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Kampf gegen den Schwarzhandel durch den Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Tobias Honscha, 8. Mai 2019.

  1. Tobias Honscha

    Tobias Honscha Administrator

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    Pressemitteilung

    Des Berufsverbandes des Deutschen Münzenfachhandels



    Auf Anregung zahlreicher Mitglieder, die im Internet aktiv sind, hat der Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels seine Aktivitäten im Bereich der Abmahnung wettbewerbswidrigen Verhaltens vieler Münzanbieter verstärkt.

    Dabei geht der Berufsverband in erster Linie gegen Schwarzhändler vor, die Münzen im Internet als vermeintliche Privatverkäufer anbieten, obwohl sich aus Art und Umfang der Angebote deren gewerblicher Charakter zwingend ergibt. Schwarzhändler schädigen nicht nur den Fiskus, da auf die erzielten Gewinne keine Steuern gezahlt werden, sie schädigen darüber hinaus in erheblichem Umfang auch den Sammler. Schwarzhändler verstoßen nämlich im Regelfall gegen zahlreiche Kundenschutzbestimmungen für die die Mitglieder des Berufsverbandes einstehen. (kein Widerrufsrecht, keine Haftung bei Mängeln, keine Offenlegung der Identität des Verkäufers usw.)

    Der Berufsverband erfüllt mit seiner Tätigkeit daher nicht nur eine satzungsmäßige Aufgabe zugunsten seiner Mitglieder, sondern handelt insoweit auch zum Schutz der Sammler.

    Einen Schwerpunkt seiner Abmahntätigkeit wird der Berufsverband in den kommenden Wochen und Monaten auf sogenannte Vorverkaufsangebote legen, also auf vermeintlich private Angebote von Münzen, die zum Zeitpunkt des Angebots noch gar nicht erschienen sind.


    Köln im Mai 2019
     
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  2. Tobias Honscha

    Tobias Honscha Administrator

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    Diese Aktion kann man meiner Meinung nach in jeder Hinsicht unterstützen.
    Wie zu hören war, haben sich schon eingige Privathändler zur Unterlassung (mit hohen Vertragsstrafen!) verpflichtet.
    In den nächsten Monaten wird das in allen Online-Auktionshäusern für Wirbel sorgen und das ist gut so. Ich neide den Schwarzhändlern nicht ihr Geschäft, aber wer auf dem Markt professionell agiert, sollte auch als Händler offiziell auftreten. Für die meisten Anbieter wird sich dann aber ihr Verkauf nicht mehr rentieren.
     
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  3. Fusselbär

    Fusselbär

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    Ich sehe das mit großem Interesse. Wo und wie, wird denn ein Schwarzhändler definiert? Da bin ich mal gespannt!
     
  4. rufuszufall

    rufuszufall

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    Im Zweifelsfall definiert es das Gericht ;)
     
  5. Muppetshow

    Muppetshow

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    Gute Frage! Herr Honscha deutete ja an, dass erstmal gegen Leute vorgegangen werden soll, die moderne Münzen im Vorverkauf anbieten (und dies vermutlich auch nur ab einer gewissen Anzahl an Verkäufen). Da wird sicherlich nicht gleich jeder ins Visier geraten, der ein paar Dubletten in der Bucht verkauft.
     
  6. Tobias Honscha

    Tobias Honscha Administrator

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    Das ist eine berechtigte Frage, die verbandsintern fest definiert wurde. Natürlich orientiert man sich an aktuellen Gerichtsentscheidungen. Nach außen werden die Kriterien natürlich nicht kommuniziert. Es trifft aber nach meinem Kenntnisstand die richtigen Anbieter. Jeder aufmerksame Leser des Forums hat in den letzten Jahren sicherlich gemerkt, dass der Privathandel drastisch angestiegen ist. Nun ist es an der Zeit, gegenzusteuern. Es gibt keinen Automatismus, alle ‚Händler’ werden von Hand überprüft. Anregungen nehmen wir gerne auch über das Forum entgegen. Dabei spielt die Plattform keine Rolle - ebay, hood etc.
     
  7. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Ich finde es absolut richtig gegen dreiste Vorverkäufer vorzugehen, denn die sind es die dann den ehrlichen Sammlern am Ausgabetag die Münzen durch Beziehungen in der Bank vor der Nase wegschnappen (so sie die Münzen überhaupt kriegen). Privat müssen die dazu gar nicht mal sein.

    Man sollte aber genau schauen, was man später macht, und nicht nur an Bewertungszahlen festmachen. Es gibt Weltmünzen- oder Notgeldsammler mit tausenden Bewertungen aus Jahrzehnten (Ebay gibt es ja schon seit >20 Jahren) vornehmlich durch Käufe, die natürlich auch mal einige Doubletten einzeln loswerden wollen, bzw. von Zeit zu Zeit schlechtere Stücke in der Sammlung durch bessere ersetzen, was dann kumuliert zu einer Füllle von 1 Euro Auktionen führt. So jemanden dann mit einer (in diesem Fall unberechtigten) Abmahnung zu strafen wäre kontraproduktiv weil dann jemandem das Hobby verleidet werden könnte.
    Eine angesprochene "Von Hand Überprüfung" sollte das aber wahrscheinlich zuverlässig ausschließen.
    Bei den Plattformen sollte man ggf. auch die Feepay-Kleinanzeigen sowie Fratzenbuch berücksichtigen, da treiben sich auch solche "privaten" Vögel herum, nicht nur bei den Auktionshäusern.
     
  8. DDresdner

    DDresdner

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    Jemand, der >=10 Rollen CuNiPolymer Münzen privat anbietet, sollte auch mit bedacht werden, mehr bekommt ein kleiner Händler auch nicht.
    Ansonsten hat sich das Angebot an privaten Vorverkäufen bei Ebay sehr gelichtet, von einigen Kandidaten, (größtenteils aus dem Ausland) abgesehen. Außerhalb Deutschlands wird das Klagen übrigens schwierig.
    Diese Maßnahme kommt in meinen Augen über ein Jahrzehnt zu spät, aber besser als nie. Was gab es damals noch für ein Geschrei, wenn man hier öffentlich etwas gegen den umgehenden privaten Wieder(vor)verkauf von Neuware gesagt hat, die Betreffenden sind wahrscheinlich wegen mangelnden Geschäftsmöglichkeiten gar nicht mehr aktiv.
     
  9. Schneeflocke78

    Schneeflocke78

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    Problematisch wird das ggf. für viele 2 Euro Sammler.

    Wo soll man hin mit dem Rest, wenn man nur eine Münze aus einem Satz braucht?

    Sehr viele 2 Euro Münzen findet man nur noch in offiziellen KMS, von den PP-Stücken mal ganz zu schweigen.

    In dieser Hinsicht trifft es aus meiner Sicht die Falschen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2019
  10. jannys33

    jannys33 Registered User

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    Ich glaube nicht das es da Leute betrifft die geschlachtete KMS anbieten.
     
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