die tausende euros, weil es eine art absicherung ist. und das ist nach wie vor so. Ich war selber bei einer Veranstaltung letzten monat in indien in einem fussballstadion, wo es nur um einen vortrag zum investment in gold ging. es waren 20000 menschen da, in der folge wurden dort u.a. 15.000 1 unzen goldstuecke und 350 5 unzen goldstuecke verkauft...und vieles mehr und viele von den anwesenden wurden wieder als goldverkaeufer akquiriert.... wer am ganges in einer holzhuette wohnt, hat in der regel keine ec-karte und kein sparbuch, auch kein aktiendepot, aber goldschmuck oder muenzen...
 
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Aber im ersten Halbjahr ist die Goldnachfrage für Schmuck gesunken. Offenbar ist sie sehr preiselastisch.
 
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