J. 253 20 Mark 1915

Registriert
04.06.2010
Beiträge
214
Punkte Reaktionen
17
@ Goldnase

100% Zustimmung!:respekt:

Einen Punkt könnte man Deiner Aufzählung vielleicht noch ergänzend hinzufügen:
Das Ausland interessiert sich (mittlerweile) ebenfalls verstärkt für Reichsmünzen ab 1871 (sagte mir mal der Junior-Chef eines der großen Münz-Auktionshäuser).
Auf Altdeutschland, Mittelalter, etc. trifft dies (noch?) nicht in nennenswertem Umfang zu. Das sind wohl doch noch zu "spezielle" Themengebiete.
 
Registriert
25.09.2002
Beiträge
3.253
Punkte Reaktionen
290
Da gebe ich dir recht.
Es gibt meiner Meinung nach eine "neue Schicht" von Sammlern. Ich möchte sie nicht unbedingt als Investoren bezeichnen. Ein Investor würde die Münzen aus rein geschäftlichen Gesichtspunkten kaufen und bei günstiger Gelegenheit sofort wieder verkaufen. Bei diesen Menschen handelt es sich um Liebhaber mit einer gewissen Beziehung zu ihren Münzen, die aber keine Lust oder Zeit haben sich unendlich tief und damit zeitintensiv mit der Materie zu befassen. Sie haben aber auf jeden Fall eins: Geld.

Sie haken im Katalog die Münzen ab die sie haben und vertrauen auf die Angaben der Händler (was bei seriösen Händlern ja auch kein Problem ist).

Für diese Sammler siend Reichsgoldmünzen ideal.
Einfach zu sammeln, mindestens wertbeständig und bekannt. Trotzdem irgendwie "alt und historisch".

Jeder der schonmal stundenlang über antiken oder mittelalterlichen Münzen gehockt hat um sie zu identifizieren oder zu bewerten weiß was ich meine.
Einfach ist anders!!!

Es sind praktisch " 5-DM Gedenkmünzen Wegtuer" Deluxe. :)
 
Registriert
02.11.2005
Beiträge
1.407
Punkte Reaktionen
245
So oder so ähnlich könnte sich der Hype um diese Münzen entwickelt haben.

In einem Punkt widerspreche ich. Und zwar wenn es um die exakte Angaben der Erhaltung geht. Und hier geht es bei hochwertigen Stücken ganz schnell um sehr viel Geld, rauf oder runter.

Und hier liegen zwischen dem ein oder anderen Händler oder Auktionshaus Welten. Und die einzige Möglichkeit hier nicht irgendwo auf den Leim zu gehen ist es, sich selbst sachkundig zu machen.

Ich denke Du erinnerst Dich an J271 aus dem Thread "Und täglich grüßt das Murmeltier"
 
Registriert
25.09.2002
Beiträge
3.253
Punkte Reaktionen
290
Natürlich sollte man sich selber sachkundig machen.

Ich meinte nur, dass sich viele dieser o.g. Sammler auf die Angaben der Händler verlassen.

Ich meinte nicht, dass das gut oder sinnvoll ist.

Nichts geht über eigenen Sachverstand.
 
Registriert
02.11.2005
Beiträge
1.407
Punkte Reaktionen
245
....finde ich in dem Zusammenhang mit den exorbitanten Preisen auch interessant, denn hier dürfte sicher ein "Liebhaber" aktiv gewesen sein.

Bei Gorny und Mosch in der letzten Auktion versteigert. J 202 Ludwig III von Bayern in Stempelglanz, für 11500.- Euro plus Zuschläge.

Mit dem Stück soll es aber etwas besonderes auf sich haben. Nach der Ausrufung der Republik befand sich der Name Ludwigs des III auf der Fahndungsliste.
Er war dazu gezwungen mehr als überstürzt abzureisen. Sein Rückzug wurde gedeckt von einer Eskorte studentischer Weißgardisten.
Jeder Angehörige dieser Leibgarde bekam vom König persönlich aus der mitgenommenen Privatschatulle solch ein 20 Markstück.
Das hier angebotene Stück stammt von einem dieser Begleiter. Quelle Moneytrend 11/2010.
 
Registriert
11.09.2009
Beiträge
12.130
Punkte Reaktionen
12.120
....finde ich in dem Zusammenhang mit den exorbitanten Preisen auch interessant, denn hier dürfte sicher ein "Liebhaber" aktiv gewesen sein.

Bei Gorny und Mosch in der letzten Auktion versteigert. J 202 Ludwig III von Bayern in Stempelglanz, für 11500.- Euro plus Zuschläge.

Mit dem Stück soll es aber etwas besonderes auf sich haben. Nach der Ausrufung der Republik befand sich der Name Ludwigs des III auf der Fahndungsliste.
Er war dazu gezwungen mehr als überstürzt abzureisen. Sein Rückzug wurde gedeckt von einer Eskorte studentischer Weißgardisten.
Jeder Angehörige dieser Leibgarde bekam vom König persönlich aus der mitgenommenen Privatschatulle solch ein 20 Markstück.
Das hier angebotene Stück stammt von einem dieser Begleiter. Quelle Moneytrend 11/2010.

Der Mondpreis wurde aber für die Probe mit grösserem Kopf erzielt, das Stück, mit dem der Studiosus entlohnt wurde, ging, genau wie ein anderer J 202, für 4800,-
 
Registriert
04.08.2022
Beiträge
13
Punkte Reaktionen
43
Hallo zusammen. Entschuldigung, ich schreibe über einen Übersetzer, ich bin Russe und spreche kein Deutsch (ich habe einmal in der Schule unterrichtet, aber ich erinnere mich an nichts mehr). In Russland gibt es nur sehr wenige Informationen zu den Münzen des Deutschen Reiches, die ich vor etwa 2 Jahren zu sammeln begann. Ich mag dieses Thema sehr, aber es ist ziemlich schwierig, sie in Russland zu sammeln, besonders jetzt, aber das tut es nicht halte mich auf.

Ich kann nirgendwo Informationen finden, warum 20 Mark 1915 Preußen Wilhelm 2 Uniform so teuer sind, wenn die offizielle Auflage dieser Münzen sehr groß ist, mehr als 1000000. Und vielleicht gibt es Informationen darüber, wie die Auflage tatsächlich ist, zumindest ungefähr?

Mit freundlichen Grüßen, Artem.
 
Registriert
22.08.2009
Beiträge
8.472
Punkte Reaktionen
8.915
Hallo Artem, sei willkommen bei uns im Forum. Die Auflage des 1915er 20 Markstücks beträgt 1.270.566 Exemplare. Kriegsbedingt sind vermutlich kaum Stücke ausgegeben worden, sondern diese mussten nach 1918 an England und Frankreich abgegeben werden. (Reparation) Von dort sind dann über diverse Umwege in den 60er... 70er Jahren wenige Stücke wieder nach Deutschland zurückgekommen und diese sind jetzt als Rarität für die Sammler am Markt. Der rest dürfte eingeschmolzen sein. Wieviele es noch gibt wissen wir nicht, aber der Preis ist dementsprechend hoch da der Jahrgang doch eher selten ist.
 
Registriert
04.08.2022
Beiträge
13
Punkte Reaktionen
43
Hallo Artem, sei willkommen bei uns im Forum. Die Auflage des 1915er 20 Markstücks beträgt 1.270.566 Exemplare. Kriegsbedingt sind vermutlich kaum Stücke ausgegeben worden, sondern diese mussten nach 1918 an England und Frankreich abgegeben werden. (Reparation) Von dort sind dann über diverse Umwege in den 60er... 70er Jahren wenige Stücke wieder nach Deutschland zurückgekommen und diese sind jetzt als Rarität für die Sammler am Markt. Der rest dürfte eingeschmolzen sein. Wieviele es noch gibt wissen wir nicht, aber der Preis ist dementsprechend hoch da der Jahrgang doch eher selten ist.
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort. Natürlich ist das wohl eine Rarität, aber ehrlich gesagt finde ich diese Münzen oft auf Auktionen, viel öfter als zum Beispiel 5 Mark 1896.
 
Registriert
11.09.2009
Beiträge
12.130
Punkte Reaktionen
12.120
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort. Natürlich ist das wohl eine Rarität, aber ehrlich gesagt finde ich diese Münzen oft auf Auktionen, viel öfter als zum Beispiel 5 Mark 1896.
Bestimmt spielt auch die Kombination " Gold + Krieg + Geheimnis + einzige Jahrgang in Gold " eine Rolle bei der Preisbildung.
Vielleicht wurde mit diesen Münzen ja auch die Oktoberrevolution finanziert ? Genosse Lenin soll mit deutschem Gold ausgestattet worden sein. Vielleicht waren es ja 1915er. Das ist natürlich nur ein Gedankenspiel , daß jeglicher Faktengrundlage entbehrt.
 
Oben
Sie nutzen einen Adblocker

Sicherlich gibt es Seiten im Internet, die es mit Werbung übertreiben. Dieses Seite gehört nicht dazu!

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, Ihren Adblocker zu deaktivieren. Danke!

Ich habe den Adblocker für diese Seite ausgeschaltet