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Komplette Münzsammlung ruiniert! Bitte um Rat.

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von Florin, 5. Mai 2004.

  1. Florin

    Florin

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    Ich hatte meine Münzsammlung fast 20 Jahre im Banksafe, und sah dort seit Jahren nicht nach. Seit Einführung des Euros, den ich anfangs nicht mochte, hat mich das Sammelfieber wieder gepackt. Also war meine Idee: Wenn schon teuren Banksafe (in 20 jahren einige 1000 Mark Miete!), dann ordentlich Goldeuros kaufen, damit er sich lohnt. Und raus mit dem alten Krempel. Dort lagerten zwischen Vrenelis etc. zur Hälfte deutsche KMS Sätze der 70er, für die sich ein Safe nun wirklich nicht lohnt! Also: ausmisten.

    Ich bekam einen Schreck. In dem Album, das ich das letzte Mal als Kind gesehen hatte, und in dem alles so ordentlich und sauber gewesen war, sind die Münzen - die meisten in PP und Stempelglanz! - völlig überwuchtert mit einer grünen, schmierigen, klebrigen Paste. Nein, kein "normaler" Grünspan - wesentlich schlimmer. Kein Witz - dies ist eine Farbe, die in der Natur nicht existiert, und die ich bisher nur von fiesen grünen Neonlichtern und amerikanischen Brotaufstrichen kannte. Es ist ein leuchtendes GIFTGRÜN.

    Also ich könnte heulen. Meine ganze Arbeit, die ich mit ca. 12 Jahren begann, ist dahin. (bin jetzt 40). Gut, es sind nur Silbermünzen betroffen, Gold Gott sei dank gar nicht. (Habe ich von Herrn Honscha gelernt - Gold läuft nicht an). Es sind zwar zum großen Teil nur geringwertige 5 DM - Gedenkmünzen, aber es sind viele in PP und die sind ja nun doch nicht so wertlos. Ich hatte als Kind in den 70ern einen totalen Fimmel mit den 5DM Silberadler, ich habe fast eine mehrfache Komplettsammlung (ausser 1958 J natürlich, nur wenige andere fehlen), und die ist am Schlimsten betroffen. Alles ist grün und KLEBT! Sogar nach zwei mal Händewaschen hab ich das Zeug noch auf den Fingern!! Ich weiss, man soll Münzen nicht in Folienblätter aufbewahren, die Weichmacher enthalten, habe ich vorgestern gelesen - aber das wusste man damals in den 70ern offensichtlich nicht, und ich als Kind damals schon gar nicht.

    Ich weiss, man soll Münzen nicht reinigen - aber wenn ich diese hier so lasse wie sie sind, sind sie definitiv hinüber. Ich habe nun in den letzten Tagen viel über Reinigung gelesen, und an einer nicht so wertvollen PP Münze (5 DM Kant) schon mal Seife und warmes Wasser probiert, ganz leichtes Reiben unter Wasser, und danach an der Luft trocknen. Ich finde das Ergebnis nicht gut. Das Grün geht nicht mal ganz ab, und man sieht deutlich Spuren der Beeinträchtigung (ich weiss noch genau, dass ich sie in den 70ern makellos hatte). Eben gerade hab ich an einer weiteren nicht so wertvollen Münze Stempelglanz-Münze "Pril" probiert - lass ich lieber sein. Sieht hinterher völlig "vernebelt" aus, noch schlimmer als bei Seife.

    Wenigstens zwei Glücksmomente: Aus der grün-klebrig überwucherten 5DM-Silberadler Sammlung - die meisten sind "ss" oder Vzgl.- strahlt mich plötzlich aus diesem Sumpf ein fast makelloses, fast prägefrisches (!) 5 DM Stück von 1951 G an !!! Dabei gibt es aus diesem frühen Jahrgang doch fast nur uralt-aussehende in SS oder S. Ich wusste gar nicht mehr, dass ich so eins in prägefrisch hatte!!! Glücklicherweise ist dies vorne kaum betroffen, hinten beim Adler allerdings auch etwas. Ich nahm es sofort raus aus dem "verseuchten" Album. Aber was mach ich mit den anderen ??

    Noch ein Glück im Unglück: Der Eichendorff - die einzige richtig wertvolle Silbernmünze die ich habe - ist auch kaum betroffen. Nur ganz minimaler, "normaler" Grünspan, den man kaum sieht (und der vor allem nicht KLEBT!! meine schöne 5DM SIlberadlersammlung, die ist richtig wie mit grünem Klebstoff zugewachsen!! Es ist zum Heulen.) ABer den Eichendorff hatte ich auch Gott sei dank nicht in diesem Album, sondern alleine in einer kleinen Plastikhülle. Ein Set kanadischer PP Münzen Montreal 1976 hat dieses münzenfeindliche Klima überraschenderweise fast makellos überstanden: verkapselt. Kapseln scheinen tatsächlich der beste Schutz für Silber PP zu sein, die Kanadier waren offensichtlich schon in den 70ern so klug....

    Gut, aber bis auf diese drei wenigen Beispiele, die die "attacke des grünen Sumpfes" überstanden (wie sonst sollte ich es nennen?), ist der Rest - vorerst - dahin.

    Gibt es Rettung?? Bitte um Hilfe und Ratschläge. Habe was gelesen von:

    - einem gewissen "Silux" Tauchbad
    - von Essig
    - von Zitronensaft
    - von Olivenöl.

    Aber ich möchte weder das eine noch das andere an meinem Eichendorff ohne Euren Rat probieren. Und an den PP Münzen schon gar nicht! Also: es ist grünes, klebriges Zeug an den Silbermünzen. Es sieht tatsächlich giftig-grün aus, und geht auch mit Seife kaum ab.

    Ich habe einige der befallenen Münzen erstmal raus aus den Albumblättern und einfach auf weisses Papier an die Luft gelegt. Aber war das vielleicht falsch? In den Albenblättern herrscht ja, so vermute ich, ein eher feuchtes Milieu, vielleicht wäre es besser, es erstmal drin zu lassen, damit es nicht festtrocknet und dann erst recht nicht mehr abgeht?

    Also ich bin völlig ratlos. Ich weiss, manche Numismatiker schwören auf die Patina. Wer das hier gesehen hat - meine ehemals schönen Stgl.- und PP Münzen - möchte von "Patina" nichts mehr hören....

    Ich weiss, gereinigte Münzen können völlig wertlos werden. Aber DAS hier ist eklig. Wer kann mir einen Rat geben? Gibt es eine Möglichkeit, Silbermünzen (darunter Stgl. und PP) sanft von diesem Befall zu befreien, OHNE sie im Wert zu mindern? Bitte um Hilfe. Danke an alle im Voraus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2004
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  2. Bukanier

    Bukanier

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    Das ist natürlich wirklich traurig. Aber mit dem Metall kann doch eigentlich nicht viel passiert sein. Aus Metall wird keine schmierige Paste und der außerirdische grüne Schleim muß aus der Folie stammen.
    Selbst wenn Michaels Theorie stimmt, daß das chemische Zeug mit Kupferbestandteilen der Silbermünzen reagiert hat, müssen die nicht hin sein. Ich würde mit einer nicht so wertvollen Münze experimentieren und die anderen liegen lassen.

    Auf keinen Fall kann es schaden, wenn man sie in heißes Wasser wirft. Das PP-Zeug darf man nur nicht groß reiben. Dann in ein Silbermünzbad tauchen und sehen, was wird. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß ein Münzreinigungsbad die PP-Oberfläche zerstört.
    Außerdem würde ich alles ausprobieren, was mir sonst noch einfällt, z.B. Zitronensaft und Zahnpasta, aber diesmal ganz weiche ohne Putzkörper.

    Vielleicht solltest Du bei einer Münzzeitschrift anrufen. Die kennen vielleicht einen Fachmann für solche Katastrophen. Oder es meldet sich hier ein Experte zu Wort. Also erst mal Ruhe bewahren.
     
  3. tisso

    tisso

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    ich habe die gleiche Erfahrung mit einem PP Olympia-Zehner gemacht, den ich leicht grün, schmierig und pappig in einer Plastikhülle geschenkt bekam. Nach zwei Mal tauchen im Silberbad (nach ca. 3 Minuten waren immer noch Spuren der grünen Pampe zu sehen, also nochmals ca. 5 Minuten getaucht) anschließend in viel fliesendem Wasser abgespült (in einem Kunststoffsieb) und nicht trocken reiben sondern mit dem Föhn getrocknet, dann war die Münze wieder einwandfrei und der Spiegelglanz makellos.

    Auf der Gebrauchsanweisung des Tauchbades (Marke „SILBO“) steht u.a.:
    „..........Silbermünzen in PP, Spiegelglanz, PPOOF oder dergl. können bedenkenlos getaucht werden. Es empfiehlt sich aber bei jedem Arbeitsgang nur eine Münze zu reinigen um Beschädigungen des spiegelnden Glanzes zu vermeiden ...........“

    In meinem Fall hat es funktioniert, also versuch es mal mit einer Münze und wenn es hin haut, steht Dir nach 28 Jahren wieder eine lange und innige Beschäftigung mit Deinen Münzen bevor. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2004
  4. Hoinzje

    Hoinzje

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    Hallo,

    ich hab die "grüne Paste" immer gut mit Ultraschall wegbekommen. Aber nicht mit den billigen Reinigungsgeräten, die es für den Hausgebrauch gibt, ich kann glücklicherweise das Ultraschallbad bei mir in der Firma benutzen.
    Bei Silbermünzen gibts da überhaupt kein Problem. Sie werden in keinster Weise irgendwie angegriffen. Auch PP-Münzen sehen wieder aus wie am ersten Tag. Nach dem Bad spüle ich die Münzen dann gründlich mit Isopropanol ab, damit keine Wasserflecken zurückbleiben.
    Mittlerweile reinige ich so fast alle meine Münzen jüngeren Datums. Bei unedleren Metallen sollte man etwas vorsichtiger sein, dann gibt es auch prima Ergebnisse.

    Gruß Hoinzje
     
  5. Hupler

    Hupler

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    Hallo!

    Den grünen Schleim sollte man mit Aceton am besten wegbekommen.Ich würde bei einer billigen PP Münze anfangen.Tauch die Münze in Aceton und spül sie danach gut mit warmen Wasser ab.

    Auf keinen Fall würde ich ein Silbertauchbad für PP-Münzen verwenden, da diese Bäder auch die Oberfläche angreifen, vor allem wenn man sie zu lange taucht. Münzreinigung ist unter anderem auch Erfahrungssache, also würde ich mit so harten Dingen wie Silberbädern vorsichtig sein. Auch bei Aceton würde ich zuerst kurz tauchen und dann spülen, danach wieder tauchen, falls notwendig und wieder spülen. Das sollte die Münze nicht zu stark angreifen.

    lg
    Wolfgang
     
  6. mesodor39

    mesodor39

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    Sie werden sich nun wundern denn das haben Sie noch nicht gehört:

    Im Grunde genommen ist nichts kaputt.

    Ihre Münzen sind substanziell noch OK.

    Nur: Sie dürfen die Münzen nicht aus dem Album nehmen, nicht trocknen lassen und auch nicht mit Tüchern, Chemikalien usw. behandeln und die Stücke so erst unwiederbringlich kaputt machen!.

    Ich gehe sogar noch weiter und behaupte: Sie können die meisten Münzen sogar wieder in ihren Ursprungszustand versetzen. Ohne feinste Kratzer. Ohne Ätzspuren von Chemikalien und ohne Bereibspuren und ohne Substanzverlust!. Eine etwa gebildete Patina bleibt dabei erhalten.

    Sie beschaffen sich 100 ml Flüssig-Paraffin, waschen und trocknen ihre Hände sehr gut, entnehmen die Münzen aus Alu, Messing, Bronze, Kupfer, Kupfer-Nickel und Tomback mit mit Flüssig-Paraffin eingefetteten Fingern dem Album (Plastik am Rand aufschneiden) die Münzen einzeln dick mit Paraffin betupfen (mit den sauberen, eingeölten Fingern, aber NICHT nicht drücken).
    Die eingeölten Stücke lassen Sie mindestens 24 Stunden auf einen glatten Glas- oder Porzellanteller liegen und wiederholen die Prozedur nach 48 Stunden erneut und warten wiederum 24 Stunden. Der Weichmacher wird so aus dem Metall und der Patina herausgelöst. Sie erhalten Münzen, die entweder glänzend sind, oder eine glatte, wenn auch vielleicht nicht ebenmäßige Patina aufweisen. Nach 2 Tagen Tupfen Sie die Münzen mit saugfähigem Küchenpapier ab, nehmen einen neuen, sauberen, nicht-kratzenden Schwamm, geben ein geeignetes Spülmittel oder Shampoo (ich nehme Marbert Men oder Marbert bath und body lotion, da habe ich allerbeste Erfahrungen mit gemacht), Tupfen die Münze mit dem Schwamm ab, spülen und wässern jede Münze einzeln in klarem, lauwarmen Wasser, legen diese auf ein saugfähiges, trockenes Frottee-Tuch, tupfen die Münze ab, bis sie trocken ist und legen das Stück ca. einen Tag auf Papier, 80g holzfrei, weiß, da kann dann die letzte Rechtfeuchte entweichen.

    Wichtig: Niemals reiben. Immer nur tupfen. Am Anfang, wenn der Schmier noch auf der Münze ist: NICHT drücken und die Münzen nur mit total öligen Fingern berühren!. Erst wenn der Weichmacher raus ist, darf das Paraffin ohne reiben abgetupft werden. Beim Säubern im Wasser immer darauf achten, daß reichlich Shampoo auf den Schwamm ist, denn das Shampoo, ebenso wie das anfangs benutzte Paraggin wirken wie ein Schmiermittel bzw. Gleitfilm, der feinste Kratzer verhindert, vor allem bei PP´s und St´s!.

    Bei Silber ist das ähnlich:
    An Stelle von Paraffin nehmen Sie handwarme, ausgelassene Butter. Tupfen Sie die Münzen gut damit ein! dann nehmen sie ein mit genau dieser Butter durch und durch getränktes Papier-Küchentuch, legen es auf einen Glas- oder Porzellanteller und legen die Münzen darauf und klappen das Tuch so zu, saß alle Münzen abgedeckt sind. Darauf können Sie dann, wiederum getrennt durch ein mit Butter getränktes Küchentuch die nächste Lage Münzen legen und erneut abdecken. Eine ganz schön fettige Angelegenheit :D

    Lassen Sie die Butter 6 bis 12 Stunden bei etwa 30 bis 40 Grad Celsius einwirken, danach tupfen Sie die Stücke mit sauberem Papier-Küchtentuch leicht ab, Der Schmier und Grünspan ist weg, aber die Stücke sind unansehnlich, weil fettig.

    Sie erhalten Münzen, die entweder glänzend sind, oder eine glatte, wenn auch vielleicht nicht ebenmäßige Patina aufweisen. Nach 4 Tagen Tupfen Sie die Münzen mit saugfähigem Küchenpapier ab, nehmen einen neuen, sauberen, nicht-kratzenden Schwamm, geben ein geeignetes Spülmittel oder Shampoo (ich nehme Marbert Men oder Marbert bath und body lotion, da habe ich allerbeste Erfahrungen mit gemacht), Tupfen die Münze mit dem Schwamm ab, spülen und wässern jede Münze einzeln in klarem, lauwarmen Wasser, legen diese auf ein saugfähiges, trockenes Frottee-Tuch, tupfen die Münze ab, bis sie trocken ist und legen das Stück ca. einen Tag auf Papier, 80g holzfrei, weiß, da kann dann die letzte Rechtfeuchte entweichen.

    Auch hier gilt
    Niemals reiben. Immer nur tupfen. Am Anfang, wenn der Schmier noch auf der Münze ist: NICHT drücken und die Münzen nur mit total öligen Fingern berühren!. Erst wenn der Weichmacher raus ist, darf das Paraffin ohne reiben abgetupft werden. Beim Säubern im Wasser immer darauf achten, daß reichlich Shampoo auf den Schwamm ist, denn das Shampoo, ebenso wie das anfangs benutzte Paraggin wirken wie ein Schmiermittel bzw. Gleitfilm, der feinste Kratzer verhindert, vor allem beo PP´s und St´s!.

    Bevor Sie mit der Massenreinigung beginnen, probieren Sie das Rezept bitte erst an einer Münze aus. Da gibt es noch viel zu lernen.

    Oder Sie überlassen dies gegen Bezahlung jemanden, der mit diesem Verfahren genügend Erahrung hat, z.B. mich. :D :D :D

    Je nachdem, wo Sie wohnen, kann es sinnvoll sein, sich an meinem Wohnort für maximal drei Tage ein Hotellzimmer zu nehmen, dann brauchen Sie Ihre Schätze nicht aus der Hand zu geben und lernen direkt, wie man Münzen reinigt, ohne diese kaputt zu machen. Sie gehen so auch kein Risiko ein, einen ungeeigneten Schwamm oder ungeeignete Mittel zu nehmen oder sonstwas falsch zu machen.
     
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  7. Bukanier

    Bukanier

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    Klasse, mesodor. Das sind doch mal wirklich konkrete und ausgetestete Anleitungen und nicht nur unverbindliche Vermutungen.

    Den Beitrag hebe ich mir auf. Den werden wir vielleicht alle nochmal brauchen.
     
  8. mesodor39

    mesodor39

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    @Dieter Taube: genau so habe ich zum Zeitpunkt der Währungsumstellung auf Euro (oder soll ich besser sagen "Währungsreform") jede Menge bankfrischer 5er und 10er mit Butter gereinigt, die jahrelang in Alben waren und demzufolge mehr oder weniger klebten, sodaß sich die Besitzer vielleicht auch deswegen davon trennten.

    625er Silber ist relativ hart. Speziell bei den St-Stücken kann nichts kaputt gehen, bei PP´s hingegen muß man sehr vorsichtig sein.

    Auch alte, durch Alben oberflächennah (Patina) angeweichte Kupfermünzen, z.B. einen PP-Satz 1839 der Isle of MAN habe ich (mit Paraffin) dann wieder so hinbekommen, daß der Schmier und die Stumpfe Oberfläche verschwunden sind und man die Stücke wieder als PP erkennt. Gekauft hatte ich St-Stücke, wobei ich aufgrund der matten Oberfläche auch nicht sehen konnte, daß es PP´s waren. Die durch Weichmacher aufgeweichte Kupfer-Patina wird durch Paraffin, das die weichmache rherauslöst (= Physik, keine CHEMIE) wieder hart. Eventuelle Eindrückungen verbleiben aber, will sagen: Kratzer und Beschäfigungen, Berührspuren usw. kann man nicht wegzaubern.

    Wenn man so will, sind beide Rezepte eine Art Lizenz zum Geld drucken....

    ganz wichtig: immer reichlich Butter (bei Silber) bzw. Paraffin (bei Kupfer) nehmen. Wenn schon bei der Aufbewahrung gespart wurde, dann aber bitte nicht bei der Reinigung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2004
  9. Bukanier

    Bukanier

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    Das hatte ich mir schon gedacht, ohne es aber wirklich zu wissen. Die paar betroffenen Atomschichten, die der Weichmacher in die Tiefe greift, sollten eine Münze nicht wirklich ruinieren.
    Das halte ich nicht für übertrieben. Ich wünsche Florin jedenfalls sehr, daß er seine Sammlung mit diesem Verfahren retten kann.
     
  10. kkaefer

    kkaefer

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    :confused:

    Also ich habe jetzt mal ein größeres Butterstück auf ein Blatt Papier gedrückt, kann aber noch nicht erkennen, welchen Geldschein ich mir damit gedruckt habe... Wie lange muss ich warten? :cool:


    Im Ernst, ich werde die Buttermethode am WE mal an billigen DM 5ern ausprobieren, an denen ich ungestört üben kann.

    Viele Grüße,
    kkaefer
     
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