J. 166 Echt?

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Bin nur nicht so der Lichtbild-König
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Dafür sind die Fotos aber sehr gut geworden ! :)
 

jeggy

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@jeggy,

weisst Du ,ob die Schweizer Münzen im Zeitraum 1871 bis 1914 schon so geprägt wurden und warum diese beiden Patente dann eventuell nebeineinander existierten ?

Diese Art der Randschrift wird in der Schweiz seit 1886 (Goldhelvetia 20 Franken) bzw. 1888 (Libertas-Motiv 5 Franken) so geprägt. Alle anderen Münzen bzw. frühere Prägungen o.g. Nominale haben gerippten oder glatten Rand (Kleinmünzen).

Edith sagt: In den 1980ern wurde zeitweilig bei den 5-Franken-Stücken eine kostengünstigere vertiefte RS verwendet (Herstellungsverfahren wie üblich mittels Randeisen separat vor dem Prägen des Münzbilds, daher auch stark schwankende Qualität). Nachdem dann vermehrt Fälschungen auftauchten, wurde wieder auf erhabene Randschrift umgestellt. Die 5-Franken-Stücke mit vertiefter RS sind inzwischen ausser Kurs gesetzt worden.
 
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Herzlichen Glückwunsch zu einer schönen Münze. Ich hänge mal ein Bild von vier Göttern an, die alle nur mehr oder weniger der Norm entsprechen. je mehr ich mich mit den KR- Münzen beschäftige, desto m ehr gelange ich zur Erkenntnis, dass die Randschrift nicht allein anhand des Ideals zu bewerten ist, sondern auf Grund einer ganzen Bandbreite von Umständen.

Ich fürchte, meine Bilder schönen die Münze ein wenig. Trotzdem vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche.

Zu den Randschriften oben: Also wegen der "tanzenden" oder randnahen Schriften bin ich ja dadurch sehr beruhigt. Bist du aber sicher, dass die Nr. 2 echt ist? Die Buchstaben sehen im Vergleich zu den anderen plumper aus, die Serifen nicht so fein, die Aufstriche dicker und die T-Querstriche sind oben schnurgerade, oder? Das soll kein Angriff auf deine Kompetenz sein, ich möchte nur etwas lernen! Auch muß ich zugeben, dass ich in dieser Hinsicht noch kein Fachbuch gelesen habe. Es gibt da eins über Fälschungen der Münzen der Kaiserzeit (Weege), ist das zu empfehlen?

Gruß,

Bernd
 
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Bist du aber sicher, dass die Nr. 2 echt ist? Die Buchstaben sehen im Vergleich zu den anderen plumper aus, die Serifen nicht so fein, die Aufstriche dicker und die T-Querstriche sind oben schnurgerade, oder? Das soll kein Angriff auf deine Kompetenz sein, ich möchte nur etwas lernen! Auch muß ich zugeben, dass ich in dieser Hinsicht noch kein Fachbuch gelesen habe. Es gibt da eins über Fälschungen der Münzen der Kaiserzeit (Weege), ist das zu empfehlen?

Gruß,

Bernd

Auch wenn ich nicht der Angesprochene bin: Nr. 2 halte ich für echter als echt. Alle Buchstaben schön typisch, nur halt sehr tief. Viel Druck? Alte Rändeleisen?

Gruß, Thomas
 
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Ich habe die 2. Münze von oben eben noch mal dokumentiert. Echt ist sie auf jeden Fall, allerdings frage ich mich , was man mit ihr angestellt hat. Sie scheint mir brutal gereinigt zu sein und möglicherweise geschwärzt ( ? ). Macht etwas den Eindruck, wie auf alt getrimmtes Silber. Vielleicht hat mal jemand Patinierungsversuche angestellt ?
Die Münze liegt übrigens seit 4 Jahren offen im Bücherregal, ohne, dass sie sich verändert hätte.
Die Rändelung ist sehr tief, ich tippe ebenfalls auf ein ausgeleiertes und zu stramm gestelltes Rändeleisen.
Die Justierstriche avers habe ich erst jetzt entdeckt.

Nachtrag: Weege ist durchaus lesenswert, aber ich sehe in ihm eher einen Denkanstossgeber, als einen Ratgeber in Zweifelsfällen. Der Weege wurde hier im Forum bei seinem Erscheinen ausgiebig und alles andere als emotionsfrei diskutuert, die entsprechenden Links existieren noch.
 

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Macht etwas den Eindruck, wie auf alt getrimmtes Silber. Vielleicht hat mal jemand Patinierungsversuche angestellt ?

Die Patina scheint mir auch nicht echt zu sein, die Farbe passt irgendwie nicht, zu einheitlich und zu viel schwarz. Es fehlen die Blau- und Grüntöne.
Sieht irgendwie nach diesem modernen Antique Finish aus - wie immer auch das gemacht wird.
 
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Die Patina scheint mir auch nicht echt zu sein, die Farbe passt irgendwie nicht, zu einheitlich und zu viel schwarz. Es fehlen die Blau- und Grüntöne.
Sieht irgendwie nach diesem modernen Antique Finish aus - wie immer auch das gemacht wird.

Kann dies nicht ein früher Versuch der Silberschwärzung sein, wie er später bei den 1/2 Mark-Stücken unternommen worden ist?

Grüße,
JPN
 
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Kann dies nicht ein früher Versuch der Silberschwärzung sein, wie er später bei den 1/2 Mark-Stücken unternommen worden ist?

Grüße,
JPN

Ich habe eine nicht gebeizte ( sog. "geschwärzte" ) halbe Mark, die sieht völlig anders aus, ebenmässig schwarz, so wie ein Zinkgroschen. Dieser Taler hingegen macht wirklich den Eindruck wie auf antik getrimmtes Silber.
In Frankreich wurden um 1900 die Silberkursmünzen teileise mit matter Oberfläche ( Vieil argent ) geprägt, ich habe soetwas aber noch nie gesehen. weiss jemand von Euch, wie sowas aussieht ?
 

jeggy

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Ich habe so eine KR-Probe aus Reinsilber (999), die ist auch ähnlich schwarz.
Der Profi hat damals gesagt, sie wäre auf ungebleichter Ronde geprägt worden.
Hm, aber wozu sollte man 999er Silber noch bleichen (Silber auf der Oberfläche anreichern)?

Deine Münze sieht aus wie einige 10€-Stücke von diesem Fragesteller hier.
(Die Tips wie "Corega Tabs" dort in den Kommentaren einfach ignorieren)

Wenn man sie in Holz mit vielen Gerbstoffausdünstungen lagert, können sie so werden.
 
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In Frankreich wurden um 1900 die Silberkursmünzen teileise mit matter Oberfläche ( Vieil argent ) geprägt, ich habe soetwas aber noch nie gesehen. weiss jemand von Euch, wie sowas aussieht ?

Nicht nur die Silbermünzen, auch die Kupferstücke wurden mit mattierter Oberfläche geprägt.
Hier das 50 Centimes Stück von 1897, einmal so und einmal normal.
 

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