Kaiserreich: Silber Polierte Platte erkennen?

Kempelen

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Da wäre ich gern dabei, weil es mir die PP angetan haben, und ich einige habe.
Über solch einen Fred würde ich mich auch freuen.

Ich würde mir die Vorgehensweise so vorstellen, daß wir zuerst einen "Arbeitsthread" erstellen, in dem PP-Münzen mit spezifischer Erhaltungsangabe und dem jeweiligen Verkaufspreis genannt werden (natürlich ohne konkrete Verkäuferangaben und deshalb auch ohne Links).

Später könnte man darauf aufbauend eine nach Jaegernummern sortierte Liste erstellen.
 
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Ich meinte eigentlich in Bezug auf die aktuellen Sammlerpreise ;).

Ein Beispiel :
Während für ein bayerisches 3 Mark Stück 1911 Prinzregent Luitpold in f.St moderate 35.00 Euro verlangt werden, kostet beim gleichen Händler das Stück in PP 130.00 Euro.
Das ist schon ein extremer Unterschied, der bei selteneren Typen sicher noch größer ausfallen dürfte.
Deswegen ist meine Frage pauschal tatsächlich kaum zu beantworten, das gebe ich zu.
Also im aktuellen Jaeger gibt es durchaus einige Angaben zu Preisen für PP.
So z.B. für Jaeger 88/89 (3/5 Mark Mecklenburg-Schwerin - Jahrhundertfeier 1915).
Für das 3 Markstück ist der Preis 400 € angegeben, für das 5 Markstück 2.000 €.
 

Kempelen

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Ich habe wieder einmal ein Frage zu einer Kaiserreich PP-Münze ;).

Es gibt ja von vielen Kaiserreichmünzen PP-Ausgaben. Die Auflagezahlen bewegen sich dabei meist im niedrigen Bereich von 50 bis etwa 500 Stück.
Am höchsten sind die Zahlen verständlicherweise bei preussischen Münzen und hier speziell bei der J 140 "Zur Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig" mit einer Prägezahl von stattlichen 17.000 Stück (!!) bei einer Gesamtprägemenge von 999.999 Stück.
Gibt es eine Quelle wo erklärt wird, warum so viele PP Münzen von diesem Typ geprägt wurden ?
Wie hoch ist der marktübliche Preis für ein makelloses Stück bzw. für ein Stück mit leichten Berührungen ?
Weiter würde mich interessieren : sind im Jaeger-Katalog die PP Münzen in der Gesamtprägezahl enthalten oder sind diese hinzuzuzählen ?
 
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Alexander Kummer schreibt in der Aprilausgabe des Jahres 1914 seiner Zeitschrift " Die deutschen Reichsmünzen " unter Berufung auf die Dresdner Nachrichten vom 17. Mätz d. J., dass das sächsische Finazministerium " weitere 3000 Stück Völkerschlachtsdenkmünzen " bestellt habe. Kummer mutmasst, dass es sich hier nur um polierte Platten " zu Händen der Denkmalsfreunde " handeln konnte, da die Finanzbehörde zu diesem Zeitpunkunt bereits 30.000 Ex an die Lotteriedarlehenskase in Leipzig " abgeschoben " ( Kummers Wortwahl ) hatte. Der Bedarf an der Normalprägng war also sehr schnell mehr als gedeckt.
Die Prägung selbst war, so Kummer in der Septembernummer 1913 ,vom " Deutschen Patriotenbund in Leipzig " angeregt worden.
Ich bin der Meinung, dass dies den Schluss nahelegt, dass das Denkmal in PP nicht nur die üblichen Sammlerkreise , sondern gezielt o.g. Verein angeboten wurde.
Zur Überprüfung dieser These kann man sicher in Erfahung bringen, wie mitgliederstark der betreffende Verein war.

Die Angaben in PP sind in der Gesammtprägezahl enthalten.
 
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Kempelen

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Zur Überprüfung dieser These kann man sicher in Erfahung bringen, wie mitgliederstark der betreffende Verein war.

Laut Wikipedia hatte der Patriotenbund im Jahr 1909 über 90.000 Mitglieder. Es ist also durchaus möglich, daß dieser Bund der Hauptabnehmer der PP-Ausgabe war.
Aufgrund der hohen Prägezahl sollte dies die preiswerteste Kaiserreich PP-Münze sein.
Soweit ich recherchiert habe, liegt der Preis für ein unversehrtes Exemplar bei etwa 130 bis 180 Euro. Stücke mit Berührungsspuren werden schon um die 100 Euro bzw. knapp darunter angeboten.
 
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Ein Hallo in die Runde,

für meine 3 Mark Münze zum Gedenken zur Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig in der Prägequalität "PP" aus dem Jahre 1913 habe ich vor zirka 2 Jahren ohne die PCGS-Einkapselung
ungefähr 900 Euro bezahlt.

Grüße
Christoph
 

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:eek::eek::eek: Der Preis ist aber viel zu hoch....
 
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WOW Granate ! Ist deine PR67DCAM das höchste gegradete Exemplar oder existert gar noch eine 68er ? Auf jeden Fall hat sich da das graden gelohnt und die 900 € waren gut investiert m.M. nach !

Glückwunsch zu diesem wirklich aussergewöhnlichen Stück !

Gruss
Holger
 

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