J. 253 20 Mark 1915

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Ja, das Schauspiel habe ich auch verfolgt. Na da hab ich doch fast richtig mit meiner Schätzung gelegen.
grüße Matthias
 
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Kleine Abschweifung. Bei dieser Münze handelt es sich zwar nicht um Reichsgold, aber in gewisserweise um den " englischen Vetter " von J 253 1915 A.
Genau wie in Deutschland wurde nach dem Ausbruch des ersten Weltkriegs auch in Grossbritannien die Einlösepflicht der Banknoten in Gold aufgehoben. " Die Öffentlichkeit wird gebeten, kein Gold zu verlangen " , hiess das vornehm - angelsächsisch.
1915 wurde der Sovereign in London noch in einer Auflage von 20 Millionen Exemplaren geprägt, 1916 lediglich 1,5 Millionen mal und 1917 betrug die Auflage 1 Million.
1916 und 1917 gelangten nicht mehr in den Umlauf, sondern wurden zur Bezahlung von Rüstungsgütern aus den USA verwendet und dort zu Beginn der 30er Jahre, als der Besitz von Goldmünzen vorübergehend verboten war, eingeschmolzen.
Der Jahrgang 1917 wurde so fast völlig vernichtet ( Marsh geht von ca 10 bekannten Exemplaren aus ), 1916 landete bis auf wenige Exempare im Schmelztiegel, wobei der noch verbleibende Rest mit " R " bei mehr als 25 Exemplaren beziffert wird ( aber sicher mehr als 26 , die Preise sind glücklicherweise auch ganz human ).
Da mich die Geschichte solcher " untergegangener Jahrgänge " fasziniert , habe ich mir nun einen 1916er gekauft.
Ich finde, er passt in das Reichsgoldforum, gewissermassen als Nebengebiet, deshalb stelle ich auch Bilder von Pistruccis Sankt Georg, den ich für das gelungenste Münzmotiv überhaupt halte und von Georg von Sachsen- Coburg - Gotha ein:
 

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1915 wurde der Sovereign in London noch in einer Auflage von 20 Millionen Exemplaren geprägt, 1916 lediglich 1,5 Millionen mal und 1917 betrug die Auflage 1 Million.
1916 und 1917 gelangten nicht mehr in den Umlauf, sondern wurden zur Bezahlung von Rüstungsgütern aus den USA verwendet und dort zu Beginn der 30er Jahre, als der Besitz von Goldmünzen vorübergehend verboten war, eingeschmolzen.
Der Jahrgang 1917 wurde so fast völlig vernichtet ( Marsh geht von ca 10 bekannten Exemplaren aus ), 1916 landete bis auf wenige Exempare im Schmelztiegel, wobei der noch verbleibende Rest mit " R " bei mehr als 25 Exemplaren beziffert wird ( aber sicher mehr als 26 , die Preise sind glücklicherweise auch ganz human ).
...

Hallo Matthias,

ist das wirklich so??? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung und auch keinerlei Literatur über diese Münze.. außer dem Schön.

Meinst Du diese Münze:confused:
 

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Hallo Stefan,

der Londoner Jahrgang 1917 ( London = ohne Münzzeichen ) ist fast ganz eingeschmolzen worden. Dein 1917er ist in Perth ( P auf dem Sockel unter dem Reiter ) geprägt. Im Marsh wird er bei einer Auflage von 4 Millionen Stück allerdings als " Seldom " ( das etwas häufigere " selten " der Engländer neben " rare " ) gewertet.
 

FooFighter

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Auch hier nochmals zum Nachlesen:

In London wurden bis 1917 weiterhin Sovereigns als Handelsgold bzw. in zunehmender Anzahl als Rüstungsgeld geprägt. Die Prägezahlen sanken dort jedoch stetig. Die Prägestätten in Australien und Südafrika stellten jedoch unvermindert Sovereigns her, auch noch nach dem Krieg.

Die Londoner Jahrgänge 1916 und 1917 kamen also gar nicht in den allgemeinen Umlauf sondern wurden als Goldreserve zurückgelegt, um damit Rüstungsgüter in Amerika zu bezahlen. Insbesonders der Jahrgang 1917 diente fast ausschliesslich zum Bezahlen von Kriegsmaterial und fand seinen Weg nach Fort Knox. Dort lagerte er bis 1934. In diesem Jahr beschloss die Amerikanische Regierung mit dem U.S. Gold Reserve Act alle sich im Staatsbesitz befindlichen Goldmünzen einzuschmelzen und in Barren zu giessen. Dies ist der Grund warum der 1917er Jahrgang aus Londoner Prägung so selten und teuer ist. Aufgrund seines hohen Wertes wird er häufig gefälscht. Eine sehr leichte Methode ist dabei das ausschleifen der ohnehin kaum sichtbaren Münzzeichen, da Londoner Münzen keines tragen. So kann man aus einem echten billigen Kolonial-Sovereign eine fast perfekte Fälschung herstellen. Prüfen sie also beim 1917er Jahrgang immer den Bereich, in dem sich das Münzzeichen normalerweise befindet.

 
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:heul::heul::heul:Wieder nichts mit dem Unikat..:heul::heul::heul:

Aber was solls, müsse mer halt weiter arbeite:D Vielen Dank für eure Infos, ich werde sie an meine Erben weitergeben;)

Das MzZ werde ich nicht entfernen.
 
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:heul::heul::heul:Wieder nichts mit dem Unikat..:heul::heul::heul:

Aber was solls, müsse mer halt weiter arbeite:D Vielen Dank für eure Infos, ich werde sie an meine Erben weitergeben;)

Das MzZ werde ich nicht entfernen.

Zum Trost hier der Link zu einem Londoner 1917 :http://www.********.info/search.htm...n=1&de=1&fr=1&it=1&es=1&ol=1&sort=&c=&a=&l=#2
 
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Zum Trost hier der Link zu einem Londoner 1917 :http://www.********.info/search.html?search=sovereign+%2B+1917&view_mode=1&en=1&de=1&fr=1&it=1&es=1&ol=1&sort=&c=&a=&l=#2

Danke für den Link, den brauch ich jetzt auch nicht mehr:mad: Ich dachte, ich kann in Rente gehen;):)
 
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Ja das ist schon richtig. Die Frage ist nur für wieviel, das gute Stück, dann auch weggeht. Ich fress nen Besen wenn es die 2000,- Ausrufpreis sind.:D
grüße Matthias

Hallo
Sie ist für 2,8 T€ zugeschlagen worden.
Du brauchst keinen neuen Besen.
Schönen Sonntag(sbraten)
reining
 
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