Info "Grace Kelly" 2 Euro 2007

BGK

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Ich auch. Welcher Sammler, der eine echte Grace Kelly Münze besitzt, meint ernsthaft, dass er "mit sehr großer Wahrscheinlichkeit" eine seltene 2-Euro-Münze "aus Versehen" in Umlauf gebracht hat? Dumme Zufälle gibt es immer wieder, aber dieser ist im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich ...

Abgesehen davon ergeben sich für mich in juristischer Hinsicht mehrere Fragen. Warum sollte es hier einen "Finderlohn" geben. Die Münze wurde ja nicht verloren, sie wurde ausgegeben.

Und falls es sich herausstellt, dass der Mann mit einer der vielen privat hergestellten Monaco-"Proben" bezahlt hat, ist er dann wegen In-Umlauf-Bringen von Falschgeld dran?

Wie auch immer ... wir befinden uns womöglich ganz tief im Sommerloch.
Nicht nur das.
Es passt wunderbar in die Berichterstattung alla Merkur.
„Wenn sie diese Münze in ihrem Geldbeutel finden, sind sie reich“

Ein nicht unwesentlicher Grund warum die Situation zum Thema Fehlprägungen in den sozialen Medien so unerträglich ist.

Eine Sache ist allerdings falsch @coinosseur , die Medaille ist kein Falschgeld und wäre demnach auch nicht so zu bestrafen. Es wäre stattdessen Betrug.
 

numisfreund

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Ein älterer Sammler der seine Doubletten auflöst und erst zu spät merkt das er die falsche Lage erwischt hat?
Ein Erbe der die geerbten Münze ausgibt und erst nachher sich informiert?

Gibt viele Möglichkeiten...
So ist es mir einmal passiert, wie ich vor Jahren schon mal hier an anderer Stelle geschildert habe:

Es war im Jahre 1996, als nach dem Tode meiner Mutter meine ganze Familie mit ihrer Haushaltsauflösung beschäftigt war. Jeder, der so etwas schon mitgemacht hat, weiß, wie so etwas aussieht: Neben Bergen von Sperrmüll und auseinander gebauten alten Schränken überall halbvoll gepackte Umzugskisten, mit Sachen, die "gerettet" werden müssen, Berge von Altkleidern, die noch einem guten Zweck zugeführt werden könnten und viele alte Erinnerungsstücke, die man seit Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat und die man sich erst mal in Ruhe ansehen möchte.

Und tatsächlich: In einer hintersten Schublade einer alten Kommode fand sich die alte Geldbörse meines 1958 verstorbenen Großvaters und darin unter anderem ... - die erste 2-DM-Münze Deutschlands aus dem Jahre 1951 "Ähren und Trauben", die die gleiche Rückseite wie unser altes 1-DM-Stück hat. Die wollte ich damals immer schon haben. Da hatten wir 45 Jahre diese besondere Münze im Familienbesitz und ich wusste nichts davon.

Im Trubel der Haushaltsauflösung fiel mir nichts besseres ein, als dieses schöne Fundstück gut in meinem Portemonnaie zu verstauen, um sie nicht wieder zu verlieren.

Und es kam natürlich, wie es kommen musste: Als ich abends nach Rückkehr von einem anstrengenden Tag Zuhause erschöpft meine Geldbörse öffnete, um in Ruhe meinen Fund glücklich zu sichten, musste ich feststellen, dass von der Münze nichts mehr zu finden war.

Was war passiert? Genau das, aus welchem Grund damals die Münze nach einem Jahr wieder eingezogen worden war: Sie war verwechselt worden! Meine Frau hatte unsere damals 16-jährige Tochter "mit Papas Portemonnaie" zu einem nahen Supermarkt geschickt, um für uns alle Brötchen und Getränke zu holen. Weder sie noch die Kassiererin müssen gemerkt haben, dass sie unter anderem mit meinem neuen Schatz bezahlt hat ... - sah diese Münze doch der kleineren Schwester was die Rückseite betrifft zum Verwechseln ähnlich.

Ihr könnt euch vorstellen, wie sich mir abends die mittags verdauten Brötchen noch im Magen rumdrehten ...
 
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So etwas könnte mir zum Glück niemals passieren, was soll ich auch in Straubing ?!
 
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Hallo,
ich mag jetzt nicht sagen, wie es passiert ist und auch ob das ein "Fake" ist oder nicht.
Unmöglich ist es aber nicht, wie es vorher schon erwähnt wurde. Und, ich glaube es gibts noch genug Leute, die keinen Ahnung von Wert der einigen Münzen haben und sie bedenkenlos ausgeben würden.
 
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Auch wenn das geradezu nach Sommerlich schreit: kennt jemand Banken in Straubing, die Rollen an Nichtkunden abgeben? Hab da noch so n 9 Euro Ticket... :hahaha:
 

BGK

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Hallo,
ich mag jetzt nicht sagen, wie es passiert ist und auch ob das ein "Fake" ist oder nicht.
Unmöglich ist es aber nicht, wie es vorher schon erwähnt wurde. Und, ich glaube es gibts noch genug Leute, die keinen Ahnung von Wert der einigen Münzen haben und sie bedenkenlos ausgeben würden.

Man sollte drei Dinge nicht vergessen.
1. Steht dort nichts über die näheren Umstände. Es heißt ein Münzsammler, der der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit glaubt sie ausgegeben zu haben. Mehr steht da nicht. Alles andere wird hineininterpretiert.
Es läßt sich vermuten, dass wenn es die echte und nicht die Medaille war, er vorher bereits gewusst hat was er da hatte.
2. Diese Stücke wurden nie einfach so ausgegeben. Die waren schon immer teurer und wurden mit Schatulle und dem ganzen Kram ausgegeben und als Sammler (wovon man ausgehen kann, weil Otto Normal schon von Anfang an nicht wesentlich mehr für eine Münze bezahlt, wird es da auch bleiben. Zumindest mal in der Kapsel.
3. Wenn das alles so sein sollte, wie soll jemals geklärt werden wenn jemand so ein Stück finden solle, dass es seine ist und will der tolle Sammler die überhaupt wieder wenn die eine unbestimmte Zeit im Umlauf war noch. Wie soll das dann mit dem Finderlohn werden.

Da fällt mir ein, ich habe auch aus Versehen ein 500€ Schein ausgegeben, zahle gerne eine Finderlohn von 10%.

Das alles ist unglaubwürdig.
 
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Ok. So genau habe ich den Artikel nicht betrachtet. War eine spontane Entscheidung.
Sorry.
 
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Der Sammler MUSS sich hier im Forum melden, nur so kann die Neugier befriedigt werden um diesen numismatischen Sachverhalt möglichst detailliert zu schildern;
bei einem etwaigen Wiederfund der verlustig gegangenen Grace Kelly-Münze sollte ein Gutachten für dieses Einzelstück erstellt werden, zusätzlich machbar wäre dabei auch das Anbringen einer adäquaten Punzierung oder einer Art ‚Gegenstempel‘ auf der Münze, mit einem Wertzuwachs von einigen Tausend Euro dürfte zu rechnen sein...;)
 

Kempelen

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Es gibt immer wieder ähnliche Geschichten.

In meiner Heimatstadt hat in den siebziger Jahren ein Sammler in seinem Geldbeutel mal eine 10 Mark Goldmünze aus dem Kaiserreich entdeckt.

Vielleicht hat damals ein Kind/Jugendlicher gedacht es handle sich dabei um Spielgeld und die Münze aus Spaß ausgegeben.
An einer stark frequentierten Supermarktkasse kann so ein Stück schon mal schnell durchrutschen.
 
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