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Kapseln schützen auch nicht wirklich

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von FooFighter, 26. März 2016.

  1. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Dies lässt sich konkludent aus dem Zustand seiner Münzen schließen!;)
     
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  2. ThorstenR

    ThorstenR Foren - Sponsor

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    Wie bekomme ich jetzt die Bilder in meinem Kopf wieder weg? :eek::D
     
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  3. diwidat

    diwidat

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    das kannst Du so machen, wie ich bei meinen neu gekauften Münzen - einfach mit Alkohol spülen
     
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  4. hekuhn

    hekuhn

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    Ich gehe davon aus, dass beim Zusammenfügen von Ring und Pille das Material im Bereich des Spalts verdichtet wird.

    Im Buch "Echt oder Fälschung" von A. Neuburger findet sich ein schönes Experiment.

    Neuburger behauptet, dass verdichtetes Metall weniger schnell anläuft als geringer Verdichtetes.

    Es liege eine abgenutzte Münze vor, bei der das Motiv nicht mehr erkennbar. Das Feld wurde beim Prägen verdichtet, während das in die Stempel geflossene Material "lockerer" ist. Beim Erhitzen der Münze müsste also das ehemalige Motiv schneller mit der Luft reagieren als das Feld, und bei ausreichendem Kontrast sichtbar werden.

    Unsere Münze wird in einem dunklem Raum auf Rotglut erhitzt. Der Beschreibung nach wird das ehemalige Motiv durch die Rotglut hindurch für ein paar Momente deutlich sichtbar.

    Eine Behandlung mit Salpetersäure vor dem Glühen verstärkt den Effekt noch, weil die "lockeren" Stellen in der Münze angerauht werden und damit schneller reagieren.

    Langsameres Anlaufen an verdichteten Stellen scheint mir eine plausible Theorie für den hellen Ring um den Spalt zu sein.

    Viele Grüße
    Hermann
     
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  5. jjjaaade

    jjjaaade

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    Also, aus dem ganzen Wissen hier, den netten Off Topics und den getroffenen Annahmen versuche ich nochmal zusammenzufassen:

    Fest steht, das das Kupfer sowohl im Ring aus der Nickel Legierung als auch im Kern aus der Messing Legierung oxidieren kann und die trockene, temperaturbeständige Lagerung möglichst ohne Berührung mit dem Oxidationsmittel Sauerstoff die Zweier theoretisch am besten davor schützt.
    Die ungleichmäßige Oxidation auf dem Ring kann an unterschiedlicher Materialverdichtung, an unterschiedlicher Leitfähigkeit, Magnetismus oder dem Prägeprozess liegen.
    Und Glück scheint man auch zu brauchen, damit bei aller bestmöglichster Aufbewahrung nicht doch die Münze oxidiert.

    Das ist doch eigentlich ein vernünftiges Ergebnis, wenn auch dahingehend unbefriedigend, das es keinen definitiven Schutz vor Oberflächenveränderung bei den Zweiern zu geben scheint.
     
  6. schurl

    schurl

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    von leuchtturm gibts da anscheinend slabs, die die prozesse stoppen sollten.
    hab aber nur davon gehört, probiert hab ich sie selbst noch nicht.
     
  7. ThorstenR

    ThorstenR Foren - Sponsor

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    Du meinst sicher die QUADRUM-Intercept-Kapseln Münzkapseln QUADRUM INTERCEPT – Leuchtturm Albenverlag

    Aber bei einer UVP von rund 1,00 Euro pro Stück (!!!)....holla die Waldfee, da würde bei uns 2 Euro-"Komplett"sammlern aber immer
    noch eine schöne Schippe Zubehörkosten obendrauf kommen.... :confused: Und ob sich DAS dann wirklich "auszahlt"....ich weiß es nicht..... :rolleyes:
     
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  8. four9fine

    four9fine

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    Moin zusammen

    Wer nicht möchte daß sich seine Münzen optisch verändern, kommt um eine Beschichtung nicht herum. Entweder muß man sich mit dem kristallinen Wachs anfreunden, oder mit dem traditionellen Nitrozelluloselack. Kapseln können nicht vor dem Anlaufen schützen.

    Eine teure Alternative wären noch die amerikanischen Grading-Buden. Da werden die Münzen in Kapseln verpackt, deren Hälften miteinander ultraschallverschweißt werden. Die sind dann natürlich dicht.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, daß das verschweißen sogar in Schutzgasatmosphäre geschieht, dann wäre also nur Stickstoff in den Kapseln. Aber dafür habe ich noch keine Bestätigung gefunden, das kann auch ein Gerücht sein.

    Mir gefallen Wachs oder Zaponlack besser, da kann man die Münzen besser betrachten als in einer verschweißten Kapsel.

    Wichtig ist natürlich, daß vor einer Beschichtung die Münze peinlichst gesäubert und entfettet wird.

    Das Wachs hat den Vorteil der leichten Verarbeitung und man kann es auch einfach wieder entfernen. Beim Zaponlack ist beides schwieriger, dafür sieht man ihn nicht auf der Münze.

    Gruß
    Michael
     
  9. jjjaaade

    jjjaaade

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    Also selbst mit meinen -8,5 Dioptrien sehe ich den ohne Brille auf der Münze ....
    Man darf ja durchaus Fan davon sein, aber sichtbar auf Münzen ist er.
     
  10. FooFighter

    FooFighter

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    Da kommt man mal einen Tag bzw. Abend nicht ins Forum, schon wird über die Gase in meinem Schlafzimmer diskutiert! :D

    Danke erst einmal für die neuen Beiträge. Der kleine Ausflug in mein Schlafzimmer sei euch verziehen. Aber meine Münzen werdet ihr dort nicht finden...

    Die Münzkoffer stehen im Kinder-/Arbeitszimmer. Dort ist ganz normale Luft.

    Vielleicht liegt es ja auch an irgendwelchen Ausdünstungen des Münzkoffers? Ich kann mich erinnern, dass der im Neuzustand ganz fürchterlich chemisch gerochen hat. Es hat ewig gedauert, bis der Gestank einigermaßen weg war. Möglicherweise ist dort drin irgendwas verarbeitet, was ungünstige Ausdünstungen absondert.
     
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