Kaufkraft der Münzen im Laufe der Geschichte

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Eben, das habe ich mir auch gedacht, die Zahl kann unmöglich richtig sein.

Danke
 
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Ich habe eben noch mal recherchiert. Weltweit sind bis heute circa 1,7 Millionen Tonnen Silber gefördert worden.

Davon ist allerdings weit mehr als die Hälfte unwiederbringlich verloren gegangen, zum Beispiel in alten Elektro- und Fotograieabfällen oder als natürliche geringe Beimischung in historischen Blei- und Kupferobjekten.

Demnach halte ich die Zahlen in deiner Quelle für unplausibel, denn so viel Gold wie nötig wäre, um diese Bilanz auszugleichen, wird ebenfalls sicher nicht vorhanden gewesen sein.
Moin

Wiki gibt von 1500-1660 300t Gold und 25000t Silber aus der neuen Welt an, selbst wenn wir die Zahlen noch erheblich nach oben korrigieren können, was durchaus plausibel wäre, ist das Ergebnis dasselbe.
 
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Das sehe ich auch so, denn das würde einem Äquivalent von 78 Millionen Tonnen Silber entsprechen.
Heutzutage beträgt die Jahresproduktion an Silber keine 25.000 Tonnen. Und ich nehme nicht an, dass die damaligen Förderungskapazitäten mit den heutigen Möglichkeiten des industriellen Abbaus mithalten können.
Ich komme auf ca. 7,5 Mio Tonnen.

Rechenweg:
1 Taler entspricht ca. (!) 25 g Feinsilber = 0,025 kg.
Silber für 3000 Mrd Taler = 3x10^12 Taler
3x10^12 x 0,025 kg = 7,5 Mrd Kilo = 7,5 Mio Tonnen

...gegebenenfalls ist die Quelle im Original englisch gewesen, denn im Englischen ist Eine Milliarde one billion. Im Deutschen ist eine Billion one trillion. Wenn es irgendwo ein Übersetzungsfehler gab, so wären es Silber im Wert von 3 Milliarden Taler gewesen.
 
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Weder der Verlag, noch der Prof. als Autor haben sich bisher dazu geäußert!

Ich hatte vom C.H. Beck Verlag schon mehr erwartet.

Ich komme immer noch auf um die 75 Millionen ! Tonnen, wo liegt bei uns der Fehler?

40.000 Taler entsprechen etwa 1ner Tonne Silber!?
4 Milliarden Taler dann 100.000 Tonnen!?
4000 Milliarden Taler dann 100 Millionen Tonnen!?
 
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Ich hatte vom C.H. Beck Verlag schon mehr erwartet.

Ich komme immer noch auf um die 75 Millionen ! Tonnen, wo liegt bei uns der Fehler?

40.000 Taler entsprechen etwa 1ner Tonne Silber!?
4 Milliarden Taler dann 100.000 Tonnen!?
4000 Milliarden Taler dann 100 Millionen Tonnen!?
Ja, Du und Muppetshow liegen richtig. Ich habe da doch "eine Null" übersehen. 75 Millionen Tonnen Silber. Danke dafür! Um so wahrscheinlicher, dass es sich vom Verlag her um einen Rechen- oder Übersetzungsfehler handelt. 75.000 Tonnen wären auch schon eine Menge...
 
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Moin

PN hat sich erledigt, ich persönlich halte in dem Zusammenhang eine Zahl von 1ner Milliarde Talern eher für realistisch.
Mit Goldimporten zusammen könnte das hinkommen und hätte auch diese Auswirkungen auf das europäische Währungssystem gehabt.
 
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Auf der ARTE-Mediathek gab es mal einen Dreiteiler 'Pures Silber - Wie China zur Großmacht wurde.'
Der Chinesische Kaiser hat 1581 festgelegt, das alle fälligen Steuern in Silber entrichtet werden sollen.
Damit wurde durch einen zeitlichen günstigen Zufall die Inflation der durch die Spanier in Amerika (Potosi/Bolivien) geförderten Unmengen Silbers (damals ~60% der Weltförderung) gestoppt.
Ob Zahlen der Menge angegeben wurden, kann ich mich leider nicht erinnern.
 
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Auf der ARTE-Mediathek gab es mal einen Dreiteiler 'Pures Silber - Wie China zur Großmacht wurde.'
Der Chinesische Kaiser hat 1581 festgelegt, das alle fälligen Steuern in Silber entrichtet werden sollen.
Damit wurde durch einen zeitlichen günstigen Zufall die Inflation der durch die Spanier in Amerika (Potosi/Bolivien) geförderten Unmengen Silbers (damals ~60% der Weltförderung) gestoppt.
Ob Zahlen der Menge angegeben wurden, kann ich mich leider nicht erinnern.
Na. die Inflation in Europa wurde deshalb nicht gestoppt.
China war bis etwa 1750-1770 die weltweit größte Handelsmacht und das über viele Jahrhunderte.
In Silber sollten die steuern bezahlt werden, weil China immer ein sehr silberarmes Reich war.
Die Europäer hatten nun genug Silber und der chinesische Handel verkaufte seine Waren nur gegen Silber, europäische Handelswaren wurden kaum importiert.
 
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