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J.703 DNG 10 Pfennig

Dieses Thema im Forum "Deutschland von 1871 bis 1948" wurde erstellt von Heinz-Rudolf, 3. September 2019.

  1. Heinz-Rudolf

    Heinz-Rudolf

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    Ich grüße euch, und heute insbesonders unsere Kolonialfreunde!
    Der DNG-Groschen ist als zweitgrößte (d 30mm), nach dem 5er eine Münze,
    dessen Entstehung/Planung in der Literatur im dunkeln liegt.
    Wobei.....,eine ganz simple Frage, warum ist die so groß?
    Viele Grüße
    Heinz-Rudolf
     
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  2. Fusselbär

    Fusselbär

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    Sei gegrüßt Heinz-Rudolf,
    ich könnte mir vorstellen das man sich am Deutsch-Ostafrika Heller orientiert haben könnte. Da ist ja das 5 Hellerstück ist ja noch größer.
     
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  3. Heinz-Rudolf

    Heinz-Rudolf

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    Ich grüße euch und insbesonders Matthias!
    Ja, der Gedanke ist naheliegend. Da kommen wir zur Geschichte der DOA-Währung. Wir wissen alles über den Ursprung, Perlenschnüre, Kauri's.
    arabische und indische Vorläuferdominanz und den MTT. Dazu als Ergänzung. Um -den- außer Kurs gesetzten los zu werden, wurde der J.714
    mit nicht viel Erfolg in den Geldkreislauf gebracht. d 35mm, 23g.
    Ca 1965 hatte ich erstmalig beim Münzhändler Lothar Bühnemann Han. die riesigen 5 H (717) in der Hand. Auf meine diesbezügliche Frage, warum die so groß sei?
    bekam ich die Antwort, es machte bei der Entlohnung mehr her; denn die Münzen gingen auch in die Dörfer.., der Wert ging wohl auch nach Größe.
    Maßstab und Größe war der MTT.
    Diese Aussage eines Zeitzeugen, hatte ich verinnerlicht und auch als -ist- vergessen.
    Insofern, von DOA zu DNG....!?
    In der Hoffnung, dass es hierzu noch Erkenntnisse und auch übertragendes... Wissen gibt.
    Viele Grüße
    Heinz-Rudolf
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. September 2019
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  4. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Heinz-Rudolf

    Die einfachste Erklärung ist meiner Meinung nach, daß je größer die Münze ist, sie um so weniger leicht verloren geht.
    Klar macht eine große Münze mehr her, aber dies ist ein praktischer Vorteil, der speziell in den Kolonien sehr sinnvoll war.
     
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  5. Hsv1896

    Hsv1896

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    ich meine mal gehört zu haben, dass die kolonialmünzen halt immer auch ein wenig den vorgängerwährungen
    oder parallelwährungen aus der region angepasst wurden. nicht zuletzt sollten sie sich auch anfangs ganz bewusst
    ein wenig äußerlich von der heimischen reichswährung absetzen.

    und natürlich der bereits genannte aspekt, dass "größere" münzen bei den einheimischen auch einen größeren wert darstellten.
     
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  6. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Hier die für den modernen Leser äuserst wenig sympathische Begründung für die Wahl der parameter des DOA- " Kupfermonsters " :
    "Bei der Bestimmung des Größenverhältnisses zwischen dem
    Fünfhellerstück und dem Einhellerstück mußten andere Gesichtspunkte gegenüber der Erwägung zurücktreten, daß die Prägung
    des Fünfhellerstückes aus Nickel ein zu kleines Geldstück ergeben
    hätte und daß der leicht mißtrauische Neger sich bei einem im
    Gewicht verringerten Fünfhellerstück übervorteilt fühlen und der
    Einführung der neuen Münze Schwierigkeiten bereiten könne. "

    Quelle : Deeken : " Das Geldwesen der deutschen Kolonien " ( Münster, 1913 )

    Ironischerweise kam die Mammutmünze nicht gut an, stattdessen wurden die gelochten Hellermünzen ein voller Erfolg.
     
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  7. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Deeken schreibt leider nichts über den Neu- Guinea - Groschen, doch sowohl er, als auch Jaeger führen unter Neu Guinea auf, zu elchem Kurs das Pfund angenommen wurde. Könnte das Zehnpfennigstück eventuell als Gegenstück zum Penny gedacht sein ?
    Diese Vermutung wirft allerdings gleich wieder zwei weitere Fragen auf :
    1. Wie verbreitet war britisches Münzgeld in der Region
    2. Warum hat man überhaupt auf ein Fünfpfennigstück verzichtet ?
     

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  8. Heinz-Rudolf

    Heinz-Rudolf

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    Ich grüße euch,
    und bedanke mich für eure Meinungen und Erkenntnisse.
    Ich fasse dann mal das wesentliche zusammen.
    Der Münzhändler Lothar Bühnemann, war der Meinung, dass Größe für die Einheimischen "mehr Wert" sei.
    Kempelen gab dazu noch den Aspekt, dass ein größeres Stück nicht so schnell verloren ging.
    Dazu passt die Anmerkung von Kronerogere, dass sich die gelochten Heller letztendlich durchsetzen.
    Die auf einer Schnur, waren dann noch sicherer.
    Also könnte die erste Meinung von Fusselbär, DNG orientierte sich an DOA, richtig sein.
    Viele Grüße
    Heinz-Rudolf
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. September 2019
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  9. issyr7

    issyr7

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    Ich fürchte nur, das haut chronologisch alles nicht ganz hin: Die DNG-Münzen sind ja allesamt von 1894, die DOA-Riesenfünfer aber erst von 1908/09, wenn ich es richtig im Kopf habe. Wenn Orientierung aneinander, dann wohl eher andersrum ...
     
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  10. Heinz-Rudolf

    Heinz-Rudolf

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    Ich grüße euch und insbesonders issyr7!
    Du hast recht!
    Aber, dass die Einheimischen ein "großes Geldstück" wertvoller fanden, wird wohl auch 1894 in DNG die Motivation zum Prägen des
    DNG Groschen sein.
    Viele Grüße
    Heinz-Rudolf
     
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